Nonnweiler: Talsperre liefert mehr Trinkwasser

Talsperre Nonnweiler

Die Talsperre Nonnweiler wird mehr Trinkwasser liefern. Dazu wurden am Mittwoch Trinkwasserlieferungsverträge des Talsperrenverbandes Nonnweiler mit den Kunden WVW Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH dem Wasserzweckverband im Landkreis Birkenfeld und der Gemeinde Nonnweiler unterzeichnet.

„Erstmals in der 40-jährigen Geschichte der Talsperre Nonnweiler wird die Lieferung von aufbereitetem Talsperrenwasser an saarländische Bürger konkret“, so der Verbandsvorsteher des Talsperrenverbandes Nonnweiler (TVN), Dr. Joachim Meier. „Alle Gremien haben nun zugestimmt und so können die entsprechenden Trinkwasserlieferungsverträge heute unterschrieben werden und die erforderlichen Maßnahmen können beginnen“, erklären alle vier Partner höchst zufrieden.

Aus einer gemeinsamen Aufbereitungsanlage, die der Talsperrenverband Nonnweiler bauen wird, werden zukünftig die drei Kunden WVW GmbH (bis zu 2,5 Mio. cbm/a), der Wasserzweckverband Birkenfeld (1,0 Mio. cbm/a) und die Gemeinde Nonnweiler (0,7 Mio. cbm/a) Trinkwasser, also insgesamt über 4 Millionen cbm/a beziehen. Erstmals in 2026 soll dann Trinkwasser nach einer 4-jährigen Planungs-, Genehmigungs- und Bauphase an die Bürger im Kreis St. Wendel und nach Rheinland-Pfalz fließen.

Gebaut wird das neue Wasserwerk in der Nähe von Eiweiler. Das Wasser aus der Talsperre Nonnweiler wird über die bestehende Betriebswasserleitung sowie eine neue Zuleitung ins Wasserwerk geleitet. „Aktuell gehen wir von 13,8 Mio. Euro Baukosten aus“, so Dr. Franz Josef Barth, Bürgermeister von Nonnweiler und stellvertretender Verbandsvorsteher. Dies stellt die mit Abstand größte Einzelinvestition für den TVN seit dem Bau der Talsperre dar.

Im Wasserwerk selbst wird das Talsperrenwasser mittels Membrantechnik aufbereitet, einem Verfahren, das erstmals im Saarland eingesetzt wird. „So können wir absolut sicherstellen, dass unsere Kunden beste Trinkwasserqualität aus der Trinkwasseraufbereitungsanlage Eiweiler erhalten“, so die drei Vertreter der Wasserversorger – Friedrich Marx, Verbandsvorsteher des Wasserzweckverbandes im Landkreis Birkenfeld, Hanno Huwer und Patrick Kerwer, Geschäftsführer der WVW GmbH und Dr. Franz Josef Barth.

Von Eiweiler aus wird das Trinkwasser dann durch die Leitungsnetze der jeweiligen Unternehmen zu den Kunden fließen. Gewählt wurde der Standort so, dass die vorgenannten Kunden optimal versorgt werden, aber auch weitere Gebiete und Kunden angeschlossen werden können.

Zudem werden durch den gewählten hoch gelegenen Standort bei den Kunden mehr als 1 Mio. kWh an Pumpenenergie eingespart.

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