Tischtennisspieler der Lebenshilfe räumen bei Special Olympics ab

Kiel / St. Wendel. „Ich kanns gar nedd klaawe, dass ich Gold gewonn hann. Beim nägschde Mol well ich wirrer dabei senn“, der 24jährige Sebastian Klos aus Freisen war superhappy nach seinem Sieg bei den Special Olympics in Kiel, den Nationalen Sommerspielen für Menschen mit geistiger Behinderung.

4600 Sportler aus allen Teilen Deutschlands nahmen im Mai an den Special Olympics in Kiel in diversen Sportarten teil. Mittendrin das kleine Vier-Mann-Tischtennis-Team der  Lebenshilfe-Freizeitgruppe aus St. Wendel mit Delegationsleiter und „Headcoach“ Ralf Wagner. Der Coach war total begeistert von Spielen und Rahmenprogramm: „Ein unglaublich schönes und unvergessliches Erlebnis – allein die emotionale Eröffnungsfeier mit über 10.000 Besuchern in der Sparkassen Arena oder die Athleten-Disco waren schon der Hammer und dann Gold und zweimal Bronze für die Lebenshilfe – ein Traum.“

Seit 2015 gibt es den „Tischtennis-Treff“ der Lebenshilfe Freizeitgruppen, jeden Montag in  der Lebenshilfe-Sporthalle, wo die zehn Sportler von Udo Lorenz trainiert werden. Neben Sebastian Klos waren auch Michael Müller (47 Jahre) aus Oberlinxweiler, André  Hasenjäger (37) aus Neunkirchen und Michael Meisberger  (49 Jahre) aus Oberthal beim zweitägigen Tischtennis-Wettbewerb in Kiel am Start – und wie!

Michael Müller errang in der Altersgruppe ab 30 (Leistungsgruppe 4) ebenso die Bronzemedaille wie Michael Meisberger in der Leistungsgruppe 2 der gleichen Altersgruppe. Ein toller 5. Platz von André Hasenjäger in der Altersgruppe ab 30 (Leistungsgruppe 6) rundete die sensationelle Erfolgsbilanz der St. Wendeler Sportler ab.

Die kleine Delegation der Lebenshilfe St. Wendel verbrachte sechs anstrengende, aber auch sehr schöne Tage in Kiel. Neben und bei den Wettkämpfen und dem tollen Rahmenprogramm blieb genügend Zeit für Gespräche und Kennenlernen. Zudem besichtigte man die Stadt Kiel mit dem imposanten Hafen und unternahm einen kurzen Ausflug nach Eckernförde.

Mächtig Eindruck hinterließ auch der saarländische Innenminister Klaus Boullion, derzeit Vorsitzender der deutschen Sportministerkonferenz. Bouillon war als Zuschauer beim Tischtennis dabei und lud die Sportler mit Behinderung anschließend spontan zum gemeinsamen Abendessen ein. Wie André Hasenjäger fühlten sich alle geehrt: „War datt cool, dass de Bouillong uns ingelaad hadd.“

Die Special Olympics in Kiel mit 27.000 Besuchern waren ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Lebenshilfe St. Wendel und werden der kleinen Crew wohl immer in allerbester Erinnerung bleiben.

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