Ulrich Graf von Plettenberg als Generalvikar eingeführt

Mit einer Marien-Vesper im Dom und einem anschließenden Festakt in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariats ist am Donnerstag Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als neuer Generalvikar des Bistums Trier in sein Amt eingeführt worden. Plettenberg ist Nachfolger des am 18. September zum Bischof von Limburg geweihten Dr. Georg Bätzing, der das Amt seit 2012 innegehabt hatte. Der Generalvikar ist der Chef der bischöflichen Verwaltung und damit einer der engsten Mitarbeiter des Diözesanbischofs. Zuvor war der Geistliche als Leiter der Pfarreiengemeinschaft am Schaumberg tätig.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann schlug in seiner Ansprache im Dom den Bogen von der Gottesmutter Maria, um deren Beistand in der Vesper gebetet wurde, zum Alltag der Menschen. „Durch Maria ist Gott konkret geworden. Maria ist die Mutter des Konkreten, und das passt zur Arbeit der bischöflichen Verwaltung, die – geprägt vom Evangelium – im Konkreten der Welt arbeitet“, so der Bischof. Verwaltung stehe für das Alltägliche, das aber genauso seinen Platz in der Welt habe wie die Feier und das Besondere. Der Generalvikar stehe dieser Verwaltung vor und trage dafür Sorge, dass die Kirche in ihrem Auftrag unterstützt werde.

Zum anschließenden Festakt waren Mitarbeiter aus dem Generalvikariat, Mitglieder der Räte, der Mitarbeitervertretung, Gäste aus dem benachbarten Bistum Speyer, aus der evangelischen Kirche und dem öffentlichen Leben gekommen. Bischof Ackermann erinnerte daran, dass die Vielfalt der Gäste zeige, in wie vielen Bezügen der Generalvikar eingebunden sei, innerhalb und außerhalb der bischöflichen Verwaltung. Für die Gesamt-Mitarbeitervertretung sprach deren Vorsitzende Lydia Schmitt dem neuen Generalvikar herzlichste Glückwünsche aus und brachte die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit zum Ausdruck.

Plettenberg betonte in seiner Ansprache, dass ihn die Berufung zum Generalvikar überrascht habe; sie habe ihn während seiner Exerzitien zur Vorbereitung auf das 25-jähriges Priesterjubiläum erreicht. Seine Lebensplanung habe anders ausgesehen. Nach Bekanntgabe seines Namens habe er viele positive Rückmeldungen bekommen, sodass er „mit Rückenwind das Amt übernehmen“ konnte. „Für mich ist das ein riesiger Berg, aber ich bin als Bergwanderer gewohnt, mich Herausforderungen zu stellen“, sagte er. Er könne die Aufgabe im Glauben und in Gottvertrauen annehmen. Als ehemaliger Schulseelsorger der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim halte er sich an das Wort des Namensgebers der Schule: „Gotteskraft geht alle Wege mit.“

Plettenberg wurde am 6. August 1964 in Birkenfeld geboren und studierte nach Abitur und Wehrdienst als Zeitsoldat Theologie in Trier und Rom. Er wurde am 10. Oktober 1991 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Trier wurde er 2001 bischöflicher Sekretär, promovierte dann und wirkte von 2004 an als Schulpfarrer an der Kooperativen Alfred-Delp-Gesamtschule in Hargesheim. Seit 2010 war er Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Schaumberg im Saarland. In der Synode war Ulrich von Plettenberg Vorsitzender der Sachkommission 5 „Den Glauben an vielen Orten leben lernen“.

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