Wer 5G mobil nutzen möchte, muss beim Smartphone Kauf aufpassen

Im letzten Jahr fiel in Deutschland der Startschuss für 5G – das schnelle mobile Internet der neuesten Generation. Während Telekom, Vodafone, O2 Telefonica und 1&1 bemüht sind, den Netzausbau seitdem voranzutreiben, preschten auch viele Smartphone Hersteller vor und präsentierten pünktlich ihre ersten 5G tauglichen Geräte. Doch diese Handys der ersten Generation stellen sich mittlerweile als Fehlkauf heraus.

Keine Frage,  der Nachfolger von LTE ist eine feine Sache und auch im Sankt Wendeler Land kann man mittlerweile in einigen Gebieten das schnelle mobile Internet via 5G nutzen. Während zwar alle Provider vorrangig die Ballungsgebiete im Auge haben, werden aber z. B. bei Vodafone auch mehrere ländliche Regionen bedient, wenn dort eh die Technik überarbeitet werden muss. Doch sog. Early Adaptor, welche sich bereits im letzten Jahr mit einem neuen 5G Smartphone ausgerüstet haben, schauen jetzt in die Röhre.

Samsung, Huawei & Co. bieten das falsche 5G Band

Während Apple mit seinen iPhones bislang komplett auf 5G Unterstützung verzichtet hat und selbst das neue iPhone SE 2020 entsprechende Technik nicht bietet, findet man im Lager von Android schon seit letztem Jahr einige Modelle, die 5G grundsätzlich unterstützen und die auch direkt von den Providern wie der Deutschen Telekom verkauft wurden. Sowohl Telekom als auch Vodafone wollen in Zukunft jedoch 5G im unteren Frequenzband N1 nutzen, um den Standard auch in der Fläche anbieten zu können.

Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Einerseits bekommen so auch Regionen abseits der größeren Städte 5G spendiert, auf der anderen Seite können die Provider bestehende Antennen für einen Parallelbetrieb von 3G und 5G (Telekom) bzw. LTE und 5G (Vodafone) nutzen. Den Preis für diese Entscheidung zahlen jetzt allerdings diejenigen, die sich im letzten Jahr eines der 5G Flaggschiffe gekauft haben: Egal ob z. B. Samsung Galaxy S10 5G, Huawei Mate 20 X 5G oder auch LG V50 ThinQ 5G – nahezu alle Geräte aus dem Jahr 2019 können 5G im unteren Frequenzband nicht nutzen.

2020er Modelle nicht betroffen

Auf der sicheren Seite sind dagegen all diejenigen, die sich ein 2020er Smartphone mit 5G Modems und Prozessoren der zweiten Generation von Samsung, Qualcomm oder HiSilicon (Huawei) kaufen – zumindest vorerst. Das aktuelle Samsung Galaxy S20 unterstützt bspw. wie die neuen Geräte der Mitbewerber das aktuell genutzte Frequenzband N1. Doch ob diese Handy richtig zukunftssicher sind, muss sich noch zeigen. Und das gilt grundsätzlich im Herbst auch für das iPhone 12, welches ebenfalls 5G an Bord haben wird.

So fehlt bei allen aktuellen Geräten die Unterstützung des 5G Millimeterwellenspektrums – kurz: mmWave. Inwiefern diese später einmal benötigt wird, lässt sich derzeit noch kaum abschätzen. Allerdings zeigt dies, wie unstet und beweglich der Markt für 5G derzeit noch ist: Was heute als gesetzt gilt, kann morgen schon wieder veraltet sein. Daher sollten sich interessierte Käufer am besten bei den Providern vor dem Kauf beraten lassen, auf welches neues Smartphone sie setzen sollen.

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