Hasborn-Dautweiler

Nominiert zum Ortsvorsteher des Jahres 2021: Martin Backes

Erstmalig sucht wndn.de den/die Ortsvorsteher/in des Jahres. Hierbei konnten alle Interessierten ihre Kandidaten zum/zur Ortsvorsteher/in des Jahres im St. Wendeler Land via Facebook und Instagram nominieren.

Welche Voraussetzungen dabei wichtig sind, seht ihr hier noch einmal.

Heute stellen wir euch Martin Backes, Ortsvorsteher von Hasborn-Dautweiler, genauer vor, sodass ihr euch ein genaues Bild machen könnt. Nachdem alle Nominierten vorgestellt wurden, findet dann die finale Abstimmung statt und wndn.de kürt den Gewinner.

Stellen Sie sich und Ihre Arbeit als Ortsvorsteher/in kurz vor:

Mein Name ist Martin Backes, ich bin 42 Jahre alt, von Beruf Jurist und arbeite im Kommunalmanagement der energis GmbH in Saarbrücken.

Seit dem Jahr 2019 bin ich Ortsvorsteher in Hasborn-Dautweiler. Als Ortsvorsteher versuche ich gemeinsam mit dem Ortsrat sowie den Bürgerinnen und Bürgern den Ort weiterzuentwickeln und attraktiv zu halten. Ich suche dabei den Dialog mit den Bewohnern und stehe jederzeit als Ansprechpartner für verschiedenste Fragen und Anliegen zur Verfügung, ob im persönlichen Gespräch oder über die digitalen Kanäle und sozialen Medien. Einmal pro Woche biete ich zudem eine Sprechstunde an. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tholey funktioniert nahezu reibungslos, was die Arbeit als Ortsvorsteher sehr erleichtert.

Die Corona-Krise hat die Arbeit eines Ortsvorstehers sicher verändert. Nicht alles daran ist allerdings negativ. So hat die Digitalisierung in verschiedenen Bereichen in unserem Ort auch durch verschiedene Förderprogramme einen großen Schub erhalten. Ich hoffe jedoch, dass wir möglichst bald wieder in den Normalmodus zurückkehren können.

Neben meiner Tätigkeit als Ortsvorsteher bin ich auch Vorsitzender der Gemeinschaft der Ortsvereine sowie in einigen weitere Vereinen aktiv wie dem Deutschen Roten Kreuz. Parteipolitisch gehöre ich der CDU an, im Ortsrat schätze ich aber die parteiübergreifende Arbeit auf kommunalpolitischer Ebene. Privat liebe ich es, zu reisen, insbesondere in ferne Gegenden, allerdings ist und bleibt Hasborn-Dautweiler mein Heimatdorf, in dem ich am liebsten lebe.

Was macht Ihren Ort aus?

Um es einfach zu sagen, Hasborn-Dautweiler machen seine Menschen aus. Wenn ich uns Hasborner und Dautweiler beschreiben sollte, würde ich die Eigenschaften „engagiert“, „sozial“, „innovativ“ aber auch in einem positiven Sinne „rebellisch“ wählen. Die Eigenschaften spiegeln sich überall im Ort und auch im Ortsbild wider. 

Mit über 40 Vereinen, unzähligen Veranstaltungen, Aktionen und ehrenamtlichen Initiativen sind wir im Jahr 2018/2019 zum Modelldorf „Soziales Dorf“ im Rahmen des Projektes Landaufschwung gewählt geworden. Die soziale Komponente im Dorf hat sich auch in der Corona Krise gezeigt, als sich quasi aus dem Nichts heraus ca. 60 Leute spontan dazu bereiterklärt haben, als „Lieferhelden“ im Rahmen der Nachbarschaftshilfe aktiv zu werden. Nicht zuletzt deshalb ist diese Initiative vom Bundesland-wirtschaftsministerium mit einer Fördersumme von mehr als 4.000 Euro ausgezeichnet worden. Auch die Initiative „parkours for kids“ des SV Rot Weiß Hasborn ist über die Gemeindegrenzen bekannt und für ihr Engagament in der Corona-Zeit vom Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden.

Neben einer gut funktionierenden Infrastruktur mit neuem Einkaufsmarkt, verschiedenen Einzelhandelsgeschäften und Handwerkern, Banken/Post, Ärzten, Apotheke, Schule, Kindergarten, Seniorenheim, Sporthalle, Kulturhalle, Tankstelle und Gastronomie verfügen wir über ein Gewerbegebiet, das bald erweitert werden wird. Diese Infrastruktur und auch die verkehrsgünstige Lage an der A1 zwischen Trier und Saarbrücken führen dazu, dass gerade viele Familien ihre Zukunft in unserem Ort sehen. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Wohnraum riesig und wir versuchen, neue Baugebiete zu erschließen. Auch die Anzahl der Vereinsräumlichkeiten, Sportstätten und sonstigen Anlagen sucht seinesgleichen. Beispielhaft sei hier das neue Stadion des SV Rot Weiß genannt, das das ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung sehr gut aufzeigt. Die Natur rund um Hasborn-Dautweiler ist ebenfalls intakt, was in Corona-Zeiten sicherlich zur Entspannung der allgemeinen Lage beigetragen hat. Die Menschen können trotz Lockdowns vielen Aktivitäten nachgehen.

Innovativ und auch etwas rebellisch sind wir, weil wir Dinge oftmals anders angehen und gerne Neues ausprobieren. Wir waren etwa das erste Dorf im Saarland, das eine eigene Dorfapp umgesetzt hatte. Das Beispiel hat mittlerweile auch in anderen Orten Schule gemacht. Wenn es um unser Dorf geht, setzen wir uns zu 120% ein, auch wenn dies einmal zu Konflikten mit Dritten (z.B. Gemeindeverwaltung, Bistum etc.) führt. Vielleicht ist dies auch in unserer DNA aus der Geschichte heraus verwurzelt, denn Nikolaus Warken, der als erster Gewerkschaftsführer der Bergleute an der Saar gilt, war ein Bürger unseres Ortes.

Die Geschichte des Ortes Hasborn-Dautweiler wurde übrigens im neuen Heimatbuch des historischen Vereins aufbereitet (erschienen Ende 2021). Dort fndet man im Detail auf rund 740 Seiten, was den Ort von der Steinzeit bis ins Jahr 2021 ausmacht.

Was wollen Sie in Ihrem Ort noch erreichen?

Zunächst gilt es einmal, die Infrastruktur zu erhalten und nach Möglichkeit auszubauen. Die Sicherung der ärztlichen Versorgung und die Wiederansiedlung eines Zahnarztes sind dabei genauso im Augenmerk wie der Ausbau von Gewerbe, Dienstleistungen und nach Möglichkeit auch Gastronomie. Zudem wird die Ganztagsbetreuung rund um die Grundschule neu errichtet und konzeptioniert. Die Renovierung des Kindergartens, dessen Gebäude von der Gemeinde Tholey übernommen werden wird und die Schaffung von coworking spaces im ehemaligen Schwesternhaus sind weitere Ziele. Entscheidend wird es für die Zukunft eines Ortes sein, junge Familien im Dorf zu halten oder anzusiedeln. Dazu müssen noch mehr Neubaugebiete erschlossen werden. Ein solches ist im Bereich Pfarrwittum geplant. Thema für die nächsten Jahre wird auch der sensible Bereich Friedhofsgestaltung sein. Neue und alternative Bestattungsformen müssen weiterhin angeboten werden. Im Haushalt der Gemeinde stehen für Hasborn-Dautweiler dort schon konkret Haushaltsmittel bereit. 

Darüber hinaus möchte ich die Zusammenarbeit der Bürger und Vereine gerade nach der Corona-Krise wieder stärken. Dazu sollen unter anderem Dorfworkshops dienen, die den Zusammenhalt im Dorf fördern aber auch die Verwirklichung von Projekten wie Dorfverschönerungs- oder Naturschutzmaßnahmen voranbringen sollen.  Die Unterstützung der Jugend (seit 2019 haben wir eine Jugendhütte) und die Unterstützung der Vereine (Bau eines neuen Feuerwehrhauses, Umfeldgestaltung Schwesternhaus/Vereinsraum, fortlaufende Innensanierung Sporthalle) sind weitere Anliegen. Die dauerhafte Durchführung unseres größten Volksfestes, der St.Bartholomäuskirmes, ist mir ein besonderes Anliegen.

Ein besonderes Augenmerk soll schließlich auf die die Digitalisierung gelegt werden. Neben dem FTTH-Ausbau gehören dazu auch Themen wie smart city/village (IoT-Lösungen wie etwa intelligente Straßenlaternen, Sensoren für Parkraumüberwachung etc.), die allerdings nur in Zusammenarbeit mit der Kommune umgesetzt werden können.

Mit all diesen Ideen und Initiativen werden wir im Jahr 2022 an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen und hoffen dabei auf eine gute Platzierung.

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