So, Digital!

Themenweg „Zukunftsenergien“ in Primstal schafft Akzeptanz für globalen Wandel

Der Themenweg in Primstal verbindet in smarter Weise Wandern und die Information über erneuerbare Energien (Foto: Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH)

Willkommen auf den Pfaden der Erneuerung – so könnte die Einladung zum Themenweg „Zukunftsenergien“ in Primstal lauten. Was einst als eine Idee während der ruhigen Zeiten der Pandemie begann, hat sich zu einem bedeutenden Schritt in Richtung Aufklärung und Wertschätzung einer nachhaltigen Zukunft entwickelt.

Volker Becker, der Initiator hinter dem Projekt, bringt im Podcast „So, Digital!“ Licht in das Konzept dieses einzigartigen Wanderwegs. Er erzählt von einem Pfad, der an verschiedenen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien vorbeiführt – Solarparks, Windenergieanlagen und einer Wasserturbine. Diese sorgfältig ausgewählte Route ermöglicht es den Wanderern, die Technologien, die unsere Zukunft gestalten werden, hautnah zu erleben. Mit zwei Wegvarianten – eine kürzere, leicht begehbare Strecke und eine längere, sportlichere Route – bietet der Themenweg Zugänglichkeit für alle, die Interesse an der Zukunft der Energiegewinnung haben.

Das Besondere am Themenweg in Primstal ist die direkte Verbindung zwischen Besucher und Technologie. Durch das Scannen eines QR-Codes mit dem Smartphone können Wanderer in Echtzeit Daten abrufen – wie viel Strom gerade produziert wird, abhängig von den natürlichen Gegebenheiten wie Sonneneinstrahlung oder Windgeschwindigkeit. Diese Interaktivität bringt die abstrakten Zahlen der Energieerzeugung in einen greifbaren Kontext und ermöglicht ein tieferes Verständnis für die Dynamik und Potenziale erneuerbarer Energien.

Doch der Weg ist mehr als eine technologische Demonstration; er kann auch ein pädagogisches Instrument sein, das aufzeigt, wie nachhaltige Energienutzung im lokalen Kontext realisiert werden kann. Becker betont das Potenzial des Weges als außerschulischen Lernort und spricht über das Interesse von Bildungseinrichtungen, den Weg in Lehrpläne zu integrieren. Dies unterstreicht die Bedeutung des Weges als Bildungsressource, die dazu beitragen kann, die Akzeptanz und das Verständnis für erneuerbare Energien in der Gesellschaft zu erhöhen.

Die Umsetzung des Themenwegs ist ein Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung und interkommunale Zusammenarbeit. Durch die Unterstützung der Gemeinde, des Fördervereins Dorfentwicklung und des Smart Cities Projekts wurde aus einer Vision Wirklichkeit. Die Herausforderungen, von technischen Details bis hin zur langfristigen Pflege des Weges, wurden gemeinschaftlich bewältigt.

Der Themenweg in Primstal ist mehr als nur ein Wanderweg; er ist ein Zeichen dafür, wie lokale Initiativen einen Beitrag zur Akzeptanz des globalen Wandelleisten können. Er zeigt, dass der Weg zu einer nachhaltigen Zukunft buchstäblich beschritten werden kann.

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