Welt-Alzheimertag am 21. September 2020 unter dem Motto „Demenz – wir müssen reden!“

Der Welt-Alzheimertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz-wir müssen reden!“

Menschen mit Demenz und deren Angehörige leiden ganz besonders unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den notwenigen Schutzmaßnahmen.

Corona schränkt die Möglichkeit zur Teilhabe am sozialen Leben für Demenzkranke stark ein und verstärkt die Schwierigkeiten, die mit der Versorgung und Begleitung von Menschen mit Demenz ohnehin verbunden sind. Der Alltag wird zu einer täglichen Herausforderung, wenn gewohnte Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten wegfallen.



So waren Tagespflegeeinrichtungen monatelang komplett geschlossen und auch aktuell ist der Besuch einer Tagespflege wegen reduzierter Platzzahl nur für sehr wenige Betroffene möglich. Auch Betreuungsgruppen werden weiterhin nur eingeschränkt angeboten.

Dies bedeutet für Menschen mit Demenz, dass ihnen die so wichtigen sozialen Kontakte und der vertraute Betreuungs-Rhythmus verloren gegangen sind.  Das gemeinsame Singen, die Gymnastik oder auch der gemütliche Plausch beim Kaffeetrinken fehlt und führt dazu, dass die Lebensfreude leidet und manchmal gar die Vereinsamung droht.

Für die Angehörigen sind die Auswirkungen ebenfalls massiv, da sie in vielen Fällen seit Monaten den an Demenz erkrankten Menschen ohne eine entsprechende Entlastung weitgehend alleine betreuen. Verbunden sind damit häufig erhebliche psychische Belastungen der pflegenden Angehörigen.

Der Pflegestützpunkt im Landkreis St. Wendel informiert anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September 2020 von 10-14 Uhr auf dem Schlossplatz in St. Wendel zum Thema Demenz und bietet Angehörigen die Möglichkeit zum Gespräch.

Seit 1994 finden am Welt-Alzheimertag Aktionen statt, um auf die Situation von weltweit über 50 Millionen Demenzerkrankten und ihrer Familien aufmerksam zu machen.

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen.  Im Saarland sind aktuell ca. 22.000 Menschen an einer Demenz erkrankt. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt.

Weitere Informationen: Pflegestützpunkt im Landkreist St. Wendel 06851/801-5251

Darüber hinaus stehen die Pflegeberater des Pflegestützpunktes St. Wendel für Anfragen und Informationen gerne zur Verfügung. Eine persönliche Beratung ist nach wie vor nur nach vorheriger Terminabsprache möglich. Hierfür sowie für weitere Belange sind die Pflegeberater wie folgt erreichbar:

  • für die Gemeinden Marpingen und Nonnweiler: Frau Sabine Fuchs (06851-801 5252)
  • für die Gemeinden Oberthal und Tholey: Frau Margaretha Klein (06851-801 5250)
  • für die Gemeinden Freisen, Namborn und Nohfelden: Frau Judith Lermen (06851-801 5255)
  • für die Kreisstadt St. Wendel: Herr Thomas Krampe (Tel.: 06851-801 5254)
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