St. Wendeler Land: Nothilfe-SMS für hör- und sprachbehinderte Menschen

Im Saarland wird mit maßgeblicher Unterstützung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) ab sofort hör- und sprachbehinderten Menschen eine zusätzliche Möglichkeit geboten, in einer Notlage Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste zu verständigen.

Bislang konnten hör- und sprachbehinderte Menschen bei einem Notfall nur Hilfe über ein Notruf-Fax an die 110 oder 112 anfordern. Ergänzt wird diese Möglichkeit jetzt durch die Nothilfe-SMS.

Innenminister Klaus Bouillon: „Die Nothilfe-SMS für hör- und sprachbehinderte Menschen ist eine sinnvolle Ergänzung zum Notruf-Fax. Auch wenn es beim Versand einer SMS technisch bedingt zwar immer zu einer zeitlich verzögerten Zustellung kommen kann, bietet die SMS dennoch eine zusätzliche Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen.“ Der nächste Schritt im Handlungsfeld „Barrierefreie Kommunikation mit Notrufabfragestellen im Saarland“ sei dann die Einführung der sich in der Realisierung befindlichen bundesweiten Notruf-App, so der Minister.

Auch Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie begrüßt die Nothilfe-SMS: „Tatsächlich gab es für Gehörlose keine richtige Möglichkeit, von unterwegs einen Notruf abzusetzen. Die SMS ist ein wichtiger Schritt, um die Situation von Menschen mit Behinderung weiter zu verbessern.“

Aus technischen Gründen kann die Nothilfe-SMS nicht an die bekannten Notrufnummern 110 und 112 gesandt werden, sondern muss an eine speziell dafür eingerichtete Telefonnummer geschickt werden. Die SMS wird für das ganze Saarland zentral unter der Mobilfunknummer

0172 4488921

von der Integrierten Leitstelle Saarland empfangen. Von dort werden polizeiliche Hilfeersuchen an die Führungs- und Lagezentrale der Polizei weitergeleitet.

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