St. Wendel: THW-Ortsverband feiert 60-jähriges Bestehen

 Der THW-Ortsverband St. Wendel hat am Samstag, 23. März 2019, zu einem Festakt ins Kulturzentrum St. Wendel-Alsfassen eingeladen. Anlässlich des 60. Geburtstags sprach Schirmherr und Ministerpräsident Tobias Hans über eine Organisation „von Menschen für Menschen“, die hervorragend in das gesellschaftliche Leben eingebunden sei. THW-Präsident Albrecht Broemme zeichnete Werner Roth aus Gronig mit dem Ehrenzeichen in Gold aus. 

Der Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, trug sich vor Beginn der Veranstaltung auf Einladung von Bürgermeister Peter Klär ins Goldene Buch der Kreisstadt St. Wendel ein. „Es ist für mich eine große Ehre und Freude, in diesem Buch neben Berühmtheiten wie Theodor Heuss, Gerhard Schröder, Franz-Josef Strauß oder Wolfgang Schäuble stehen zu dürfen“, sagte Broemme, der Ende des Jahres nach über 13 Jahren THW-Chef und 14 Jahren als Leiter der Berliner Feuerwehr in den Ruhestand eintreten wird. In das Goldene Buch tragen sich seit ebenfalls rund 60 Jahren Persönlichkeiten ein, die etwas Herausragendes geleistet haben und zu Gast in der Kreisstadt waren. Für Broemme war es der voraussichtlich letzte Besuch in St. Wendel vor dem Ende seiner Amtszeit. 

Mit der höchsten Auszeichnung des THW, dem Ehrenzeichen in Gold, zeichnete der THW-Präsident das langjährige Mitglied Werner Roth aus. Roth ist seit 1974 ehrenamtlicher Helfer. Seit Abschluss seiner Grundausbildung im Jahr 1977 übt Werner Roth wichtige Ämter und Schlüsselfunktionen aus. Broemme würdigte den Bürger aus Gronig: „Zu nennen sind in erster Linie das hohe Fachwissen in nahezu allen Bereichen des THW sowie sein selbstloser, unermüdlicher Einsatz, oft im Hintergrund. Auch die Jugendarbeit ist Werner Roth ein besonderes Anliegen. Er war viele Jahre Jugendbetreuer der örtlichen Jugendgruppe. Sein hohes Engagement und sein Wissen aus seinem beruflichen Hintergrund als Gymnasiallehrer führte 1993 die Jugendgruppe des Ortsverbandes zum Landessieg in St. Ingbert und sogar zum Bundessieg beim Bundeswettkampf 1994 in Mühldorf. Werner Roth leitet viele Jahre die Grundausbildung und bereitet damit viele Junghelferinnen und Junghelfer auf die Zeit im aktiven Dienst vor. „Werner Roth ist eine tragende Säule und mit seiner hohen Fachkenntnis und Einsatzerfahrung ein Vorbild für alle Kameradinnen und Kameraden“, sagte der THW-Präsident. In vielen Einsätzen konnte Werner Roth sein Wissen einbringen, sei es bei Großeinsätzen innerhalb der örtlichen Gefahrenabwehr wie Bränden und Unwetterlagen, bei der Jahrhundertflut 2002 in Magdeburg oder bei vielen technischen Hilfeleistungen , unter anderem für die Stadt St. Wendel. 

Schirmherr und Ministerpräsident Tobias Hans sprach in seiner Festrede von der Wichtigkeit der Bundesorganisation: „Ich gratuliere dem THW-Ortsverband St. Wendel ganz herzlich zum Jubiläum und danke für 60 Jahre Arbeiten und Wirken im Dienste der Gemeinschaft, für 60 Jahre technische und humanitäre Hilfe, auch im Ausland. Das THW ist eine Organisation von Menschen für Menschen! Die saarländischen THW-Verbände sind hervorragend in das gesellschaftliche Leben der Städte und Gemeinden eingebunden. In St. Wendel ist der THW-Ortsverband bei zahlreichen Veranstaltungen und Projekten aktiv und man hat für vielerlei Anliegen ein offenes Ohr! Sowohl den Helferinnen und Helfern des THW-St. Wendel als auch der gesamten THW-Familie wünsche ich weiterhin alles Gute, viel Erfolg und Kraft für ihre verantwortungsvolle und wertvolle Arbeit.“ 

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Hubert Fleisch aus Oberkirchen. Fleisch ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied im THW-Ortsverband St. Wendel. Zur Stärkung der Jugendarbeit wurden Elisabeth Kraß und Oliver Becker zu neuen Ortsjugendbeauftragten berufen.

Untermalt wurde der Abend vom Sänger-Duo Lena und Kathrin Sicks sowie vom Feuerwehrchor der Gemeinde Namborn. Unter der Begleitung eines Tischfeuerwerks schnitten die Ehrengäste eine festlich dekorierte Geburtstagstorte mit dem essbaren Gruppenfoto aller Helfer an. Die 60-jährige Geschichte trugen Helferinnen und Helfer in mehreren Etappen vor und zeigten anschaulich die bewegte Vergangenheit der Organisation.

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