Wie sich die drei größten Unternehmen aus dem St. Wendeler Land behaupten

Fast etwas unscheibar liegt St. Wendel inmitten der größeren Städte in der Region. Doch trotz Saarbrücken, Homburg und Kaiserslautern in der direkten Nachbarschaft haben sich seit vielen Jahren einige bedeutende Unternehmen im St. Wendeler Land etabliert. Drei der größten von ihnen sind Nestlé Wagner, Mathieu Schalungssysteme und Lufttechnische Komponenten sowie Globus Holding. Wie sie mit den ständig wechselnden Herausforderungen auf dem Markt umgehen, haben wir uns einmal näher angeschaut.

Lufttechnische Komponenten von MSL

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Im Norden von St. Wendel befindet sich die Mathieu Schalungssysteme und Lufttechnische Komponenten GmbH, kurz MSL. Einerseits produziert das Unternehmen Dinge für den täglichen Gebrauch. Ein Pizza- und Flammkuchenofen kann schließlich entspannt auf der eigenen Terrasse platziert werden. Doch der Fokus liegt auf der Bedienung von weltweiten Kunden in den Sektoren Bau und Lufttechnik. Vor allem Rohrsysteme stehen alltäglich im Mittelpunkt der Entwickler. Sie werden individuell nach den jeweils geltenden DIN-Normen hergestellt, sodass der Bedarf des Kunden stets im Mittelpunkt steht. Dank der hohen Nachfrage in diesem Sektor ist MSL stets auf der Suche nach neuen Talenten, die sich in der Industrie versuchen möchten. Um sie möglichst direkt anzusprechen, zeigt das Unternehmen regelmäßig auf der St. Wendeler Ausbildungsmesse Präsenz, wo die bekanntesten Firmen der Region vertreten sind. Ausbildungsstellen können von den Besuchern so direkt mit den eigenen Vorlieben abgeglichen werden. Für viele wird so erst klar, dass Schalungssysteme und Lufttechnik eventuell eine echte Berufsperspektive darstellen.

Nestlé Wagner als Marktführer

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Etwas weiter nördlich in Nonnweiler gelegen befindet sich mit der Nestlé Wagner GmbH ein weiterer Marktführer in seinem Bereich. Hier geht es jedoch kulinarischer zu, handelt es sich doch um den Sitz eines der größten Tiefkühlprodukthersteller in Europa. 1985 wurde die erste später legendäre und aus der Werbung bekannte Steinofenpizza hergestellt, die seitdem nicht mehr aus den Regalen in den Supermärkten wegzudenken ist. Nur Dr. Oetker kann Wagner im Bereich der Tiefkühlpizzen hierzulande das Wasser reichen. Umso wichtiger ist es für das Unternehmen, seine Spitzenposition zu verteidigen bzw. auszubauen. Dabei helfen mehr als 1.800 Mitarbeiter und viele Sonderaktionen. Ein Beispiel hierfür ist die AR-basierte App, die mit Spielen und Filtern vor allem ein jüngeres Publikum anlocken soll. Dazu kommen regelmäßige Rabatte an den Verkaufsorten wie Rewe, Aldi und Co., um möglichst neue Kunden anzulocken. Hier haben Unternehmen leider nicht die Freiheit, die in anderen Branchen besteht. Bestes Beispiel ist die Unterhaltungsindustrie, wo Anbieter im Online-Glücksspiel mit Freispielen locken. Für diese ist die normalerweise nötige Ersteinzahlung dann kein Muss mehr. Eine andere Branche, die sich diese Option zunutze macht, ist die Kosmetikindustrie. Während eines Einkaufs bei der Online-Parfümerie Douglas oder in anderen Geschäften werden gerne eine oder zwei Produkte hinzugelegt, die von einem neuen Parfüm oder eine Creme überzeugen sollen. Somit haben Verbraucher nun die Möglichkeit, das Produkt ohne Risiko zu testen. In der Lebensmittelindustrie gibt es solche Aktionen nur sehr selten über Partner wie Payback.

Globus Holding als eines der größten Unternehmen

Direkt in St. Wendel ist die Globus Holding aktiv. Das bereits 1828 gegründete Unternehmen verweist auf SB-Warenhäuser in Deutschland, Tschechien sowie Russland, und einige weitere Betätigungsfelder wie Baumärkte hierzulande und in Luxemburg. Dank der großen Ausbreitung in Deutschland und Osteuropa beschäftigt Globus mittlerweile mehr als 46.000 Mitarbeiter, bleibt aber nach wie vor im Besitz der Bruchs. Das Unternehmen wurde vom Wirtschaftsblatt 2013 auf Platz 22 der Top-500 gelistet. Im Vergleich zu den gewohnten Discountern versucht Globus, mit einem umfangreicheren Angebot in seinen SB-Märkten zu punkten. Regelmäßige Aktionen passend zur Jahreszeit sollen Bestands- und Neukunden in den Markt vor Ort locken. Allerdings wird dies schwieriger, da der Preiskampf in diesem Sektor immer intensiver ausgetragen wird. Die Folgen dieser Entwicklung spürten in der Vergangenheit bereits mehrfach die Mitarbeiter mit eigenen Tarifen und einer Zeitarbeitsfirma, die mittlerweile wieder geschlossen ist. Die Zukunft für Globus bleibt international, aber großes Wachstum könnte hierzulande schwierig werden.

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