Nohfelden-Türkismühle: „Junge Menschen, die sich für ihre Zukunft einsetzen, was will man eigentlich mehr ?“

Die Wahl-O-Mat Tour 2019 startete in der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle mit vielen interessanten Fragen. Bei der Tour können Schülerinnen und Schülern Politikern Fragen zu europapolitischen Themen stellen. Vom Mittwoch, den 8. Mai bis Donnerstag, den 23. Mai sind die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes, der Landesjugendring Saar und die Arbeitskammer des Saarlandes mit ihrer Veranstaltungsreihe „Wahl-O-Mat on Tour“ im Saarland unterwegs. 

Auftakt war am Mittwoch in Nohfelden-Türkismühle. Sören Bund-Becker von den Grünen, Roland König von der FDP, Eugen Roth von der SPD und Roland Theis von der CDU beantworteten zunächst die Thesen, die im online Wahl-O-Mat behandelt werden. Hierbei bekam jeder Politiker eine These vorgelesen und konnte seine Meinung und die Position seiner Partei dazu darlegen. Einzig ein Joker konnte hierbei gezogen werden, wenn zu einem Thema eine andere Meinung darzubringen war. Dieser wurde sowohl von Eugen Roth als auch von Roland Theis bei dem Thema Wahlalter ab 16 gezückt, da die Parteimeinungen hierbei auseinander gehen. Für Roland Theis steht das aktive und passive Wahlrecht eng in Verbindung, sodass er für eine Wahl ab 16 ist, Eugen Roth jedoch fordert vor allem nach den Fridays-for-Future Debatten eine größere Mitbestimmung für Jugendliche. 

Die Fridays-for-Future Streiks waren jedoch auch im zweiten Teil der Veranstaltung ein großes Thema. In diesem Teil konnten die Schüler ihre persönlichen Fragen an die Politiker stellen. So wurde vor allem über Demonstrationen sehr intensiv diskutiert. Jedoch sind sich hier die Schülerinnen und Schüler selbst nicht einig, welche Meinung sie jetzt vertreten. Worin sich jedoch die anwesenden Politiker einig waren, ist, dass die Streiks alleine nicht helfen, wenn nicht auch nachhaltig im eigenen Umfeld etwas verändert wird. So appellieren sie an die Schüler sich weiter für die Umwelt und ihre Zukunft einzusetzen.

Ein weiteres Thema, das den Schülerinnen und Schülern besonders am Herzen lag, war der stetig steigende Rechtsruck dem die EU ausgesetzt ist. Hierbei mussten sie jedoch feststellen, dass auch keiner der anwesenden Politiker eine genaue Lösung hatte, um diesen zu stoppen. Die Parteivertreter waren sich jedoch einig, dass man diesen Ernst nehmen muss und sich mit dem Problemen beschäftigen muss, um den Rechten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sören Bund-Becker versucht jedoch auch etwas Positives darin zu finden, indem er die Schülerinnen und Schüler noch einmal darauf hinweist, dass gegen diese Bewegungen nur wählen gehen hilft.

Auch Georg Vogel, Geschäftsführer des Landesjugendrings, appelliert an die Schülerinnen und Schüler, dass sie selbst wenn sie selbst noch nicht an der Europawahl teilnehmen dürfen, über ihre Erkenntnisse der Veranstaltung sprechen sollen und damit andere zum Wählen animieren. Denn auch Schulleiterin Monika Greschuchna merkt an, dass die Schülerinnen und Schüler, durch diese Veranstaltung noch einmal ihr Demokratieverständnis stärken konnten. Außerdem ist sie sehr stolz auf ihre Schüler, die viele kritische Fragen gestellt haben.

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