Wandertipp

Wandern im St. Wendeler Land: der „Schmuggler-Pfad“

Das St. Wendeler Land begeistert. Durch seine Veranstaltungen, kulturellen Möglichkeiten, Bewohner und ganz besonders durch seine Landschaft. Und die kann man auf den zahlreichen Wanderwegen des St. Wendeler Lands perfekt erkunden. Damit ihr wieder neue Inspirationen habt, auf welchen Wanderwegen ihr euer Wochenende verbringen könnt, stellen wir euch gemeinsam mit den Tourismusbeauftragten der Gemeinden ihren Lieblingswanderweg vor. 

Heute der „Schmuggler-Pfad“ in der Gemeinde Namborn.



Startpunkt: am Schützenhaus im Ortsteil Hofeld-Mauschbach, Furschweilerstraße

Weglänge: 12,8 km , 436 Höhenmeter

Schwierig: mittelschwer

Gehzeit: 4 bis 4,5 Stunden

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Der 12,8 km lange Premium-Wanderweg beginnt am Schützenhaus Hofeld-Mauschbach in der Furschweiler Straße.

Es wurde ein Weg geschaffen, der alle Ansprüche für ein qualitätvolles und erlebnisreiches Wandern erfüllt. Gleichzeitig bringt der Weg den Wanderern die wechselvolle und interessante Geschichte unserer Heimat näher, gibt Einblicke in die Naturvielfalt und zeigt kulturelle Hinterlassenschaften wie zum Beispiel die Hügelgräber aus der Zeit von zirka 400 vor Christus bis ungefähr 250 vor Christus.

Das Hügelgrab, als Totenruhe einer oder mehrerer hochrangiger Personen, war die typische Bestattungsform der keltischen sogenannten Hunsrück-Eifel-Kultur aus der frühen bis mittleren La Tène-Zeit. 

Außerdem findet man am Weg verschiedene Grenzsteine aus Zeiten, als das Schmuggeln in unserer Region blühte, als es noch eine Grenze zwischen dem „Saargebiet“ (auf den Grenzsteinen mit „S“ abgekürzt) und dem „Deutschen Reich“ gab (mit „D“ gekennzeichnet). Diese Grenze war aber nicht die einzige, die unsere Landschaft durchzog. Weitere Landesgrenzen aus früheren Zeiten sind durch Grenzsteine dokumentiert und durch Hinweistafeln erklärt. So die Landesgrenze zwischen Pfalz-Zweibrücken und Kurtrier und die des Großherzogtums Oldenburg zum Königreich Preußen. Einige dieser Grenzsteine stehen etwas versteckt und kaum sichtbar, da der Zahn der Zeit nicht spurlos an ihnen vorüberging. 

Der „Schmuggler-Pfad“ ist so angelegt, dass bestehende oder früher existierende Wege und Pfade in idyllischer Landschaft wieder begangen werden können und die Vielfalt und die Schönheit der heimischen Natur genossen werden kann. Ferner sind an den wichtigsten ehemaligen Grenzübertritten Erklärungstafeln angebracht, die das dafür passende Zeitfenster beleuchten.

In der empfohlenen Gehrichtung „Uhrzeigersinn“ ist eine Kilometrierung angebracht, an der die Wanderer*innen den aktuellen Fortschritt der Tour ablesen können.  

Unterwegs findet man Rastplätze auf Anhöhen und Bergen, wo sich gleichzeitig herrliche Ausblicke über die Landschaft ergeben. So vor allem der Ausblick von der höchsten Erhebung, dem „Metzenberg“, auf die Ortsteile Roschberg und Furschweiler bis hin zum Hausberg der Stadt St. Wendel, dem Bosenberg. Hier oben befinden sich eine Schutzhütte und zwei Tischgruppen zu gemütlicher Rast. 

Die Bänke und Tischgarnituren sowie eine Sinnenbank wurden an den richtigen Plätzen aufgestellt, damit der Wanderer Ausblicke auf die herrliche Landschaft rund um Namborn genießen kann.

Zum Ausruhen und Erfrischen bietet sich die Wassertretanlage „Farthelborn“ an, in der man in den Sommermonaten ermüdete Füße kühlen kann.

Der Pfad wurde von „Deutsches Wanderinstitut e.V. Marburg“ mit 59 Erlebnispunkten bewertet.

Für größere Wandergruppen bietet sich auch die Möglichkeit einer Führung nach telefonischer Anmeldung unter: 06857/9003- 25 oder -26, -27.

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