Gemeinde Nohfelden bezieht Stellung

Warum in Neunkirchen/Nahe REWE und NORMA realisiert werden sollen

Symbolbild

Gestern haben wir über das Vorhaben der Gemeinde Nohfelden berichtet, gleich zwei neue Supermärkte am Standort Neunkirchen/Nahe ansiedeln zu wollen. Am Ortsausgang Richtung Bosen sollen sich REWE und NORMA zukünftig einander gegenüber liegen.

Wir haben bei der Gemeinde nachgefragt, wie es zu diesem Entschluss kam, da sich auf der Gemeinderatssitzung im vergangenen März noch gegen die Errichtung einen Norma-Marktes in Bosen entschieden worden ist.

Zur Erklärung bezieht die Gemeinde Nohfelden wie folgt Stellung: 

„Im Jahr 2021 lagen der Gemeinde Nohfelden mehrere Interessenbekundungen zur Ansiedlung von Verbrauchermärkten vor. Die Firma REWE hatte Interesse signalisiert in Neunkirchen/Nahe gemeinsam mit einem Immobilienentwickler einen Vollsortimenter zu realisieren. Die Firma Norma beabsichtigte die Umsetzung eines Discountmarktes zwischen Bosen und Eckelhausen. Als dritter Bewerber teilte ein Immobilienentwickler aus dem Saarland mit, dass er ebenfalls am Standort Neunkirchen/Nahe gerne eine Fläche für die Ansiedlung von Verbrauchermärkten realisieren würde.

Von Seiten der Gemeinde folgten anschließend Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern des Innenministeriums, das als für die Landesplanung zuständige Behörde eine wichtige Rolle im Bauleitplanverfahren spielt. Das Ministerium sprach daraufhin die Empfehlung aus ein „Einzelhandelskonzept“ für die Gemeinde in Auftrag zu geben. Dem Gemeinderat wurden die Ergebnisse des beauftragten Gutachtens im Juli 2022 vorgelegt. Dabei kam der Gutachter zu dem Schluss, dass etwa die Hälfte der Kaufkraft aus der Gemeinde abfließt und es deswegen gerechtfertigt sei, an einem weiteren zentralen Standort in der Gemeinde Verbrauchermärkte anzusiedeln. Das Potential sei ausreichend für einen Vollsortimenter und einen Discounter. Er sprach jedoch die Empfehlung aus, dass es sich um einen integrierten Standort handeln soll. Dies bedeutet, dass mehrere Märkte an einem Standort gebündelt werden. Das Gutachten beinhaltete des Weiteren auch eine Untersuchung des geographisch sinnvollsten Standortes und kam zu dem Ergebnis, dass Neunkirchen/Nahe im westlichen Teil der Gemeinde ideal geeignet sei.

In der Gemeinderatssitzung im März 2023 lagen zur Beschlussfassung die konkretisierten Pläne der drei Interessenten vor. Da der saarländische Immobilienentwickler keinen konkreten Betreiber für die von ihm favorisierte Fläche nennen konnte, wurde sein Projekt vom Gemeinderat nicht weiter verfolgt. Über die verbliebenen Pläne von REWE am Standort Neunkirchen/Nahe und Norma am Standort Bosen in Richtung Eckelhausen wurde kontrovers diskutiert. Mit Mehrheit entschied sich der Gemeinderat für den Vollsortimenter am zentralen Standort in Neunkirchen/Nahe.

Im Nachgang zu dieser Entscheidung nahmen Norma und der saarländische Immobilienentwickler Kontakt mit der Gemeinde auf und teilten mit, dass sie nunmehr Interesse hätten, gemeinsam ebenfalls am zentralen Standort in Neunkirchen/Nahe den Bau eines Lebensmitteldiscountmarktes zu realisieren. Diese Fläche befindet sich unmittelbar am Ortsausgang Neunkirchen/Nahe in Richtung Bosen gegenüber der Fläche des zukünftigen REWE-Marktes. Der Gemeinderat hat schließlich in seiner Sitzung am 01. Februar dem Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahren zugestimmt. Mit dem jüngsten Gemeinderatsbeschluss sind damit diese zwei Bebauungsplanverfahren gestartet. Im Verlauf des Verfahrens wird sich herausstellen, ob eine Realisierung, wie sie von den jeweiligen Investoren angedacht ist, auch möglich sein wird.“

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