Sollten sich mehr Bundesligaspieler pflanzenbasiert ernähren?

Können Sportler auf Fleisch verzichten?

Wenn ein Fußballer vom FC Bayern München etwas Ungewöhnliches tut, dann berichtet üblicherweise die halbe deutsche Medienlandschaft darüber. So geschah es auch Anfang 2019, als der Offensivspieler Serge Gnabry berichtete, dass er sich vegan ernährt. Nicht nur brachte ihm diese Offenbarung jede Menge Schlagzeilen ein. Sie löste auch eine Debatte darüber aus, ob Leistungssportler überhaupt auf tierische Produkte verzichten können. Schließlich enthalten diese Eiweiße, die für den Stoffwechsel von Profisportlern besonders wichtig sind.

Wie ein Blogbeitrag von Betway Sportwetten zeigt, ist Gnabry jedoch längst nicht der einzige Athlet, der sich mit der Umstellung seiner Ernährung beschäftigt. So sind etwa der Tennisspieler Novak Djokovic, der Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton und der MMA-Kämpfer Nate Diaz Veganer. Auch der Fußballer Lionel Messi und der Football-Spieler Tom Brady verzichten zumindest teil- oder zeitweise auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel. Im Jahr 2017 haben ganze 15 Spieler des NFL-Clubs Tennessee Titans beschlossen, fortan vegan zu leben. Daraufhin verbesserten sich die Leistungen der Mannschaft und somit auch ihre Ergebnisse.

Doch stimmt es wirklich, dass der Verzicht auf tierische Produkte Sportler nicht schwächt? Und lässt sich an einer solchen Ernährung überhaupt auf Dauer festhalten? Serge Gnabry hat sie jedenfalls nach einem halben Jahr wieder aufgegeben. In seiner veganen Phase holte er sich die benötigten Proteine vor allem aus Hülsenfrüchten wie Erbsen und Linsen. Gründe, warum er wieder damit begonnen hat, Fleisch zu essen, gab er nicht an. Er schloss aber auch nicht aus, irgendwann wieder zur veganen Lebensweise zurückzukehren – eventuell sogar für längere Zeit.

Im Artikel von Betway gibt der Ernährungsexperte Axel Schurawlow Tipps, wie sich auch sportlich sehr aktive Menschen ohne Einschränkungen vegan ernähren können. Unter anderem weist er darauf hin, dass viele Athleten dem Mythos Glauben schenken, dass Fleisch die einzig verlässliche Quelle für Proteine ist. Dabei liefern auch zahlreiche pflanzliche Produkte genug Eiweiß, um leistungsfähig zu bleiben. Dies ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Neben den erwähnten Hülsenfrüchten gehören dazu auch Nüsse, Tofu oder Quinoa.

Wichtig ist vor allem, dass man sich umfassend über Lebensmittel und die darin enthaltenen Nährstoffe informiert. Ideal ist es, wenn man sich mit einem Ernährungsberater austauscht und einen Ernährungsplan zusammenstellen lässt. Dieser enthält überwiegend Obst und Gemüse. Allerdings bestehen vegane Mahlzeiten längst nicht nur aus Obstsalaten und gedünstetem Gemüse. So können zum Beispiel auch Spaghetti Bolognese den Speiseplan bereichern, bei denen die Nudeln aus Vollkorn und der Fleischersatz aus Soja bestehen.

Statistisch ist der Verzehr von Fleisch in Deutschland rückläufig. Von 1991 bis 2020 ging er um 11,5 Prozent zurück, wie die Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung belegen. Die meisten Deutschen, die auf Fleisch verzichten oder zumindest den Konsum reduzieren, geben Tier- und Umweltschutz als Gründe an. Für viele ist der Verzicht auf Fleisch aber ein Schritt, den sie mit dem Fokus auf ihre Gesundheit begründen.

Produkte aus der Massentierhaltung sind üblicherweise mit zahlreichen Medikamenten versetzt, die den Tieren verabreicht wurden. Wer auf Fleisch verzichtet, nimmt beispielsweise weniger Antibiotika in seinen Körper auf. Im Gegensatz dazu sind in vielen Pflanzen Antioxidantien enthalten. Sie bekämpfen Entzündungen im Körper und schützen die Zellen vor Beschädigungen. Wer sich also pflanzlich ernährt, macht sich die heilende Kraft der Natur zunutze – und das, ohne Medikamente zu nehmen. Dieser riesige Vorteil sollte eigentlich das beste Argument für Sportler sein, Veganer zu werden.

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