Starke Unwetter im Landkreis St. Wendel

In der Nacht zum Montag (17.08.2020) zog eine Unwetterfront mit Gewitter und heftigem Regen sowie Sturmböen über das St. Wendeler Land. Ab 01:30 Uhr waren dann die Feuerwehren im Landkreis gefordert.

Die Feuerwehren im Landkreis wurde zu insgesamt 26 Einsätzen alarmiert.



Am stärksten betroffen war die Gemeinde Namborn. Dort mussten 20 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet werden.
Alle Löschbezirke der Gemeinde Namborn sowie Güdesweiler und Reitscheid zur Unterstützung waren im dortigen Gemeindegebiet im Einsatz um alle Schadensstellen abarbeiten zu können.
Die Szenarien reichten von vollgelaufenen Keller, umgestürzte Bäume sowie zwei Entstehungsbrände in Wohnhäuser durch Wassereinbrüche in Elektroverteilungen.
Hinzu kommen noch zahlreiche Einsatzstellen, bei denen die Hausbewohner zur Selbsthilfe griffen und das Wasser aus Keller- und Wohnbereichen entfernten.

Weiter betroffen waren die Gemeinde Marpingen (1 x Urexweiler), Gemeinde Tholey (1 x Sotzweiler), Freisen (2 x Reitscheid) sowie die Stadt St. Wendel (2 x Kernstadt). Auch dort galt es vollgelaufene Keller oder eindringendes Regenwasser durch beschädigte Dächer von den Wassermassen zu befreien.

Erhebliche Gefährdung für Verkehrsteilnehmer sowie die Einsatzkräfte bestand durch ausgehobene Gullydeckel, welche durch die überfluteten Flächen nicht immer ersichtlich waren.

Weiterhin behinderten mit Geröll und Schlamm überflutete Strassenabschnitte den Straßenverkehr.

Wegen eines Hangrutsches im Bereich Gewerbegebiet „Auenrech „ im Namborner Ortsteil Hofeld-Mauschbach musste die L133 zeitweise in diesem Bereich voll gesperrt werden.

In der Gemeinde Namborn und der Stadt St. Wendel wurden die jeweiligen Lagezentren besetzt. Von dort wurden die Einsätze dann koordiniert. 

Verletzte wurde niemand. 

Nach einer kurzen Beruhigung sind die Einsatzkräfte erneut seit 07:30 Uhr im Einsatz. Der Schwerpunkt befindet sich auch aktuell in der Gemeinde Namborn. Bisher sind dort nur Wassereinbrüche in Gebäuden. 

Lediglich der Löschbezirk Dörrenbach (Stadt St. Wendel) musste zu einem umgestürzten Baum auf der B 420 ausrücken. Das Einsatzende ist derzeit noch nicht absehbar.

Der Landkreis St. Wendel war der am stärksten betroffene Bereich in dieser Nacht im Saarland.

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