Stadtrat beschließt Bebauungsplanverfahren

St. Wendel stellt Weichen für Umbau des Missionshauses

Foto: Kreisstadt St. Wendel / Josef Bonenberger
Die Stadt St. Wendel hat einen entscheidenden Schritt zur Entwicklung des Missionshausareals unternommen. In der Stadtratssitzung vom 6. Februar wurde das Bebauungsplanverfahren „Missionshaus St. Wendel und östliche Missionshausstraße“ verabschiedet. Dieser Beschluss ermöglicht es der SG Strukturholding, sie hat einen Kaufoptionsvertrag auf den Erwerb der Liegenschaft einschließlich der bestehenden Gebäude mit den Steyler Missionaren abgeschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Missionshaus St. Wendel und östliche Missionshausstraße“ sowie das Verfahren zur Aufstellung der Flächennutzungsplanteiländerung einzuleiten.

Bürgermeister Peter Klär betonte die Bedeutung dieses Schrittes für die Stadtentwicklung: „Mit diesem Beschluss sind die Weichen gestellt, in diesem Bereich eine zukunftsgerichtete Entwicklung für Wohnen und Bildung innerhalb einer nachhaltigen Gesamtkonzeption zu realisieren – und das mit einem regionalen Partner. In unserem Stadtentwicklungskonzept ist der Sicherung eines ausgewogenen und zukunftsfähigen Bildungsangebotes eine essentielle Bedeutung zugemessen.“

Die Kernpunkte des werden die sorgfältige Sanierung und Neunutzung des Areals beinhalten, wobei der Erhalt des kulturellen Erbes und die Förderung einer multifunktionalen Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Geplante Maßnahmen umfassen die Schaffung neuen Wohnraums, die Integration sozialer und inklusiver Angebote, die Ermöglichung touristischer Aktivitäten sowie die Einrichtung einer neuen Naturpark-Grundschule.

Der Startschuss für dieses Projekt wurde von verschiedenen Mitgliedern des Stadtrats begrüßt, jedoch nicht ohne Kritik und Bedenken. Sebastian Schorr von der CDU betonte, dass der heutige Verwaltungsschritt lediglich der Auftakt sei und weitere Informationen in den kommenden Sitzungen erwartet werden.

Marc-André Müller von der SPD äußerte Kritik und Befürchtungen bezüglich der Abstimmung eines Bebauungsplans ohne ausreichende Informationen. Er betonte die Notwendigkeit einer umfassenden und zeitnahen Information der Öffentlichkeit und schlug die Einberufung einer Bürgerversammlung vor, sobald der Investor sein Konzept entwickelt hat. Auch Fraktionen wie die FDP und die Grünen äußerten Bedenken hinsichtlich des Zeitdrucks und der Transparenz des Projekts. Sie betonten die Wichtigkeit, die Öffentlichkeit umfassend einzubeziehen und sicherzustellen, dass die geplanten Maßnahmen den Interessen und Bedürfnissen der Stadt und ihrer Bewohner entsprechen – Mit Ausnahme der AfD sprach sich die gesamte Opposition gegen eine Grundschule auf dem Areal des Missionshauses aus.

Trotz dieser Bedenken stimmte der Stadtrat einstimmig für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens, wobei betont wurde, dass dies lediglich der Beginn eines längeren Prozesses sei und die Öffentlichkeit in allen Schritten umfassend beteiligt werde. Der genaue Zeitplan sieht vor, dass im März die Inhalte des Bebauungsplans vorgestellt werden und vor den Sommerferien eine zweite Stufe der Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt.

Alexander Zeyer, sprach sich ebenfalls positiv über die Entscheidung des Stadtrates aus. Zeyer äußerte: „Das Missionshausareal hat Zukunft und der Beschluss des Stadtrates ebnet den Weg eine neue Gesamtkonzeption zu ermöglichen. Wohnen, arbeiten, lernen und mehr. Das alles ist möglich. Dieses Projekt sucht seines gleichen und öffnet unserer Stadt große Chancen.“

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