„Wir können stolz auf die Menschen aus unserem Kreis sein“

Im Gemeindezentrum Bliesen wurden am Dienstag Abend die ersten „Sterne des St. Wendeler Landes“ verliehen. 

Gemeinsam mit der Kreissparkasse St. Wendel ehrte Landrat Udo Recktenwald Menschen aus dem Landkreis, die durch außergewöhnliche Leistungen eine Auszeichnung verdient haben. „Natürlich gibt es auch noch viele andere, die diese Auszeichnung verdient hätten, aber es musste ja auch eine Auswahl getroffen werden“ und so kündigte Udo Recktenwald gleich zu Beginn der Veranstaltung an, dass die Sterne auch in den nächsten Jahren verliehen werden und Kandidaten gerne genannt werden dürfen. 

Durch das Programm führte Ina Weißmann, die durch ihre Moderation für eine kurzweilige Abendveranstaltung sorgte. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgten Lehrerinnen und Schülerinnen der Kreismusikschule. 

Ausgezeichnet wurden 7 Einzelpersonen und 2 Gruppen in den Kategorien Sport, Kunst und Kultur und Regionalentwicklung. „Alle Ausgezeichneten sind Vorbilder, und verdiente Persönlichkeiten, die durch ihr Tun dazu beitragen, dass der der Landkreis besonders erfolgreich sein kann“, so Udo Recktenwald. Der Landrat ließ es sich nicht nehmen, zu jedem der Ausgezeichneten eine kurze, persönliche Laudatio zu halten. 

Die Gewinner der ersten „Sterne des St. Wendeler Landes“ sind: 

SPORT: 

David Scherer: Der Rennrollstuhlfahrer aus Marpingen hat in den vergangenen Jahren schon bei einer Vielzahl internationaler Wettkämpfe Medaillen gewinnen können und kann daher mit Recht von sich behaupten „Jawoll, ich hab was drauf“.

Tischtennisteam der Lebenshilfe St. Wendel: Das Team spielt seit 4 Jahren in der Freizeitgruppe der Lebenshilfe Tischtennis und erwies sich schon früh als leistungsfähig und willensstark. Dies konnten Michael Meisberger, André Hasenjäger, Michael Müller und Sebastian Klos letztes Jahr bei den Special Olympics in Kiel unter Beweis stellen und gewannen gleich zweimal Bronze und einmal Gold. 

Johanna Recktenwald: Die 17-jährige Parabiathletin aus Marpingen konnte bei der Verleihung nicht dabei sein, weil sie auf dem Weg nach Kanada zu den Prince George 2019 World Para Nordic World Championships war. Auch sie konnte in den letzten Jahren große sportliche Erfolge verzeichnen und ist Teil der deutschen Paralympischen Mannschaft. 

KUNST & KULTUR

Johannes Kühn: Der 85-jährige Dichter aus Hasborn ist seiner Heimat treu geblieben und so ist sein Lieblingsplatz mit Papier, Stift, Kaffee und einer Zigarre der Winkelplatz im Gasthaus Hut. Durch seine Gedichte zeichnet er ein poetisches Bild der Region St. Wendel und so überrascht es kaum, dass er den Gästen zwei Gedichte aus Hasborn vorträgt. 

Annika Blatt: Die jüngste Preisträgerin der Sterne des St. Wendeler Landes wurde für ihr Märchen „Die zauberhafte Querflöte“ ausgezeichnet, mit dem sie den Online-Schreibwettbewerb „Alles Liebe oder was?“ gewann. Bei dem Wettbewerb erhielt sie mehr Stimmen als die beiden Gewinnerinnen aus den anderen beiden Altersklassen zusammen. 

Anton Didas: Sein Bildband „Unsere Heimat – Eine Hommage an das St. Wendeler Land“ zeigt auf über 400 Seiten Bilder und Geschichten aus dem St. Wendeler. Mit seinem Bildband möchte er zeigen, wie viel der Landkreis zu bieten hat und dass es nur genutzt werden muss.

REGIONALENTWICKLUNG

Werner Feldkamp: Der Gründer der Kulturlandschaftsinitiative leistete vor 25 Jahren Pionierarbeit bei der Entwicklung von Regionalprojekten, von denen noch heute viele bestehen. Als Vorstandsvorsitzender ist er zwar im vergangenen Jahr zurückgetreten, jedoch bleibt er Ehrenvorsitzender der KuLanI. 

Helmut Zimmer: In seinem Dachdecker-Unternehmen hatte Helmut Zimmer schon überdurchschnittlich viele Praktikanten und Auszubildenden. Doch auch außerhalb seines Unternehmens engagiert er sich sehr für Schüler und deren berufliche Zukunft. Als jemand der Dinge anpackt, sagt er selbst, dass er trotzdem mehr zurückbekommt, als er gibt. 

Wallhauser Köhler: Die Gruppe der Wallhauser Köhler wurden für die Umsetzung der 14-tägigen Köhlertage ausgezeichnet, bei denen sie die Tradition des Köhlerhandwerks anschaulich nahebringen und dabei ein großes Fest in Wallhausen veranstalten. 

„Alle Preisträger haben ihre Auszeichnung verdient und ich freue mich schon darauf, wenn im nächsten Jahr wieder besondere Menschen aus unserer Region geehrt werden.“, so Udo Recktenwald. 

 

Foto: Anton Didas

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