St. Wendel: Kreistag beschließt Ausbau des Sirenenwarnsystems

Foto: Thomas Schulze, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pneumatic_siren.jpg

Mit den Auswirkungen der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und dem damit einhergehenden Dank an alle Helfenden, unterstrich Landrat Udo Recktenwald im Zuge der Kreistagssitzung am Montag die Wichtigkeit eines einheitlichen und modernen Sirenenwarnsystems für den Landkreis Sankt Wendel.

Die Frage danach, wie der Katastrophenschutz auch hierzulande besser aufgestellt werden kann, wurde bereits im letzten Jahr mit der Einrichtung eines eigenen Katastrophenschutzamtes und dem zentralen Katastrophenschutzlager in Hofeld-Mauschbach angegangen.

Die neue Technik des Sirenenwarnsystems, die bereits in der Gemeinde Tholey eingesetzt wird, wurde unter der Federführung von Dezernent Uwe Luther und dem Katastrophenschutzamt unter Leitung von Dirk Schäfer geplant und umfasst gegenüber den veralteten Systemen eine größere Reichweite, Sprachdurchsagen, Handlungsempfehlungen und funktioniert selbstverständlich unabhängig von Strom- und Internetzugängen.

Das einheitliche Sirenenwarnsystem ist laut Magnus Jung (SPD) nun ein weiterer Teil einer Gesamtstrategie, der im Zuge des Klimawandels eine immer größer werdende Bedeutung zukommt. Jung betonte dabei, dass weitere Lösungen gefunden werden müssen, die es ermöglichen beispielsweise auch Gehörlose im Warnsystem miteinzubinden. Heike Kugler (DIE LINKE) führte hierzu ergänzend an, dass die Menschen mit dem Aufbau des Sirenenwarnsystems gleichzeitig für dieses sensibilisiert werden müssen, so dass eine (Re-)Traumatisierung von beispielsweise Kindern und Geflüchteten verhindert werden kann.

Recktenwald stimmte einer solchen Sensibilisierung zu und wies darauf hin, dass die Sirenen tatsächlich nur im Ernstfall eingesetzt werden sollen, womit sichergestellt werden kann, dass das Warnsystem entsprechend ernst genommen wird.

Die Kosten der 100 Sirenen von insgesamt 1,2 Mio. €, die es brauchen wird um den Landkreis entsprechend auszustatten, werden mit den Fördermitteln von Bund und Land in Höhe von je 100.000 € sowie dem Haushalt und weiteren Bedarfszuweisungen gedeckt werden können. Die Beauftragung des Aufbaus eines einheitlichen Sirenenwarnsystems für den Landkreis Sankt Wendel wurde einstimmig durch den Kreistag beschlossen.

Die neuen Sirenen sollen schnellstmöglich montiert werden.

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