Typisierung bei den Feuerwehrtagen des Landkreises St. Wendel

Speichelprobe

Sollte es am Wochenende vom 28. bis 30. September rund um den Bostalsee irgendwo brennen, hat das Feuer sicherlich nicht die kleinste Chance. Denn bei den Feuerwehrtagen des Landkreises St. Wendel sind Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Landkreises auf den Beinen. Die Veranstalter kündigen ein großes Programm an. Wer sich in Sachen technischer Hilfeleistung ausbilden lassen will, ist bei den gleichzeitig stattfindenden Weber-Rescue-days genau richtig.

Mit von der Partie ist in diesem Jahr auch eine ganz besondere Hilfsorganisation, die ihre Arbeit ohne Blaulicht und Martinshorn macht: die Stefan-Morsch-Stiftung, die seit über 30 Jahren ganz konkrete Hilfe für Leukämie- und Tumorpatienten leistet. Dirk Schäfer, Kreisbrandinspekteur des Landkreises St. Wendel weiß: „Mit jedem neu registrierten Spender steigt die Chance, einem an Leukämie erkrankten Menschen das Leben zu retten“, – nicht zuletzt deshalb hat er die gemeinnützige Stiftung aus Birkenfeld mit an Bord genommen.

 

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist an allen drei Tagen, jeweils von 9 bis 18 Uhr in Nohfelden-Bosen, Am Seehafen 1, dabei, informiert über ihre Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke und bietet allen gesunden jungen Erwachsenen bis 40 Jahre die Möglichkeit an, sich kostenlos als Stammzellspender registrieren zu lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern können sich Jugendliche bereits ab 16 Jahren typisieren lassen.

11 000 Menschen erkranken jedes Jahr an Leukämie. Oft ist eine Stammzelltransplantation ihre einzige Chance im Kampf gegen Blutkrebs. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Deshalb wirbt die Birkenfelder Stiftung für eine Registrierung in der Spenderdatei.

22

Die Typisierung ist ganz einfach: Nach der Aufklärung füllt der Spender einen Fragebogen zum Gesundheitszustand aus und unterschreibt die Einwilligung. Dann nehmen Mitarbeiter der Stiftung eine Speichelprobe. Im hauseigenen Labor werden daraus die Gewebemerkmale bestimmt. Gemeinsam mit der Spendernummer, Geschlecht und Geburtsdatum werden die Gewebemerkmale pseudonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) geleitet, wo sie für Suchanfragen aus aller Welt zur Verfügung stehen. Sollten die Merkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, wird der Spender von der Spenderdatei, bei der er registriert ist, kontaktiert.

Typisieren lassen kann sich grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite www.stefan-morsch-stiftung.de nachlesen. Die Typisierung ist kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung gerne entgegengenommen – da jede Spenderregistrierung mindestens 40 Euro kostet.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on telegram

ANZEIGEN