Schönes Kinderprogramm an den 25. St. Wendeler Figurentheatertagen

Ginganz Don Carlos – Foto: Michael Staemmler

Am Samstag, 19. und Sonntag, 20. November, laden Kreisstadt St. Wendel und Landkreis St. Wendel zu den 25. St. Wendeler Figurentheatertagen ins Mia-Münster-Haus St. Wendel, Wilhelmstraße 11, ein.

„Die Figurentheatertage sind ein fester Bestandteil unseres Kulturprogramms. Ich bin sehr froh, dass sie nach der zweijährigen Zwangspause nun wiederaufleben können. Die unterschiedlichen Spielformen des Figurentheaters regen die Fantasie und Vorstellungskraft an und sprechen nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene an. Mit der Kombination aus kunstvollen Figuren, fantasievollen Bühnenbildern und erstklassiger Spieltechnik, gelingt es den renommierten Bühnen immer wieder, Groß und Klein zu bezaubern und für die Dauer der Aufführung in eine andere Welt zu entführen. Ich wünsche Ihnen und vor allem Euch, liebe Kinder, gute Unterhaltung bei den diesjährigen Vorstellungen“, so Bürgermeister Peter Klär.

„Über die Felder und dann nach links“ von Otfried Preußler heißt das Stück, das am Samstag, 19. November, jeweils um 14 und um 16 Uhr als Co-Produktion der „Hör- und Schaubühne und des Figurentheaters Töpperwien, Stuttgart, aufgeführt wird. Suzan Smadi von der Hör- und Schaubühne und Inga Töpperwien vom gleichnamigen Figurentheater sind zum ersten Mal in St. Wendel zu Gast.

Ihre Geschichte handelt vom Bäckerjungen Ferdl, der in einem karierten Taschentuch alle Süßigkeiten sammelt, die er in der Weihnachtszeit geschenkt bekommt. Das schönste Geschenk, eine wunderbar duftende Pomeranze (ein altmodisches Wort für Orange), legt er sich sogar unters Kopfkissen. Wie es dann weitergeht mit Ferdl, wie er in der Weihnachtsnacht sogar noch über die verschneiten Felder laufen muss und dort die Kimpler-Jule und den Nappl-Karl trifft, die ihm seine Pomeranze abnehmen wollen – das und noch viel mehr bekommen die Puppe Anna und natürlich auch alle Kinder im Publikum erzählt.

Im Abendprogramm am Samstag, 19. November, um 19.30 Uhr, präsentiert das „Figurentheater Gingganz“ aus Scheden-Meensen das Stück „Don Carlos, der Infanterist von Spanien oder das kommt davon, wenn man seine Stiefmutter liebt“ – ein rauschendes Sensations-drama aus dem letzten Jahrhundert.

Die beiden Figurentheaterspieler Mechthild und Michael Staemmler führen an diesem Abend das mitreißende Stück auf.  Don Carlos ist ursprünglich eine Oper von Giuseppe Verdi nach Friedrich Schillers dramatischem Gedicht Don Karlos, Infant von Spanien. Die rustikalen Holz- und Papptheaterfiguren zeigen Freud und Leid vom Infanteristen Don Carlos, die Intrigen um die spanische Krone und die ach so schweren Probleme vom König Philipp von Spanien.

Aus dem deutschen Klassiker wird ein Stück in Augenhöhe, nicht ganz ernst gemeint und längst nicht so tragisch, wie es auf den ersten Blick erscheint. Eine Inszenierung in der Tradition des Volkstheaters mit viel Klamauk, Mord, und Totschlag und … keinem happy end.

Eintrittskarten für die Abendveranstaltung sind zum Preis von 5 Euro für Jugendliche und 10 Euro für Erwachsene an der Abendkasse erhältlich.

Bei den diesjährigen Figurentheatertagen ist zum wiederholten Male das „Hohenloher Figurentheater“ aus Herschbach – mit einem Stück von Tankred Dorst und Ursula Ehler – im Mia-Münster-Haus zu Gast. Jeweils sonntags um 14 und um 16 Uhr führen Johanna und Harald Sperlich das Stück „König Sofus und das Wunderhuhn“ mit 60 cm großen Marionetten auf. Sie haben mit dem Stück den Publikumspreis des 34. Wiesbadener Puppenspielfestivals 2010 gewonnen und freuen sich auf die zahlreichen kleinen und großen „St. Wendeler Figurentheaterfreunde“.

König Sofus liebt seine Enkelin Rosalind. Aber das Wunderhuhn, das Rosalind eines Tages findet, liebt er nicht. Er fühlt sich bei seiner Morgenansprache durch dessen Gegacker gestört und will es schlachten lassen. Als die Prinzessin das Wunderhuhn in Schutz nimmt, wird der König so wütend, dass er beide aus dem Schloss jagt. Von nun an ist er wirklich unausstehlich. Niemand will mehr etwas mit ihm zu tun haben. Auch die Dinge um ihn herum machen sich aus dem Staub: Der Thronsessel wackelt aus dem Saal, sein roter Mantel fliegt davon, seine Schuhe, der Schrank – alles verschwindet spurlos, sogar die schöne Landschaft vor dem Fenster. König Sofus ist auf einmal ganz allein und verzweifelt. Wie es Rosalind schließlich gelingt, mit Hilfe des Wunderhuhns, der Geschichtenerzählerin und ihrer Freunde Timo und Tomo den König wieder zum Lachen zu bringen, wie dieser sich mit dem Huhn versöhnt, und wie dann auch alle Sachen wieder zurückkommen, kann man in der fantasievollen Inszenierung des Hohenloher Figurentheaters erleben.

Mit aufwendig handgeschnitzten 60 cm großen Marionetten und liebevoll gestaltetem Bühnenbild vom Theaterfigurenbau Weinhold, lebendiger Figurenführung, charakteristischen Stimmen, einer Reihe Spezialeffekten, fein abgestimmter Lichtregie und der Musik von Prof. Manfred Schoof verspricht die Umsetzung von Tankred Dorsts Stück über die Bedeutung von Liebe zu kleinen Dingen, Mitmenschlichkeit und Freundschaft ein märchenhaftes Theatererlebnis für Groß und Klein.

Es gelten gegebenenfalls die Regeln der aktuellen Corona- Verordnung.

Eintrittskarten für die Tagesveranstaltungen sind zum Preis von 2,50 Euro für Kinder und 4 Euro für Erwachsene an der Tageskasse erhältlich. Veranstalter ist die Kreisstadt St. Wendel zusammen mit dem Landkreis St. Wendel – Info und Kartenreservierung: www.sankt-wendel.de, Tel. (06851) 8 09 19 30 oder 8 01 51 03.

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