Theatergruppe um Karl-Arthur Reinshagen bereitet sich auf Auftritte in St. Wendel vor

Josef Bonenberger – Bildarchiv Kreisstadt St. Wendel

Am Freitag, 15. und Samstag, 16. Juli, jeweils um 20 Uhr, wird der Fruchtmarkt in St. Wendel mit den umliegenden Gebäuden, dem Alten Rathaus und der Wendelinusbasilika (im Volksmund auch „Wendelsdom“ genannt) mit ihrer eindrucksvollen Treppenfassade wieder zur Freilichtbühne. Am gleichen Wochenende, an dem auch in Salzburg die weltberühmten Festspiele beginnen, wird die bayerische Theatergruppe „JedermannSpielleut“ unter der Regie ihres Gründers Karl-Arthur Reinshagen, den „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal in St. Wendel aufführen.

„Mit der großen Domtreppe der Wendelinusbasilika als Freilichtbühne bieten wir hier in St. Wendel eine ganz besondere Kulisse, die ihresgleichen sucht“, ist sich St. Wendels Bürgermeister Peter Klär sicher. „Gerade im Hinblick auf den großen Zuspruch im vergangenen Jahr freut es mich sehr, dass die  Veranstaltung auch in diesem Sommer wieder in St. Wendel aufgeführt wird. Auch die aktuelle Coronalage lässt es zu, dass größere Besucherzahlen möglich sind.“

Karl-Arthur Reinshagen, gebürtiger Ottweiler, der heute im bayerischen Weichs lebt und selbst die Rolle des „Tod“ verkörpert, fasste schon 1974 den Gedanken, dieses „großartige zeitlose Stück“ auf die Bühne zu bringen. Im Jahr 2017 hat er dann seine Pläne in die Tat umgesetzt und die freie Theatergruppe gegründet. In seiner Geburtsstadt Ottweiler fand schließlich 2018 die Premiere statt. Reinshagen will dem Publikum eine Geschichte erzählen, „frei von dem ganzen Salzburg-Spektakel“. So können sich die Zuschauer umso mehr auf Text und Spiel konzentrieren. Reinshagen ist fest davon überzeugt: „Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind.“ Und diesen Anspruch hat er an sich und seine Truppe.

Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ wurde 1911 in Berlin uraufgeführt, 1920 hatte es in Salzburg Premiere und gehört dort seitdem zu den Höhepunkten der Festspiele. Das Stück spielt im 15. Jahrhundert und handelt vom reichen Herrn Jedermann, der im Angesicht des Todes sein ausschweifendes gottesfernes Leben bereut. Er tut Buße, und ihm wird daraufhin Gottes Gnade zuteil.

Die freie Theatergruppe JedermannSpielleut besteht aus Kleindarstellern und Schauspielern, teilweise bekannt aus Funk und Fernsehen, rund um Bartholomäus Sailer und Manfred Eichleiter, die im Münchner Theaterraum einen Namen haben. Es sind Menschen, die mit Spannung und Begeisterung dabei sind, um ohne jedes Vorurteil zur Entwicklung des Projekts beizutragen. Am Ende steht die Ehre und das gute Gefühl der Darsteller, Teil dieses großartigen Stückes gewesen zu sein.

Es gelten gegebenenfalls die, zum Zeitpunkt der Aufführungen, geltenden Bestimmungen der aktuellen Corona-Verordnung.

Eintrittskarten zu der Veranstaltung sind für 25 Euro bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, in St. Wendel sind dies Klein Buch + Papier, Büro Kidnap Music, sowie im Internet unter

www.ticket-regional.de sowie gegebenenfalls noch an der Abendkasse erhältlich.

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