Reges Interesse an Bürgerinitiative „Bahn+Rad im Hochwald“ über alle Parteigrenzen hinweg

Nohfelden. Knapp 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren am 19. Februar zum kurzfristig anberaumten Info-Abend der Bürgerinitiative „Bahn+Rad im Hochwald“ ins Hotel „An der Burg“ zu Nohfelden gekommen. Darunter waren auch Vertreter verschiedener Vereine sowie Mitglieder unterschiedlicher Parteien, so auch gewählte Vertreterinnen aus Kommunalparlamenten. Selbst der Vorstand der Bürgerinitative Nohfelden, die sich für den Radweg auf der Hochwaldbahn einsetzt, war gekommen, um mehr über die mögliche Umsetzung eines Radwegs parallel zur bestehenden Bahntrasse zu erfahren.

Heike Kugler und Daniel Braun informierten über die Idee der Bürgerinitatitive. Vielen Anwesenden war bislang nicht klar, dass das Gleis nicht in die Mitte des einst zweigleisigen Planums verschwenkt worden ist. Darüber hinaus merkten einige Anwesende an, dass die Bevölkerung eben nicht, wie es häufig behauptet wurde, geschlossen hinter dem Abriss der Strecke steht. Eine Bürgerin aus Türkismühle, die unmittelbar neben der Strecke wohnt, stellte dazu fest, dass in ihrer Nachbarschaft viele sich ausdrücklich den Erhalt der Strecke wünschen. „Offenbar wurden hier in der zurückliegenden Zeit einige nicht richtige Informationen gestreut. Für eine sachliche Diskussion werden wir diese in der Öffentlichkeit richtig stellen“, so Heike Kugler, Sprecherin der BI Bahn+Rad im Hochwald.

 

In der Runde war schnell klar, dass man sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik für den Erhalt der Strecke werben will. Auch sollen zu zukünftigen Veranstaltungen Bürgermeister eingeladen werden, denn es wurde von verschiedenen Anwesenden das Bedauern bis hin zum Unverständnis darüber geäußert, dass von diesen auch bei der Streckenbegehung im November niemand da war. Bei einem Entwicklungshorizont des Nationalparks von 30 Jahren sei es völlig unverständlich, eine sich sonst selten bietende Möglichkeit von parallel verlaufendem Radweg zu einer Bahnstrecke jetzt zu vernichten. Wenn der Nationalpark ein Erfolg werden solle, würden die Menschen aus den Ballungsgebieten an der Saar oder dem Rhein-Main-Gebiet nicht kommen, wenn es sich hier bloß um Wald handele, durch den man mit dem Auto fahren könne.

„Der Transport von Fahrrädern mit dem Auto ist sicher etwas für passionierte Radfahrer, aber eher weniger für Familien, die spontan einen Ausflug planen. Es muss ein Gesamtkonzept zur Infrastruktur her, um sowohl im Tourismus als auch für die Bevölkerung etwas bieten zu können. Und dazu gehört natürlich auch die Bahn,“ so Daniel Braun, Sprecher der BI Bahn+Rad im Hochwald.

Die BI Nohfelden sowie die BI Bahn+Rad im Hochwald vereinbarten ein Treffen, um sich eingehend mit dem durch den IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald e.V. erarbeiteten alternativen Radwegplan zu beschäftigen. „Dabei werden wir auch über Möglichkeiten der Zusammenarbeit nachdenken“, so Kugler abschließend.

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