Modellprojekt – Smart Cities im Wendeler Land

Der Begriff der Smart City ist derzeit noch ein sehr junger Begriff und daher noch wenig verbreitet. Er beschreibt Konzepte und Ideen für urbane Gebiete, durch die Städte mithilfe moderner Technologie ein effizientes, umweltschonendes und dadurch angenehmes Leben ermöglichen sollen. Durch vernetzte und integrierte Kommunikations- und Informationstechnologien werden Infrastrukturen, Dienstleistungen und Kommunikation gestützt.

Modellprojekt Smart Cities in Deutschland

Die Bundesregierung will mit dem Modellprojekt Smart Cities Kommunen dabei helfen, strategisch und stetig ihre Digitalisierung weiter auszubauen, sie in die Stadtentwicklung zu integrieren und so die Städte nach und nach nachhaltiger zu gestalten. Das Förderprogramm sieht vor, dass für alle Sektoren übergreifende Strategien zur Digitalisierung des Stadtlebens entwickelt und ausprobiert werden sollen. Für das Modellprojekt Smart City konnten sich Städte bis zum 14. März 2021 bewerben und so auf eine Förderung der digitalen Modernisierung durch die Bundesregierung hoffen. Das Förderprogramm will die ausgewählten Kommunen, zu denen auch St. Wendel gehört, beim Ausbau und der Handlungsfähigkeit in Bezug auf die Digitalisierung unterstützen. Schon heute leben mehr als 50% der Menschen weltweit in urbanen Räumen. Diese Zahl wird in den nächsten Jahrzehnten noch weiter ansteigen. Der Klimawandel und die demografischen Veränderungen stellen die Städte darum vor große Herausforderungen was Nahrungsmittelversorgung, Energieversorgung, Gesundheitssysteme, Mobilität und Kommunikation betrifft. Um in allen diesen Bereichen den Bedürfnissen der Bürger nachkommen zu können, bedarf es einer smarten Infrastruktur, die die Verteilung der nötigen Ressourcen sicherstellt. Diese Infrastrukturen bilden die Smart Cities. Alle Bereiche des Lebens, vom Bildungssystem, mit der Digitalisierung an Schulen, bis hin zum Gesundheitssystem wird die Digitalisierung das Leben erleichtern. Vor allem eine Digitalisierung im Gesundheitswesen ist sehr wichtig und wird zukünftig die Behandlung von Patienten erleichtern. Denn Patient und Arzt können digital miteinander kommunizieren und wichtige Daten austauschen, seien es die aktuellen Körperfettwerte zur Analyse oder das Ausstellen von Rezepten. Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich wird viele Vorteile für Patienten und Ärzte mit sich bringen.

Der Lankreis S(mar)t. Wendeler Land

Der Landrat des St. Wendeler Landes, Udo Recktenwald, freut sich, dass sich die Kommune mit ihrer starken Bewerbung bei dem Förderprogramm gegen die anderen Bewerber durchsetzen konnte. Er betont, dass “Smart Cities” für die Region einen großen Schritt nach vorne in Sachen Digitalisierung bedeutet. Die Schwerpunkte liegen bei dem Projekt auf den vier Gebieten des Bürgerdienstes, der Mitgestaltung, der Daseinsvorsorge und der Mobilität. Die integrierte Smart City-Strategie wurde von der Bürgschaft, dem Landkreis und den acht Kommunen zusammengestellt. Die einzelnen Maßnahmen sollen die Kommunen miteinander verknüpfen und dabei helfen, gewinnbringende, digitale Lösung für die ländlich geprägte Region herauszuarbeiten.

Der Schwerpunkt der Strategie liegt auf den vier bereits genannten Ökosystemen des Bürgerdienstes, der Mitgestaltung, der Daseinsvorsorge und der Mobilität. Sie sollen durch die Digitalisierung stärker nutzbar gemacht werden. Die Basis für das Vorhaben bildet die S(mar)t. Wendeler Datenplattform. Dem Projekt geht es vor allem um die Aufbereitung von Daten in Echtzeit zu Informationszwecken, um demokratische Entscheidungsprozesse, bei denen die Beteiligung daran für die Bürger vereinfacht werden soll und um bezahlbare und erschwingliche Mobilität. Bei alldem sollen die Wertschöpfungs- und Datenkreisläufe kontinuierlich überwacht und evaluiert werden, um eine positive Bilanz sicherzustellen. Außerdem kümmert sich ein Datentreuhänder um die Datenverarbeitung, damit der Datenschutz sichergestellt ist.

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