„Unsere Hilfe ist ganzheitlich

Post-Covid-Reha in den MEDICLIN Bosenberg Kliniken

Foto: Bosenberg Kliniken

Die Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung können fast jede Stelle des Körpers betreffen – fast sämtliche Körperteile, Systeme und Organe können in Folge dieser Erkrankung Schäden aufweisen. Die Komplexität des Krankheitsbildes des sogenannten Post- oder Long-Covid-Syndroms stellt Mediziner*innen daher vor besondere Herausforderungen. Gefragt sind fachübergreifende Konzepte, die die Gesamtheit aller Symptome berücksichtigen.

„Wir hatten die Dringlichkeit der Behandlung von Corona-Langzeitfolgen bereits sehr früh, gleich nach der ersten Welle, im Blick“, erklären Chefärztin Frau Dr. Katerina Rosenblum und Chefarzt Dr. Harald Seidler. „Seit Beginn der Pandemie haben wir aber kontinuierlich über die Erkrankung dazugelernt.“ Das Gesundheitsunternehmen MEDICLIN mit Klinikstandorten in ganz Deutschland, zu dem auch die MEDICLIN Bosenberg Kliniken gehören, entwickelte ein bislang bundesweit einzigartiges Konzept, um diese Patient*innen bestmöglich zu behandeln.

Ein systematisches, standortübergreifendes konsiliarisches Netzwerk ist die Basis dieses Konzepts. „Austausch von Know-How ist hier das Stichwort“, erläutert Dr. Rosenblum. Da häufig viele verschiedene Organe und Körpersysteme betroffen sind, ist die Erfahrung von Expert*innen aus verschiedenen medizinischen Disziplinen gefragt. Je nach Art und Ausprägung der Symptome kommen demnach Mediziner*innen aus Neurologie, Innerer Medizin (Pneumologie, Kardiologie, Diabetologie), aus der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie sowie aus der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zusammen. Vorteil: Dieses Netzwerk ermöglicht eine extrem schnelle Diagnosestellung, da Betroffene eben nicht von Facharzt zu Facharzt weitervermittelt werden, sondern alle relevanten Expert*innen direkt mit einbezogen werden.


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Individuell zugeschnittene Diagnostik und Behandlung

Da es sich beim sogenannten Post- oder Long-Covid-Syndrom um ein sehr komplexes Krankheitsbild handelt, ist der Behandlungsansatz immer multimodal – also zusammengesetzt aus Bausteinen verschiedener Fachbereiche. Dennoch erfolgen Diagnostik und Behandlung immer nach einem individuell zugeschnittenen Plan.

Beim Austausch unter uns Mediziner*innen wird manchmal auch deutlich, dass ein Patient oder eine Patientin in einem bestimmten Fachbereich aufgenommen wurde, aber eigentlich aufgrund der Symptomatik auch Spezialwissen von Ärzten aus anderen Fachbereichen benötigt. Die Expert*innen können sich im konsiliarischen Netzwerk über die Patient*innen austauschen: Diese profitieren davon, dass sie konsiliarisch telemedizinisch von den Mediziner*innen auch anderer Kliniken des Konzerns mitbehandelt werden.

„Nur so können wir wirklich einen ganzheitlichen Ansatz gewährleisten“, ist sich Dr. Seidler sicher. „Und das ist ganz im Sinne der Patient*innen.“ Denn häufig gehe es darum, zuerst einmal das Vertrauen in den eigenen Körper zurückzuerlangen, das bei vielen Betroffenen abhandengekommen sei. „Durch Covid gehen Körperkompetenzen verloren. Das schwächt das Vertrauen in den eigenen Körper, der vorher vielleicht immer gut funktioniert hat.“

Große Zielgruppe  

Die Zahl der nach Corona Langzeiterkrankten steigt rapide an. Selbst nach milden Verläufen weisen einige Patient*innen, ca. 10 Prozent, später beeinträchtigende Symptome auf. „Und die Langzeitfolgen der Erkrankten aus der zweiten Welle werden ja teilweise erst in einigen Wochen oder Monaten sichtbar werden“, erklärt Dr. Rosenblum.

Das MEDICLIN-Konzept für die Rehabilitation von Post-Covid-Erkrankungen basiert kurz zusammengefasst auf insgesamt fünf Säulen: Diagnostik, interdisziplinäre Konsile, Therapiemodule, zentrales Post-Covid-Experten-Board („Consensusboard Post-Covid-Reha“) und die wissenschaftliche Auswertung. Ein wichtiger Bestandteil der Post-Covid-Rehabilitation bei MEDICLIN ist der Austausch mit anderen Betroffenen.

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