Marpinger Gemeinderat stimmt für touristischen Atmosphären-Check und gegen Spielhalle

Die These der Marpinger Gemeindeverwaltung ist ganz einfach: In Orten in denen es gut aussieht, wo es sauber und lebendig ist, in denen die Atmosphäre stimmt, da lebt man auch gerne. Und dorthin kommen auch immer wieder gerne Touristen zu Besuch. Doch wie ist es eigentlich um die Atmosphäre in Berschweiler, Alsweiler, Urexweiler und Marpingen bestellt? Wie wirken die Orte auf Touristen und Gäste? Um das herauszufinden sollen sich die Dörfer auf Initiative des Marpinger Bürgermeisters Volker Weber einem Atmosphären-Check unterziehen, der das Ambiente und die Lebensqualität in den vier Gemeindeteilen untersucht. Der Marpinger Gemeinderat unterstützt den Bürgermeister bei diesem Vorhaben und hat der Untersuchung am Mittwochabend (18.04) einstimmig zugestimmt.

In den kommenden Monaten werden Experten der Tourismuszentrale des Saarlandes und eines Beratungsunternehmens die Dörfer der Gemeinde Marpingen genau unter die Lupe nehmen. Wo gibt es Schwachstellen wie zum Beispiel vermüllte öffentliche Plätze? Wo liegen die Stärken der Gemeinde und was kann man ausbauen? Ziel des Atmosphären-Check ist eine Veränderung der öffentlichen Räume zur Steigerung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und der Identifikation mit der eigenen Gemeinde aber auch die Steigerung der Attraktivität der Gemeinde für Touristen und Gäste.

„Einige Schwachstellen, wie vermüllte Containerplätze oder nicht so schön gestaltete Grünflächen kennen wir selbst schon. Mit Projekten wie dem Grünflächenprogramm `Marpingen blüht auf´ wollen wir das ändern“, sagt Bürgermeister Volker Weber. „Mit dem Atmosphären-Check der Tourismuszentrale wollen wir aber noch weiter gehen und uns dem Experten-Blick von außen stellen. Ich bin sicher, dass wir so viele Schwachstellen im Erscheinungsbild der Gemeinde finden und beheben können“, so der Bürgermeister.

Spielhalle wird nach Diskussion nicht genehmigt

Diskutiert wurde im Gemeinderat der Bau einer Glücksspiel-Halle in der Alsweilerstraße in Marpingen. Während die Mehrheit des Gemeinderates dem Vorschlag der Verwaltung folgte und das Bauvorhaben ablehnte, setzten sich Teile der CDU-Fraktion für den Bau der Spielhalle ein. Bürgermeister Volker Weber sprach sich in der Ratssitzung gegen die Glücksspiel-Halle aus: „Ich möchte keine Spielhalle. Das entspricht nicht unserer Vorstellung von Dorfentwicklung. Viele Kommunen kämpfen gegen den Bau von Spielhallen und Casinos und deren negative Auswirkungen. Bevor wir eine weitere Spielhalle hier ansiedeln, sollten zunächst alle Möglichkeiten einer andern gewerblichen Nutzung ausgelotet werden.“ Die Bauvoranfrage zur Spielhalle wurde am Ende mit großer Mehrheit mit Stimmen der SPD, der Linken und Teilen der CDU abgelehnt.

Beschlossen hat der Gemeinderat dagegen das Tierheim Niederlinxweiler mit jährlich rund 3200 Euro zu unterstützen. Das Tierheim, das künftig auch Fundtiere aus der Gemeinde Marpingen aufnehmen wird, finanzierte sich zuvor allein durch Spendengelder. Durch einen Förder-Vertrag mit der Gemeinde Marpingen, den umliegenden Kommunen und den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel wird es nun in seiner Existenz gesichert.

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