Nohfelden: Indienhilfe Obere Nahe unterstützt wichtige Hilfsprojekte mit 55.000 Euro

(Foto: Peter Zell)

Hoppstädten-Weihersbach. In diesem Jahr konnte der Verein für die Projekte in Indien insgesamt 55.000 Euro zur Verfügung stellen. Das Rekordjahr 2017, wie Vorstandsvorsitzender Dominik Werle bestätigt, konnte nochmals getoppt werden: „Mit den diesjährigen Spendengeldern kommen wir auf diese stolze Summe.“

Pater Franklin und seine Mithelfer können sich freuen. Er gehört dem Orden der Pilar Fathers in Bhopal an und unterstützt mit seiner Arbeit seit Jahrzehnten vor allem Kinder, die in Indien keine Chance auf Bildung hätten und in den meisten Fällen auch keine Chance auf das Überleben hätten.

Die Pilar Fathers sind auf Spenden aus Deutschland angewiesen, um die durch Unterstützung der Indienhilfe ins Leben gerufenen Projekte weiter erfolgreich betreiben zu können. Im März dieses Jahres war es wieder soweit. Pater Franklin Rodrigues und die Patres Valerio und Lino besuchten die Region und so hatten die Freunde aus Indien auch die Möglichkeit sich persönlich vor Ort zu bedanken.

Die hiesige „Indienhilfe“ wurde 1983 von der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach und dem damaligen Bürgermeister und heutigen Ehrenmitglied Arnold Meiborg ins Leben gerufen. Hieraus ging im Januar 2000 der heutige Verein „Indienhilfe Obere Nahe e.V.“ hervor. Der Verein wird mittlerweile gemeinsam von Dominik Werle (links im Bild, 1. Vorsitzender, wohnhaft in Hoppstädten) und Michael Dietz (rechts im Bild, 2. Vorsitzender, wohnhaft in Bosen) geführt. Auf der letztenMitgliederversammlung am 22. Februar wurde der komplette Vorstand wiedergewählt und in ihrer Arbeit bestätigt. Über die Kreis-Grenzen hinaus harmoniert die Zusammenarbeit und es werden in den Landkreisen Birkenfeld und St. Wendel verschiedene Projekte angestoßen.

Täglich stehen Kinder in schrecklicher Not vor den Türen der Ordensgemeinschaft in Bhopal. Diese nimmt Waisenkinder auf, die teilweise von ihren Verwandten einfach zurück gelassen werden. Aber auch Familien mit Leprakranken, die wie Aussätzige behandelt werden. Viele Bedürftige finden in den Kinderheimen und Wohnhäusern eine neue Heimat. Auch ein Altenheim gehört zu den Einrichtungen des Ordens. Ein besonderes Projekt ist das Ziegenprojekt. Für einfache Familien auf dem Land ist das eine große Zukunftschance. Jede Familie bekommt zwei Ziegen. Die ersten beiden weiblichen Jungtiere müssen dann an andere Familien weitergegeben werden. So breitet sich die Hilfe im Schneeballsystem aus – Hilfe zur Selbsthilfe.

In der Millionenstadt Kalkutta gibt es viele völlig verarmte und kranke Menschen, die auf der Straße leben und sich von Abfällen ernähren oder es fehlt an Trinkwasser. Dadurch werden sie krank. Das Projekt „Eine Mahlzeit am Tag für Hungernde“ entstand vor über 10 Jahren. Die Helferinnen und Helfer des Ordens verteilen täglich 250 bis 300 Mahlzeiten aus.  Es gibt überwiegend Reis, Linsen und Gemüse. Die Kosten belaufen sich auf circa 7,50 € pro Monat, um die Ärmsten der Armen täglich mit einer warmen Mahlzeit und einem Becher Trinkwasser zu versorgen.

Im Rahmen des diesjährigen Besuches von Pater Franklin sammelten auch Schülerinnen und Schüler in Hoppstädten-Weiersbach und Nohfelden fleißig Spenden, die den Patres überreicht werden konnten.

Wer die Indienhilfe Obere Nahe e.V. unterstützen will, kann dies mit einer Geldspende tun. Die Spendengelder kommen den Armen in Indien direkt zu Gute, denn die Arbeit der Indienhilfe wird komplett ehrenamtlich organisiert. Außerdem können Kleidung, Kinderspielsachen und andere Haushaltswaren bei Birgitta Schmidt oder Dominik Werle in Hoppstädten abgegeben werden. Die Kleider-Container am Nah und gut-Markt Decker in Hoppstädten und am Umwelt-Campus Neubrücke wurden wieder abgebaut. Der Verein kooperiert mit der Kleiderkammer der Ev. Kirche in St. Wendel.  Diese lässt der Indienhilfe regelmäßig Spendengelder von den Erlösen zukommen.

Außerdem können Interessierte das neue Buch über Franklins Lebenswerk bei den Vorsitzenden Dominik Werle und Michael Dietz erwerben – vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk. Im Buch „Pater Franklin Rodrigues – eine Vision, eine Mission, ein Leben“beschreibt Simone Fischer einen Mann, der den Kindern der Ärmsten in seiner Heimat Indien ein Leben jenseits der Slums ermöglicht. Durch medizinische Versorgung und Projekte zur Armutsbekämpfung habe er mehr als 30 000 Menschen geholfen – besonders den Kindern der Ärmsten.

Spendenkonto

IBAN: DE17562500300000216399;

Konto 216 399 bei Kreissparkasse Birkenfeld (BLZ 562 500 30)

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