Wandern im St. Wendeler Land: der Bärenpfad

Foto:Gem. Nohfelden

Das St. Wendeler Land begeistert. Durch seine Veranstaltungen, kulturellen Möglichkeiten, Bewohner und ganz besonders durch seine Landschaft. Und die kann man auf den zahlreichen Wanderwegen des St. Wendeler Lands perfekt erkunden. Damit ihr wieder neue Inspirationen habt, auf welchen Wanderwegen ihr euer Wochenende verbringen könnt, stellen wir euch gemeinsam mit den Tourismusbeauftragten der Gemeinden ihren Lieblingswanderweg vor. 

Heute der Bärenpfad in der Gemeinde Nohfelden.

Startpunkt: Rathaus Nohfelden

Weglänge: 11,4 km (320 Höhenmeter)

Schwierigkeit: mittelschwer

Dauer: 4 Std.

Allgemeinde Beschreibung:

Der Rundweg führt über abwechslungsreiche Pfade durch eine anspruchsvolle Hügellandschaft. Viele kleine Kerbtäler und Aussichtspunkte, verbunden mit schattigen Fichten- und Mischwäldern, aber auch mächtigen Einzelbäumen machen den Weg besonders reizvoll. Der Name »Bärenpfad« ergibt sich aus der historischen Nutzung des Rosenwaldes als Jagdrevier der Landesherren, die über Jahrhunderte die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken waren. An Raubwild waren zu damaliger Zeit der Wolf am häufigsten, aber auch Luchse und Bären, anzutreffen. Daher spricht man auch heute noch vom »Bärental«, der »Bärenhöhle« und dem »Bärenfels«. 

Aber auch die Geschichte hat auf der gesamten Strecke Spuren hinterlassen. Es werden zahlreiche historische Grenzsteine passiert, der »Messerbrunnen«, ein Quellheiligtum aus keltischer Zeit, die »Dicke Eiche«, mit einem Umfang von 4,20 m, Hügelgräber und ein nicht mehr benutzter Sand- sowie ein Steinbruch.

Zur Stärkung während der Wanderung bietet das Café Kelte-Katz spezielle Picknickbeutel an welche mit Verpflegung (Getränke, belegtes Brötchen & Kaffeestückchen) gefüllt sind. Den praktischen Picknickbeutel können Sie nach der Wanderung mit nach Hause nehmen. Die Vorbestellung erfolgt direkt beim Café Kelte-Katz unter 0 68 52 / 80 99 55.

Wegbeschreibung:

Vom Parkplatz am Rathaus und dem Museum für Mode und Tracht unterhalb der Burg Nohfelden laufen wir zunächst ein kurzes Stück am Freisbach entlang und überqueren diesen an einer kleinen Brücke. Zwischen den Häusern hindurch geht es dann am Ortsrand auf einem Pfad steil bergan. Schon bald wendet sich der Weg nach links durch kühle Fichtenwälder. Der Aufstieg zum Bärenfelsen führt dann steil bergan und auf Stufen vorbei am Felsmassiv der „Bärenhöhle“. Oben angekommen haben wir dann den steilsten Anstieg dieser Tour bereits bewältigt. Von einem Rastplatz aus lässt sich eine schöne Aussicht auf den Hochwald genießen. Zur Felskuppe des „Bärenfelsen“ sind es dann nur noch wenige Schritte. 

Nach kurzem Abstieg führt der Weg nun zunächst über Forstwege. Schließlich biegt er auf schmalem Pfad in ein Tälchen ein. Wir folgen dem Kerbtal, das sich zu einer kleinen, von einem Bach durchflossenen Schlucht öffnet. Bald erreichen wir den Waldrand und wandern weiter nach rechts entlang. Nun führt der Weg wieder in den Wald hinein und durchquert auf einem Pfad einen malerischen Erlenbruch. Nach gut der Hälfte der Wanderstrecke treten wir erstmals wieder auf   Wiesen und freies Feld. Schon bald biegen wir erneut in einen Waldpfad ein, und erreichen den Rastplatz am Naturdenkmal „Dicke Eiche“. Der mächtige Baum hat einen Stammumfang von mehr als 4 Metern und ist wohl um die 600 Jahre alt. Von hier aus lohnt sich auch kein kurzer Abstecher zum nahe gelegenen „Messerbrunnen“, ein gallo-römisches Quellheiligtum.

Historisch bemerkenswert ist auch der folgende Abschnitt unserer Tour. Auf dem „Heidesköpfchen“ finden sich keltische Hügelgräber, die sich auch heute noch gut im Wald erkennen lassen. Zweimal überschreiten wir wieder einen Waldbach, bevor die Tour für eine größere Strecke über freies Feld verläuft. Durch Wiesen und Felder steigt der Weg stets bergan und erreicht dann einen Feldweg, dem wir nach links folgen. Bei einem Rastplatz lässt sich eine wunderschöne Aussicht auf das Dorf Wolfersweiler genießen. Hier wendet sich der Weg nach rechts und steigt weiter an, durchquert dabei zwei aufgelassene Steinbrüche. Nach längerem Anstieg kommt der Rastplatz am zweiten Steinbruch gerade recht, um neue Kräfte für das letzte Drittel der Tour zu sammeln. Diese führt, zunächst noch ansteigend, weiter auf die Anhöhe des Hommerich hinauf. Bald ist der höchste Punkt erreicht und von nun an laufen wir auf Pfaden und Forstwegen bergab, weiter in Richtung Nohfelden. Durch ein Kerbtal geht es dann immer steiler nach unten. Zum Schluss steigen wir noch über einen Waldbach, um zu einem schönen Aussichtspunkt auf einer Rodungsfläche zu gelangen. Von hier aus ist es dann noch ein kurzer Abstieg hinunter nach Nohfelden und zurück zum Startpunkt unserer Wanderung.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn zum Bahnhof Nohfelden oder mit dem Bus Linie R11 bzw.  602 zur Bushaltestelle Burg, www.saarfahrplan.de 

Mit dem PKW: A62 Ausfahrt Nohfelden-Türkismühle, Richtung L330 Türkismühle, weiter L135 bis Nohfelden oder über die B41 von St. Wendel kommend nach Nohfelden zum Parkplatz am Rathaus Nohfelden

Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe:

Historische Burganlage mit Turm sowie das Museum für Mode und Tracht – leider beides aktuell wegen Corona geschlossen

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