Weltklasse-Geigerin Isabelle Faust spielte in Tholeyer Abteikirche

Im Rahmen der Veranstaltungen zur Wiedereröffnung der Abteikirche hat am Freitagabend (25.09.) in Tholey ein Rezital mit der Weltklasse-Geigerin Isabelle Faust stattgefunden. Sie spielte in der Abteikirche Partiten und Sonaten für Violine solo von Johann Sebastian Bach.

Frater Wendelinus Naumann OSB sagte in seiner Ansprache, dass bereits zur Barockzeit immer wieder Solisten in der Abtei aufgetreten seien. Dies wisse man trotz der Vernichtung des Abteiarchivs im Zuge der französischen Revolution aufgrund von Rechnungen über Verzehr und Reisekosten. Die Zeit des Barocks nach Ende des 30-jährigen Krieges (1618-1648) sei eine Zeit des Aufbruchs gewesen. „Etwas von dieser barocken Lebensfreude täte uns heute mehr als gut“, so Wendelinus.

Bernhard Leonardy, der die musikalischen Veranstaltungen zur Wiedereröffnung der Abteikirche gestaltete, verwies darauf, dass die prächtige Abtei-Orgel (von 1736) und Isabelle Fausts Violine (von 1704) aus derselben Zeit stammten. Weiter sagte der Saarbrücker Organist, dass die Partiten und Sonaten von Johann Sebastian Bach bis vor 150 Jahren als unspielbar gegolten hätten. Isabelle Faust sei eine der besten Geigerinnen der Welt und habe bereits mit den bedeutendsten Orchestern der Welt – wie beispielsweise den Berliner Philharmonikern – gespielt. Außerdem habe sie mit berühmten Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner und Philippe Herreweghe eng zusammengearbeitet. Von der internationalen Berichterstattung über die Wiedereröffnung der Abteikirche zeigte sich Leonardy begeistert: „Wahnsinn!“

Foto: Anton Didas/Abtei Tholey

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