St. Wendel: Deutschlands Beste drücken freiwillig die Schulbank

22 junge Auszubildende treffen sich am 22. und 23.März zu den deutschen Juniorenmeisterschaften Hauswirtschaft. Die 21 jungen Frauen und ein junger Mann kommen aus 10 verschiedenen Bundesländern und lernen den Beruf Hauswirtschaft. Sie haben sich in Regional- und Landesmeisterschaften für die deutsche Meisterschaft qualifiziert und neben der Ehre, für ihr Bundesland an den Start zu gehen, ist die Teilnahme auch eine erstklassige Vorbereitung auf die anstehende Abschlußprüfung. Die Meisterschaft findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt, das Saarland ist erstmals wieder seit 2006 am Zug. Für Amel Aldarwish aus Oberthal, ist es ein Heimspiel. Sie absolviert an der Dr. Walter-Bruch-Schule die Berufsfachschule „Haushaltsführung und ambulante Betreuung“ und hat sich über eine wildcard des ausrichtenden Verbandes für hauswirtschaftliche Berufe qualifiziert. Amel nimmt es ganz gelassen und sagt: „Mich um andere Kümmern macht mir einfach Spaß. Hauswirtschaft ist genau das Richtige für mich. Ich versuche, mich nicht verrückt zu machen und so wie immer zu arbeiten.“

Unter dem Motto „Innovativ und Kreativ für eine nachhaltige Entwicklung“ soll die Verpflegung für einen internationalen Berufewettbewerb geplant werden. Gar nicht so einfach, denn geplant wird nicht alleine, sondern im Team. Die Jury bewertet die Kommunikation im Team und die Sozialkompetenz der Teilnehmer. Genau wie im richtigen Berufsalltag kommt es nicht darauf an, dass jeder alles kann. Die Auszubildenden sollen zeigen, dass sie ihre Stärken und Schwächen kennen und sich für entsprechende Aufgaben einteilen. Wer gelernt hat, miteinander zu sprechen und dem anderen zuzuhören, kommt nicht nur in seinem Beruf, sondern auch sonst im Leben weiter. Lisa Kemmer aus Nalbach geht ebenfalls für das Saarland an den Start und sagt: „Mir gefällt am besten in der Hauswirtschaft das es nie langweilig wird. Ich habe ganz viel Kontakt mit anderen Menschen , mit meinen Kollegen oder den Bewohnern der Seniorenresidenz in Nalbach.

Gastgeber der Meisterschaft ist der sozialpflegerische Bereich der Dr.Walter-Bruch-Schule in der Wendalinusstrasse. Veranstalter ist der Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe mit dem Verband hauswirtschaftliche Berufe Saar. Die Vorsitzende des Bundesverbandes Claudia Forster-Bard freut sich: „Ganz viele der Teilnehmer und Juroren waren noch nie im Saarland. Wir möchten gute Gastgeber sein und Lust auf Hauswirtschaft machen.“ Mit einem Augenzwinkern sagt sie: „Das Saarland und Hauswirtschaft haben schließlich viel gemeinsam: Wir sind klein, werden völlig unterschätzt und sind viel besser als unser Ruf.“

Das sozialpflegerische Berufsbildungszentrum öffnet am Samstag von 9-16 seine Pforten für eine Hausmesse. Parallel zur deutschen Meisterschaft zeigen namhafte Hersteller der Gesundheitsbranche, Reinigungstechnik, Hygieneprodukte und Schulbuchverlage ihre Produkte und Neuentwicklungen. Der Eintritt ist frei. Besucher können sich informieren und werden unverbindlich beraten. Wie kreativ Hauswirtschaft sein kann, zeigt die Hauswirtschaftslehrerin Christine Himbert aus Lebach. Sie schnitzt samstags vormittags eine Figur mit der Kettensäge.

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