„Schützen, Impfen, Testen, Öffnen – wir brauchen zeitnah eine abgestimmte Test- und Öffnungsstrategie.“

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Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald hat sich dafür ausgesprochen, ab März das Angebot flächendeckender kostenloser und engmaschiger Schnelltests mit einem Öffnungskonzept für das öffentliche Leben zu verbinden. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Es ist wenig sinnvoll, sich von Lockdown zu Lockdown, von Inzidenzwert zu Inzidenzwert, von Leineanziehen und Leinelassen zu hangeln. Wir brauchen für die Menschen klare nachvollziehbare Perspektiven, ohne darauf zu warten, bis die letzte Virusmutation ausgerottet ist.“

Der Landkreis St. Wendel sei bereit, bis zur Zulassung von zuverlässigen Selbsttests ein flächendeckendes und regelmäßiges Testen der Bürgerinnen und Bürger in Verbindung mit Ärzten, Apothekern sowie öffentlichen und privaten Testzentren analog dem Böblinger Modell auf den Weg zu bringen, wenn damit der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen verbunden wird. Recktenwald: „Das muss der Deal sein! Ich biete hierzu einen konstruktiven Austausch mit allen Beteiligten an, um die Umsetzung zu diskutieren.“



Einerseits könne das regelmäßige Testen asymptomatisch Infizierte und damit Positive ans Tageslicht bringen und damit eine weitere Verbreitung eindämmen. Andererseits erlaube ein negativer Test dem Betroffenen, wieder am öffentlichen Leben teilzunehmen. Dies schaffe die Möglichkeit, nach Kita und Schulen auch wieder den Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu öffnen und entsprechende Angebote zu nutzen: „Der negative, über die App auf dem Smartphone belegte Schnelltest ist die Eintrittskarte und gehört zum Tagesablauf wie das Zähneputzen und Haare waschen.“

Dies setze das weitere Einhalten von Hygienekonzepten (Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes, Abstand, Lüftung) und die Steuerung über Terminvergaben in den Geschäften, Betrieben und Einrichtungen voraus. „Negativer Schnelltest und Regeln einhalten – dann sollte der Nutzung öffentlicher Einrichtungen aus meiner Sicht nichts im Wege stehen. Dies verlangt – wie im Übrigen bei den späteren Selbsttests auch – ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Es schafft aber auch umgekehrt eine Perspektive, die nicht von einem Inzidenzwert abhängt, der von Tag zu Tag variiert“, so der Landrat weiter.

Notwendig bleibe darüber hinaus aus Sicht des Landrates der intensive Schutz vulnerabler, alter und kranker Menschen in Heimen, Kliniken und in der ambulanten Pflege sowie die zu erwartende Intensivierung der Impfung. Recktenwald: „Schützen, Impfen, Testen, Öffnen – das gehört für mich zusammen und bringt mehr als Flexibilität als das Starren auf einen einzelnen Inzidenzwert, der ohnehin nur das abbildet, was bekannt ist. Der Schutz vor Infektionen, die Nachverfolgung von Infektionen, das Vermeiden von Infektionen und der Zugang zum öffentlichen Leben – all das gehört zusammen.“