St. Wendeler Land: Schwules Prinzenpärchen soll ausgeschlossen werden

Das erste schwule Prinzenpaar des Saarlandes kam aus Theley. Im Jahr 2016 feierten Mietkoch Thomas Nils Bastuck und sein Mann Sadik in Theley kräftig Karneval. Viele Menschen freuten sich mit den beiden und sahen die Regentschaft der beiden als einen gelebten Akt der Solidarität und Toleranz.

Und wie sieht es 2020 aus? Wenn es nach Willen des Saarländischen Karnevalverbandes geht, droht ein Rückschritt.

Denn der Dachverband der Saarländischen Karnevalsvereine (VSK) will ein gleichgeschlechtliches Ehepaar nicht an der Wahl zum „Prinzenpaar des Jahres“ teilnehmen lassen.

Der SPD-Bundestagsabgeordneten Christian Petry dazu: „Ich kenne und schätze die Arbeit des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK). Der Verband hat sich immer wohltuend als Spiegel der Gesellschaft hervorgetan, besonders durch die Weltoffenheit der Karnevalistinnen und Karnevalisten an der Saar. Brauchtum steht dem Verband, gesellschaftspolitische Rückwärtsgewandtheit aber nicht. Eine Nichteinladung des Prinzessinnenpaares aus Kleinblittersdorf wäre diskriminierend. Ich empfehle daher dem VSK nachdrücklich, das Prinzessinnenpaar der Karnevalsgesellschaft Die Rebläuse am 26. Januar gemeinsam mit den Prinzenpaaren aller 180 Mitgliedsvereine des VSK nach Riegelsberg zum traditionellen Prinzenfrühstück einzuladen, damit die Eheleute dort um den Titel des „Prinzenpaars des Jahres“ konkurrieren können.“

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