St. Wendel: Eröffnungsfeier der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB)

St. Wendel. Letzte Woche fand in der Sport- und Kulturhalle der Lebenshilfe St. Wendel die Eröffnungsfeier der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) statt. Im Rahmen dieser Feier wurde den Gästen ausführlich erklärt, um was es bei der EUTB geht und wer sie in Anspruch nehmen kann. Die Beratungsstellen sollen unter anderem dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen, unabhängig von Art, Dauer oder Schwere der Behinderung, Rat und Orientierung bekommen, um individuelle Leistungen zu beantragen.

Die EUTB ist ein neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohten Menschen, deren Angehörige und Fachkräfte, das im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes in ganz Deutschland installiert wurde. Die Beratungsstellen sollen dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung, unabhängig von der Art, Dauer oder Schwere der Behinderung Rat und Orientierung bekommen, um individuelle Leistungen zu beantragen. Dadurch soll das im Bundesteilhabegesetz formulierte Wunsch- und Wahlrecht umgesetzt werden, damit Menschen mit Behinderung selbstbestimmt entscheiden können welche Art und Intensität der Unterstützung und Hilfe sie benötigen, um in allen Bereichen des Lebens an der Gesellschaft teilhaben zu können.

Ziel der Beratungsstellen ist es, die Position von Menschen mit Behinderung gegenüber Leistungsträgern und -erbringern zu stärken. Die Lebenssituation soll durch mehr Selbstbestimmung und Teilhabe verbessert werden.

Eine für Alle

Die EUTB ist eine Beratungsstelle für alle Menschen mit Behinderung, unabhängig von Art, Schwere und Dauer der Behinderung. Die Behinderung muss auch nicht amtlich anerkannt sein. Auch Angehörige, Partnerinnen und Partner sowie Personen aus dem privaten Kreis der Menschen mit Behinderung können sich beraten lassen. Die Berater sind Mitarbeitende im Auftrag einer Institution, Organisation oder Behörde, sowie Ehrenamtliche.

Beratung gibt es zur medizinischen Rehabilitation, wie z.B. Hilfsmittel, Früherkennung oder Frühförderung. Zur Teilhabe an Bildung, z.B. Schulassistenz sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben, z.B. Budget für Arbeit oder berufliche Arbeitgeberzuschüsse. Zu sozialer Teilhabe, wie Wohnen oder Mobilitätshilfen sowie zu unterhaltssichernden und anderen ergänzenden Leistungen, z.B. Übergangsgeld.

Die Beratung wird individuell auf die Bedürfnisse des Ratsuchenden abgestimmt. Auf Wunsch wird sie auch durch Peer-Berater durchgeführt. Das sind Menschen, die selbst von einer Behinderung betroffen sind und somit auch aus dem eigenen Erfahrungsschatz heraus beraten können.

Die Beratung kann entweder telefonisch, per Mail oder in der Beratungsstelle in der Wendalinusstraße 29 in St. Wendel, sowie barrierefrei zugänglich in der Verwaltung der Lebenshilfe St. Wendel oder bei dem Betroffenen zu Hause vereinbart werden. Dies wird auch individuell auf die Situation abgestimmt.

Weitere Informationen sowie Kontakt zu Beratern finden Sie hier.

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