Mitgliederversammlung der Lebenshilfe St. Wendel

St. Wendel. „Der Lebenshilfe gebührt Dank, Anerkennung und Respekt für ihre Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen. Sie haben die behinderten Menschen aus dem Schatten ins Licht geholt, mitten in unsere Gesellschaft und unsere Gemeinschaft“, Landrat Udo Recktenwald sparte bei der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Kreisvereinigung St. Wendel e.V. nicht mit Lob für den Gastgeber. Recktenwald: „In einer hektischen von Egoismus geprägten Zeit ist die Rückbesinnung auf die wahren Werte des Menschseins wichtig. Die Lebenshilfe ist ein verlässlicher und unverzichtbarer Sozialpartner in unserm Landkreis.“

Vorsitzender Bernhard Müller ließ im Lebenshilfe-Zentrum das Jahr des 50. Vereinsjubiläum kurz Revue passieren und erwähnte als Höhepunkte den Besuch der Young Americans, die 50-Jahr-Feier im Lebenshilfe-Zentrum und der Lindenau und als Höhepunkt das Guildo-Horn-Konzert mit über 5.000 Besuchern auf dem Schloßplatz – „es war einiges los“, so Müller.

Gegen den bundesweiten Trend ist die Mitgliederzahl der Lebenshilfe St. Wendel weiter leicht angestiegen – um 16 Personen auf inzwischen 581 Personen. Lange hat  das Wohnangebot der Lebenshilfe in St. Wendel große Sorgen gemacht, da alle Plätze belegt sind und es zum Teil lange Wartezeiten gibt. Jetzt kam aus dem Sozialministerium die tolle Nachricht, dass man demnächst neue Plätze schaffen darf. Im Stationären Bereich werden mit einem Ersatz-Neubau 24 Plätze geschaffen; dazu kommen vier Kurzzeit-Plätze und acht Plätze im Selbstbestimmten Wohnen. Dies bedeutet für die Lebenshilfe ein hohes Investitionsvolumen von geschätzt circa sechs Millionen Euro, das es „zu stemmen“ gilt.

vorstand
Der neue Vorstand der Lebenshilfe St. Wendel. Von links: Hans-Josef Scholl, Anette Federkeil, Markus Karsch, Jêrome Laubenthal, Vorsitzender Bernhard Müller, Rudi Schmitt, Erich Weil, Franz Josef Schumann, Dr. Michael Singer und Dr. Philipp Steffens. Es fehlt Dr. Christof Zeyer.

„Die Lebenshilfe mit ihren rund 800 Mitarbeitern in St. Wendel und Merzig-Wadern ist gut aufgestellt, es hat sich viel bewegt und es läuft rund. Bei einer Bilanzsumme von 20 Millionen Euro ist die wirtschaftliche Lage des Vereins gut“, vermeldete Bernhard Müller. Bei der Versammlung ehrte die Lebenshilfe St. Wendel Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben, mit der „Lebenshilfe-Medaille“. So haben Josef  und Anne Schuh die Lebenshilfe von Anfang an unterstützt, als Politiker und Unternehmer. Bernhard Müller würdigte das Unternehmer-Paar: „Die Eheleute Schuh haben eine sehr hohe Identifikation mit der Lebenshilfe, ideell und finanziell“. Seit über zwei Jahrzehnten engagiert sich auch Werner Müller für die Belange von Menschen mit Behinderung, zum einen als zuverlässiger und rücksichtsvoller Fahrer, zum andern als Mitglied des Vorstandes – die Verleihung des Lebenshilfe-Medaille bedeutet jetzt ein kleines Dankeschön. Werner Müller: „Es war mir immer eine große Freude und Ehre, zu helfen.“

Bernhard Müller dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Angela Hartmann, Andreas Veit und Werner Müller für ihre langjährige, ehrenamtliche Arbeit für die Lebenshilfe. Einstimmig wurden die neuen Vorstandmitglieder gewählt: Vorsitzender: Bernhard Müller (St. Wendel), stellvertretender Vorsitzender: Dr. Christof Zeyer (St. Wendel), Schatzmeister: Hans-Josef Scholl (St. Wendel), Schriftführer: Rudi Schmitt (Oberthal), Beisitzer: Anette Federkeil (Neunkirchen), Dr. Michael Singer (Oberthal), Dr. Philip Steffens (Oberthal), Erich Weil (Tholey), Franz Josef Schumann (St. Wendel), Jêrome Laubenthal (Nohfelden) und Markus Karsch (St. Wendel)

Titelbid: Die Lebenshilfe St. Wendel ehrte drei Persönlichkeiten mit der „Lebenshilfe-Medaille“. Von links: Geschäftsführer Peter Schön, Geschäftsführer Hermann Scharf, Vorsitzender Bernhard Müller, Werner Müller, Anne und Josef Schuh und Landrat Udo Recktenwald.

Fotos: Gog Concept

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