Neujahrsempfang der Gemeinde Nonnweiler – Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger kam als Ehrengast

Am gestrigen Sonntagnachmittag hatte der Bürgermeister der Gemeinde Nonnweiler, Dr. Franz Josef Barth, zum alljährlichen Neujahrsempfang seiner Gemeinde in die Kurhalle nach Nonnweiler geladen. Der Bürgermeister begrüßte neben Bundestagsmitglied Christian Petry, dem Abgeordneten des saarländischen Landtages, Dr. Magnus Jung und Ehrengast Anke Rehlinger, der saarländischen Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, natürlich auch alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, insbesondere die vielen Vertreter ortsansässiger Unternehmen und Vereine.

Eröffnet wurde der Nachmittag mit Musik vom Blechbläserensemble des Musikvereins Braunshausen, wobei der Bürgermeister höchstpersönlich zur Posaune griff. Nach diesem ersten musikalischen Beitrag hielt Anke Rehlinger, Spitzenkandidatin der SPD bei den diesjährigen Landtagswahlen, ihre Ansprache. Sie lobte die „zupackende Art“ Barths, der den Gästen als Bürgermeister zunächst einmal „den Marsch geblasen“ habe.

Rehlinger betonte in ihrer Rede die Wichtigkeit und den hohen Stellenwert des Ehrenamtes, nicht nur in der Gemeinde Nonnweiler, sondern saarlandweit, vor allem in solch bewegten Zeiten sei das Ehrenamt eine wichtige Konstante. Die vielen Ehrenamtler leisten einen Beitrag dazu, dass „das Saarland so schön ist, wie es ist“.

Neben den üblichen besten Wünschen für das neue Jahr, wünschte Rehlinger sich ein „friedliches Jahr“ und betonte, wie wichtig es sei, den sozialen Frieden in der Gesellschaft zu wahren. Der Aufschwung der Nationalisten und nationalistischer Bewegungen werfe viele Grundsatzfragen in Bezug auf die Zukunft unserer Gesellschaft auf. Wichtig sei vor allem mehr Menschlichkeit, die Menschen und ihre Bedürfnisse sollten im Mittelpunkt stehen, dabei sei die Politik in der Verantwortung auf den Einzelnen und seine Belange und Probleme einzugehen. Das sei die Politik den Menschen schuldig.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei auch 2017 wieder soziale Gerechtigkeit. Hier sprach die Ministerin den Mindestlohn an, der in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch nicht ausreiche. Die Menschen verdienen für ihre Arbeit mehr Wertschätzung, was nicht nur für den Mindestlohn, sondern auch für den Ruhestand, hat man ein Leben lang gearbeitet, so sollte man auch im Ruhestand vernünftig dafür entlohnt werden. Des Weiteren erklärte Rehlinger, dass die zunehmende Digitalisierung am Arbeitsplatz zu einer zusätzlichen Belastung, manchmal sogar Überforderung der Arbeitnehmer führe. Auch hier sei es besonders wichtig, auf den Einzelnen einzugehen. Außerdem müsse man mehr Wert auf die Pflege und Unterstützung kranker Menschen legen. Hier gelte es mehr für das Pflegepersonal tun und somit auch junge Menschen dazu anspornen, einen Beruf in diesem Feld zu erlernen.

Rehlinger lobte außerdem die „florierende Wirtschaft“ in der Gemeinde Nonnweiler, die mit vielen „gut aufgestellten Unternehmen“ sehr stark sei. Auch im Tourismusbereich habe die Gemeinde vor allem mit dem Nationalpark und dem neu errichteten Keltenpark sowie mit der Freizeitanlage am Peterberg einiges zu bieten. Hier sei es auch in Zukunft wichtig, in eine gute Infrastruktur zu investieren.

Zuletzt nahm Anke Rehlinger noch Bezug auf das Thema Sicherheit. Auch hier gebe es viel Diskussions- vor allem aber Handlungsbedarf. Als Beispiele nannte sie hier vor allem die Installation von Kameras, dort, wo diese Verbrechen verhindern oder bei deren Aufklärung helfen könnten. Zum Abschluss ihrer Rede warnte die Ministerin vor den Nationalisten, diese Leute hätten kein Interesse daran, Probleme zu lösen, es handele sich bei ihnen lediglich um Hetzer, die auf die Ängste der Bevölkerung setzen. Sie betonte, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt für 2017 im Mittelpunkt stehen solle.

Bevor der Bürgermeister dann im Anschluss seine Neujahrsansprache hielt, sorgte die Acapella-Gruppe „Tonart“ für musikalische Unterhaltung.

Dr. Barth bezog sich in seiner Ansprache zunächst auf die Entwicklungen innerhalb der Gemeinde im vergangenen Jahr. Hierbei betonte er vor allem die Fortschritte in der interkommunalen Zusammenarbeit, die bereits 20 verschiedene Maßnahmen umfasse. Ein weiterer wichtiger Erfolg sei die Förderung der örtlichen und gemeindlichen Entwicklung durch das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK).

Große Ziele in den kommenden Jahren seien unter anderem die Errichtung eines Zentralgebäudes im Keltenpark sowie der Ausbau der Bahntrasse von Freisen bis Bierfeld als Fahrradweg.

Besonders lobend hob Barth das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr innerhalb der Gemeinde sowie der Gemeindestiftung „Wagner-Tiefkühlprodukte“ hervor. Zum Abschluss nahm der Bürgermeister Bezug auf die „Enttäuschungen und Tragödien“ auf weltpolitischer Ebene im vergangenen Jahr, wobei er an die Gäste appellierte, zur Wahl zu gehen und sich diesen Entwicklungen entgegenzusetzen.

Der offizielle Teil des Neujahrsempfanges wurde mit einer Zugabe des Braunshausener Blechbläserensembles beendet.

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