St. Wendel: 20 Jahre HAB – Der Geburtstag einer besonderen Schulform

St. Wendel. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Fachschule für Haushaltsführung und ambulante Betreuung (HAB) fand am sozialpflegerischen Standort der Dr.-Walter-Bruch-Schule eine Feierstunde statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Henrike Langendörfer, Abteilungsleiterin am BBZ und Mitbegründerin der HAB in St. Wendel 2002. Da sie sich kurz vor ihrem Ruhestand befindet, wollten die Lehrer/innen und Schüler/innen der HAB sie mit einem besonderen Abschiedsgeschenk überraschen und sich zugleich bei allen FachlehrerInnen bedanken. Bei der Organisation, Planung und Umsetzung ihrer Ideen konnten die Schüler/innen ihr erworbenes Wissen aus den Fächern Nahrungszubereitung, Gestaltung, soziale Betreuung und pflegerische Fachkunde in die Tat umsetzen.

Nach einer kurzen Begrüßung gab Birgit Jenni, Klassenlehrerin und Koordinatorin des Festes, einen Überblick über die Geschichte der Schulform. Hierbei erwähnte sie auch den Anlass der Gründung der HAB vor 20 Jahren, nämlich den Fachkräftemangel im hauswirtschaftlichen und pflegerischen Bereich, der bis heute anhalte. Im Abschluss dankte Schulleiter Hubert Maschlanka allen Beteiligten für die Organisation. Auch Henrike Langendörfer lobte insbesondere die Schüler/innen für ihre tolle Leistung und gab ihnen einige wertvolle Tipps für ihre Zukunft mit auf den Weg.

Nachdem sich alle bei einem Buffet gestärkt hatten, luden die Schüler/innen zu einem Vortrag ein: Cindy Görgen und Franziska Haberger bewiesen ihre medizinische und pflegerische Fachkompetenz bei einer Präsentation über Stoma und bei der Vorführung der professionellen Reinigung eines Stomas.

Als Dankeschön erhielten anschließend alle Fachlehrer/innen ein Blumenpräsent von der Klasse. Besonders erwähnt wurden die Lehrer/innen der Fachpraxis Rita Webers, Steffi Lang, Ruth Gebhardt und Claudia Forster-Bard.

Birgit Jenni verwies zum Abschluss nochmals auf die Wichtigkeit der HAB und die breit gefächerten Zukunftsmöglichkeiten in diesem Bereich. Neben dem Abschluss als „Staatlich geprüfte/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung, Schwerpunkt Haushaltsführung und ambulante Betreuung“ erhalten die Schüler/innen zugleich bei bestimmtem Notenprofil den mittleren Bildungsabschluss. Der erfolgreiche Besuch der HAB führt sogar zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit in der Altenpflege und in der Erzieherausbildung. Somit haben Absolventen der Schulform zukünftig die Möglichkeit, im hauswirtschaftlichen Bereich von Kindergärten zu arbeiten, im Behindertenbereich, in der Altenpflege oder auch in Krankenhäusern. „Deshalb ist es unser Ziel, die Schulform in der Bevölkerung, beim Arbeitsamt und vor allem auch in den Gemeinschaftsschulen bekannt zu machen“, so Jenni. 

Foto: Laura John

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