Walhausen: Fremdwasserentflechtungs- und Kanalerneuerungsmaßnahme in der Löschbachstraße

In Walhausen wird eines der bislang größten Projekte des gemeindeeigenen „Betriebes für Abwasserbeseitigung“ durchgeführt. Die Planung sieht vor die Oberflächenwässer der Bereiche „Löschbachstraße“ und „Brunnenstraße“ über einen neuen Regenwasserkanal in die bestehende Kanaltrasse der Deutschen Bahn sowie im weiteren Verlauf im Bereich der Türkismühler Straße direkt in den Walhauser Bach umzuleiten. Diese Entflechtungsmaßnahme zielt darauf ab, eine Überlastung der Kläranlage Nohfelden zu vermeiden und örtliche Rückstauereignisse im Mischwasserkanal zu minimieren. Zur Pufferung der Regenwässer im Starkregenfall wird im Bereich der Löschbachstraße zudem ein Retentionsraum mit einem Rückhaltevolumen von ca. 370 m³ hergestellt, der einen gedrosselten Wasserablauf von max. 360 l/s gewährleistet.



Auch im Bereich der Stabelstraße wird im Zuge der Maßnahme eine Kanalerneuerung realisiert, die vorhandene bauliche und hydraulische Defizite beseitigt. Parallel hierzu werden im gesamten Projektbereich alle erneuerungsbedürftigen Hausanschlüsse bis auf die Privatgrundstücke neu verlegt. In der Löschbachstraße entsteht zudem ein durchgängiger Gehweg.

Die WVW Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH beteiligt sich an dem Großprojekt und wird die Wasserleitungen in den Bereichen Stabelstraße, Brunnenstraße und Löschbachstraße komplett erneuern bzw. umverlegen. Des Weiteren obliegt der WVW die Gesamtprojektleitung der Maßnahme im Rahmen des Dienstleistungsvertrages mit der Gemeinde (Ansprechpartner ist Herr Sascha Rösler, Tel.: 06851/8003-218).



Die Bauleistungen wurden im Juli öffentlich ausgeschrieben, fristgerecht lagen 5 Angebote vor. Den Zuschlag erhielt die Firma dittgen Bauunternehmen GmbH aus Schmelz mit einer Auftragssumme von ca. 1,7 Mio. Euro brutto. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Ende Oktober mit der Umverlegung der Wasserleitung im Bereich der Stabelstraße. Das Bauende ist für April 2022 geplant.

Aufgrund des großen Umfanges der Baumaßnahme müssen die betroffenen Anlieger mit zum Teil erheblichen Einschränkungen während der Bauzeit rechnen. Um die Beeinträchtigungen möglichst erträglich zu gestalten, sind alle Beteiligten bestrebt diese auf das nötigste zu reduzieren.

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