Spende-Bereitschaft in St. Wendel rückläufig

Weltblutspendetag 2023: Eine Spende fürs Leben

Dass Blutspenden wichtig ist, weiß wahrscheinlich jeder. Dennoch herrscht ein erheblicher Mangel an gespendetem Blut. Der Bedarf ist hoch – die Spende-Bereitschaft zu gering.

Dabei ist die Durchführung unproblematisch und verfolgt einen wichtigen Zweck: Mit einer Spende können Leben gerettet werden. In St.Wendel gibt es zahlreiche Stationen des DRK, in denen die Blutentnahme durchgeführt wird. Im gesamten letzten Jahr gingen ungefähr 34.812 Saarländer zur Blutspende. Das sind 4,7% weniger als noch im Vorjahr. In unserem Kreis waren es 5.846 Personen und ein Rückgang von 3,8%.

Das Saarland benötigt 8.000 Blutspender zusätzlich, um dem Bedarf an Blut gerecht zu werden. Die Koordinierung des Saarlandes hat mit uns gesprochen und uns noch einige weitere wichtige Fakten zur Blutspende geliefert:

Wie läuft die Blutspende ab?

Beim Blutspenden ist der erste Schritt die Anmeldung, bei der persönliche Daten überprüft werden. Dazu werden ein amtliches Lichtbilddokument und möglicherweise ein Blutspendeausweis benötigt. Anschließend füllt der Spender einen Fragebogen aus, in dem Vorerkrankungen und Lebensweisen abgefragt werden.

Im zweiten Schritt erfolgt eine ärztliche Untersuchung, bei der Blutdruck, Puls und die Körpertemperatur gemessen werden. Der Arzt bespricht den Fragebogen mit dem Spender und entscheidet, ob eine Blutspende möglich ist oder ob eine vorübergehende oder dauerhafte Sperrung notwendig ist.

Danach wird ein Hämoglobintest durchgeführt, um den Hämoglobingehalt im Blut zu bestimmen. Liegt der Wert über dem Grenzwert, kann die Blutspende durchgeführt werden. Geschultes Personal entnimmt das Blut, was maximal zehn Minuten dauert. Der Körper ersetzt das entnommene Blut innerhalb weniger Tage.

Nach der Spende ist es wichtig, eine Ruhepause einzulegen, um den Kreislauf zu stabilisieren. Anschließend werden die Spender zu einem Imbiss eingeladen und mit einem Dankeschön-Geschenk verabschiedet.

Erstspender erhalten einige Wochen später per Post ihren Blutspendeausweis mit wichtigen Daten zur Blutgruppe, Rhesusfaktor und Kellfaktor.

Was passiert mit dem Blut?

Um das gespendete Blut zu verarbeiten, wird es in seine Bestandteile zersetzt, um in sehr vielfältigen Bereichen einsetzbar zu sein.
Die Erythrozytenkonzentrate werden verwendet, um den Sauerstofftransport im Blut zu regulieren und werden bei plötzlichem Blutverlust, Operationen oder Blutarmut eingesetzt. Thrombozytenkonzentrate werden bei einem Mangel an Blutplättchen verwendet, um das Blutungsrisiko zu verringern, insbesondere bei Krebspatienten während einer Chemotherapie. Plasmapräparate enthalten Stoffe, die für die Blutgerinnung und die Abwehr von Infektionen wichtig sind. Sie werden bei starkem Blutverlust, Verbrennungen oder bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem eingesetzt, um Infektionen zu bekämpfen. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen wie der Hämophilie benötigen ebenfalls Plasmapräparate.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz

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