Notstromaggregat Diesel – alle Fragen und Antworten

Notstromaggregat Diesel - alle Fragen und Antworten

Die Energiekrise und Kostenexplosionen haben Deutschland fest im Griff. Angst macht sich breit, nicht ausreichend Gas für die Wintersaison haben zu können, aber auch Strom wird zu einem Problem. Ein Notstromaggregat mit Diesel-Betrieb kann vorbeugen.

Deutschland steckt in einer Energiekrise, in der Energieträger knapp werden und die Energiepreise ins Unermessliche steigen. Die Regierung sowie Experten halten die Stromversorgung derzeit für gesichert, aber verbindliche Zusage für den kommenden Winter sowie das nächste Jahr können sie nicht treffen. Und was ist, wenn die hohen Stromkosten einfach nicht mehr zu stemmen sind und deshalb der Blackout droht? Die Lösung ist ein Notstromaggregat, das mit Diesel betrieben wird und mit dem die Stromkosten sogar zu sinken sind. Hier findest Du alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Notstromaggregaten mit Diesel.

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Was ist ein Diesel Notstromaggregat und wie funktioniert es?

Bei einem Notstromaggregat mit Diesel-Betrieb handelt es sich um ein externes Gerät zur Stromerzeugung. Es ersetzt die Stromzufuhr der Hausanschlüsse und erlaubt unabhängig von diesen eine Stromversorgung.

Das Notstromaggregat umfasst einen Verbrennungsmotor, einen Generator zur Stromerzeugung und einen Tank. Aus dem Tank zieht der Motor den Kraftstoff, der in kinetische Energie umgewandelt wird. Dadurch kommt es zum Antrieb des Generators und der Stromerzeugung. Die Elektrizität wird in versorgende Anlagen geleitet, sodass elektrische Geräte in Deinem Haus damit betrieben werden können. Je nach Umfang der Stromerzeugung kannst Du auf diese Weise einzelne Stromquellen oder Dein gesamtes Haus mit Strom versorgen. Du kannst aber auch direkt elektrische Geräte an das Notstromaggregat anschließen. Wichtig ist, dass Du Dich bei der festen Installation mit einem Elektro-Fachbetrieb in Verbindung setzt. Denn Elektroarbeiten müssen vom Fachmann durchgeführt werden.

Warum ist ein Notstromaggregat Diesel für den Dauerbetrieb sinnvoll?

Wenngleich der Begriff „Notstromaggregat“ den Einsatz nur im Notfall suggeriert, so eignet sich vor allem ein Notstromaggregat mit Diesel-Kraftstoff für den Dauerbetrieb. Das bedeutet, dass Du Dich damit bei einem eventuellen Blackout selbst mit Strom versorgen kannst, aber Dich auch gänzlich von dem öffentlichen Stromnetz unabhängig machen kannst. Letztere Variante bietet Dir je nach Stromerzeuger-Modell die Möglichkeit, den zunehmend steigenden Stromkosten entgegenzuwirken.

Wo Notstromaggregat Diesel aufstellen?

Grundsätzlich sollte ein Notstromaggregat mit Diesel ausschließlich im Außenbereich betrieben und von dort an das Hausnetz angeschlossen werden. Es ist empfehlenswert, den kürzesten Weg zur Stromanlage zu wählen, damit so wenig wie möglich Energie auf dem Weg verloren geht. Du solltest zudem berücksichtigen, dass ein Notstromaggregat mit Diesel-Betrieb recht laut sein kann und dort aufgestellt werden sollte, wo es Dich sowie Deine Nachbarn nicht stört. Des Weiteren schützt eine Überdachung vor Witterungseinflüssen, welche die Lebensdauer verkürzen können. Außerdem sollte der Standort über eine gute Luftzirkulation verfügen, damit entstehende Wärme und Abgase entweichen können.

Wie Notstromaggregat mit Diesel richtig anschließen?

Vor dem Anschließen von einem Notstromaggregat mit Diesel solltest Du Deinen Energieversorger fragen, ob der Anschluss einer Genehmigung und/oder einer Abnahmeprüfung bedarf und/oder bestimmter Vorschriften unterliegt. In manchen Wohngebieten ist dies der Fall, um einen sicheren Anschluss zu gewährleisten und mögliche Gefahren auszuschließen.

Angeschlossen wird ein Notstromaggregat im Idealfall im Sicherungskasten, weil hier die Hauptleitungen zusammenlaufen und über die Notstromanlage über den FI-Schalter abgesichert werden kann. Üblich ist bei der Installation die Verwendung eines TN-Systems mit Erdverbindung des Stromversorgungssystems für Anschlüsse auf der Versorger- und Verbraucherseite.

Bei dieser Art der Installation musst Du einen Elektro-fachbetrieb beauftragen!

Umschalter installieren:

Zwischen Schalttafel und Sicherungskasten ist ein Umschalter zu installieren. Mit diesem ist die Notstromversorgung zu unterbrechen und herzustellen. Fällt bei Dir der Strom vom öffentlichen Stromnetz aus, legst Du einfach den Umschalter um und das Notstromaggregat übernimmt die Stromversorgung. Es gibt auch automatische Umschalter. Hierbei reagiert ein Sensor mit Anschalten des Notstromaggregats, sobald kein „Hausstrom“ mehr fließt. Zusätzlich sorgt ein Umschalter dazu, dass bei Abschaltung der öffentlichen Stromversorgung sowie bei wiederhergestellten Hauptnetz keine Rückspeisungen der Spannung erfolgen. Wichtig ist, dass Du immer eine Leistung wählst, die der Nennleistung Deines Notstromaggregats entspricht. Das können 1.000 Watt, aber auch 5.000 Watt oder noch mehr sein. Zudem hat das Ausschaltvermögen über dem des öffentlichen Versorgungsnetzes zu liegen, das in Ampere wiedergegeben wird.

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Notstromaggregat mit Diesel

Hast Du all dies berücksichtigt, wird der Anschluss vom Fachmann wie folgt vorgenommen:

– Hauptschalter auf AUS stellen
– im Sicherungskasten die zwei Hauptleitungen suchen, die vom Stromzähler hineinführen (an den dicken Adern zu erkennen)
– Drähte abklemmen und mit Eingang am Umschalter auf Primär- und Netzseiten verbinden
– ebenfalls dickes Erdungskabel vom Sicherungskasten zum Umschalter verlegen und mit Erdungsleiste verbinden
– Kabel mit selbigen Querschnitt vom Umschalter-Ausgang zum FI-Schalter legen und anschließen
– Hinweis: reicht die Leistung von Deinem Notstromaggregat mit Diesel nicht für die gesamte Hausversorgung aus, kannst Du natürlich auch nur einzelne Stromleitungen aus dem Sicherungskasten mit dem Umschalter verbinden

Notstromaggregat Diesel mit Umschalter verbinden:

Angeschlossen wird ein Notstromaggregat mit Diesel-Betrieb in der Regel über ein Kabel, das vom Gerät zu einem Wandstecker verläuft. Dieser Wandstecker unterscheidet sich von einer herkömmlichen Steckdose durch Kupplung und Stifte anstelle von Buchsen. Zudem entsteht im Wandstecker keine Spannung, wie bei normalen Steckdosen. Der Wandstecker muss mindestens die Schutzart IP55 aufweisen.

Diesen setzt Du auf die Hausfassade und zieht von innen die Kabel zum Umschalter und verbindest sie damit. Achte darauf, dass der Kabelquerschnitt der Stromleistung des Aggregats angepasst ist. Danach solltest Du einen Testlauf starten. Stelle den Hauptstromschalter wieder an und kontrolliere, ob im Haus alles wie zuvor funktioniert. Erst dann stellst Du das Notstromaggregat mit Diesel an beziehungsweise legst den Umschalter um und prüfst, ob die gewünschte Stromversorgung über den Dieselgenerator funktioniert.

Wie ist ein Notstromaggregat mit Diesel in einem Mehrfamilienhaus nutzbar?

Auf die gleiche Weise, wie bei einem Einfamilienhaus. Hier ergibt sich häufig aber ein Standort-Problem. In der Wohnung ist ein Diesel-Notstromgenerator nicht nutzbar. Bleiben nur Dachboden oder Keller. Da sich die Stromzähler häufig im Erdgeschoss oder Keller befinden, würde sich hier aufgrund der Nähe ein Standort anbieten. Allerdings hat der Kellerraum über ein Fenster zu verfügen, damit ein Luftaustausch möglich ist.

Bist Du Mieter, solltest Du für die geplante Installation die Erlaubnis des Vermieters einholen. Als Wohnungseigentümer ist es angeraten, die Wohngemeinschaft zu fragen. Zu klären gilt es zudem, wo die Kabel für die Anschlüsse zu verlegen sind. Wenn Du sie durch die Kellerräume der Nachbarn ziehen musst, wird es schwierig. Nicht zu vergessen ist die eventuelle Lärm- und Abgas-Belästigung, die vor allem in den Parterre-Wohnungen zum Problem werden könnte.

Welches Notstromaggregat mit Diesel ist geeignet?

Das kommt auf den Bedarf und Deinen persönlichen Anspruch an. Je mehr Watt Du über das Notstromaggregat mit Diesel zur Verfügung haben möchtest, desto höher sollte auch dessen Leistung sein. Grundsätzlich gilt aber, dass Du maximal 70 Prozent der Leistung in Anspruch nehmen solltest; Du Dir also 30 Prozent als eine Art Reserve für einen eventuellen Problemfall übrig behältst.

Kleine Modelle verfügen meist über eine Leistung zwischen 2.000 und 3.000 Watt. Diese reicht aus, um zum Beispiel Deine Lampen und die elektronische Heizungssteuerung mit Notstrom zu versorgen. Um den Strombedarf eines Einfamilienhauses vollständig zu decken, besitzt ein geeignetes Notstromaggregat mit Diesel mindestens 5.000 Watt. Möchtest Du mit dem Notstromgenerator aber beispielsweise Maschinen in der Hobbywerkstatt oder der Schreinerei betreiben, sind Modelle mit 10 oder mehr Kilowatt pro Stunde die geeigneteren.

Allerdings sollte die Leistung von einem Notstromaggregat mit Diesel auch nicht deutlich über den tatsächlichen Bedarf hinausschießen, denn die Stromleistung wird so oder so vom Generator erzeugt. Das heißt: brauchst Du sie nicht, verschwendest Du unnötig Diesel und folglich auch Geld.

Wo kauft man ein Notstromaggregat Diesel?

Erhältlich sind Notstromaggregate mit Diesel-Betrieb in gut sortierten Baumärkten, im Bau- und Landwirtschaftshandel sowie im Fachhandel für Elektrotechnik. Am besten kaufst Du Deinen Diesel-Notstromgenerator im Internet. Hier ist die Auswahl am größten und aufgrund des starken Wettbewerbs sind sie hier meist auch deutlich günstiger als in einem lokal ansässigen Geschäft. Neben großen Verkaufsplattformen wie Amazon, bieten Dir zudem verschiedene Hersteller den Online-Kauf.

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Die besten Notstromaggregate mit Diesel

Die besten Notstromaggregate mit Diesel sind solche, die einen geringen Verbrauch bei hoher Leistung aufweisen, mit einer Tankfüllung eine lange Laufzeit bieten, über ein relativ leises Betriebsgeräusch verfügen und eine hohe Qualität in puncto Motor, Generator und Materialien besitzen. Hier überzeugen vor allem Markenhersteller wie beispielsweise Scheppach, SDMO und Endress sowie Güde. In einigen Tests konnte sich der Diesel-Notstromgeneratoren RT-PG 5000 von Einhell als Testsieger behaupten.

Was ist besser: Notstromaggregat mit Benzin oder Diesel?

Das kommt auf den Einsatz an. Benzin-Notstromgeneratoren besitzen den Vorteil, dass sie über eine schnellere Zündung verfügen, was sie besonders geeignet für kurze Stromausfälle macht. Auch bei niedrigen Wintertemperaturen springen sie besser an als Diesel-Notstromaggregate. Des Weiteren sind sie überwiegend leichter im Gewicht und geräuschärmer als vergleichbare Diesel-Modelle. Benzinmodelle sind zudem in der Anschaffung meist spürbar günstiger. Allerdings wird es beim Betrieb wieder teurer für Dich, denn der Benzin-Verbrauch ist deutlich höher und Benzin kostet im Normalfall mehr als Diesel. Zusätzlich erwartet Dich ein höherer Wartungsaufwand und Benzinmotoren haben eine kürzere Lebensdauer als Dieselmotoren. Ein weiterer Pluspunkt geht an das Notstromaggregat mit Diesel: Es ist schwerer entflammbar, was insbesondere bei Diesellagerung auf dem Grundstück von großer Bedeutung ist.

Kurzum: wenn Du ein Notstromaggregat für gelegentliche Einsätze in besonders rauen Wintergebieten suchst, ist ein Benzin-Generator eine gute Wahl. Für lange oder dauerhafte Nutzungen, lange Betriebszeiten pro Tankfüllung und eine lange Lebensdauer ist ein Diesel-Notstromaggregat die bessere Wahl. Den teureren Anschaffungspreis hast Du langfristig über den geringeren Verbrauch wieder raus.

Notstromvorsorge

Was verbraucht ein Notstromaggregat mit Diesel?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden, weil das von verschiedenen Details abhängt. Dazu zählen beispielsweise das jeweilige Modell, Motorstärke, Stromleistung und Außentemperaturen an. Im Winter verbrauchen Motoren grundsätzlich mehr Treibstoff, weil sie sich länger in der Kältephase befinden. Aber es gibt eine „Faustrechnung“, an der Du Dich orientieren kannst: Pro 100 kVA (Kilo Volt-Ampere) liegt der Verbrauch bei etwa 20 Litern pro Stunde. 100 kVA entsprechen 100 Kilowatt und 100.000 Watt. Umgerechnet auf eine Stromversorgung eines Einfamilienhauses mit 5.000 Watt machen das 5 Kilowatt und einen Durchschnittsverbrauch von etwa 1 Liter pro Stunde. Das ist allerdings das unterste Maß aller Dinge und es gibt nur wenige Dieselgeneratoren, die diesen Verbrauch erreichen. Realistischer ist ein Verbrauch zwischen 1.3 Liter und 2.0 Liter pro Stunde. Mit anderen Worten: je näher Dein neues Notstromaggregat an den Wert der „Faustrechnung“ herankommt, umso besser.

Wie laut ist ein Notstromaggregat mit Diesel?

Das variiert. Hochwertige Modelle sind häufig zusätzlich mit gesondertem Schallschutz ausgestattet. Das macht sich im Betriebsgeräusch vor allem bei größeren Motoren bemerkbar.

Als relativ leise können Diesel-Notstromaggregate bezeichnet werden, deren mittlere Schallleistung unter 95 dB(A) liegt. Die besten Dieselgeneratoren bewegen sich um die 70 dB. Das entspricht der Lautstärke, wie sie ein vorbeifahrendes Auto verursacht. Aber Vorsicht bei den Herstellerangaben, denn diese messen ihre Werte meist aus einer Entfernung von sieben Metern. Besonders leise geht es bei Diesel-Modellen nur mit speziellen Sonderbauten. Hier kann der Geräuschpegel bis auf 55 dB runtergedrückt werden. Im Vergleich: offene Benzin-Notstromaggregate weisen einen Dezibel-Wert von durchschnittlich 69 auf.

Hapert es bei Deiner Kaufentscheidung nur an dem zu lauten Betriebsgeräusch, kannst Du Dir einfach eine Schallbox selber bauen. Holz ist hierfür ein ideales Material, mit dem Du eine Ummantelung in Kastenform herstellst und diese innen mit speziellen schallisolierenden Materialien auskleidest. Dazu kannst Du beispielsweise dämmenden Schaumstoff kaufen, wie er in Tonstudios Verwendung findet, oder Du nimmst Eierkartons. Wichtig ist, dass der Schallkasten nicht zu nahe am Gerät steht und dass Du Lüftungszwischenräume einplanst, damit ein Luftaustausch weiterhin möglich ist.

Was kostet ein Notstromaggregat mit Diesel?

Kleinere Notstromaggregate mit Diesel sind ab etwa 800 Euro erhältlich. Die Preise für ein 5.000 Watt Diesel-Notstromaggregat liegen im Durchschnitt zwischen 1.600 Euro und 4.500 Euro. Für einen hochwertigen Dieselgenerator mit 10 kVA musst Du mit einem Preis über 10.000 Euro rechnen. Noch leistungsstärkere Modelle sind in der Regel nur für gewerbliche Gebäude sinnvoll. Hier reicht der Preis bis über 50.000 Euro.

Aufgrund der akuten Energiekrise und der sich verbreiteten Unsicherheit auch in Bezug auf die öffentliche Stromzufuhr, ist ein Notstromaggregat mit Diesel derzeit stark gefragt. Deshalb solltest Du nicht zu lange warten und jetzt kaufen sowie unser Newsletter abonnieren. Dann bist Du auf der sicheren Seite und bestens informiert.

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Fazit

Durch ein Notstromaggregat mit Diesel kannst Du Dich vom öffentlichen Stromnetz unabhängig machen, um hohe Strompreise zu umgehen und/oder bei einem Blackout nicht im Dunkeln sitzen zu müssen. Für den längeren sowie konstanten Dauerbetrieb ist ein Diesel-Modell deutlich vorteilhafter als die Benzin-Version. Der Anschluss an das Hausnetz muss von einem Fachmann vorgenommen werden, sonst besteht Lebensgefahr! Erkundige Dich vorher, ob es seitens der zuständigen Behörden einzuhaltende Vorschriften gibt.

 

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