Hauptversammlung

Löschbezirk Braunshausen: Bernadette Sersch nach 14 Jahren im Amt abgelöst

Foto: Manfred Koch

Nach einer durch Corona bedingten Zwangspause von zwei Jahren hat jetzt die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Löschbezirk Braunshausen, Gemeinde Nonnweiler, stattgefunden. Löschbezirksführer Uwe Haubert erstattete seinen Tätigkeitsbericht. 2020 und 21 mussten insgesamt 18 Einsätze abgearbeitet werden. Besonders hervorzuheben ist hier der verherrende Dachstuhlbrand in der Ernst-Wagner-Straße an Weihnachten 2020.

Trotz des zwangsläufig eingeschränkten Ausbildungs- und Übungsbetriebs konnten auch einige Gemeinschaftsübungen mit benachbarten Löschbezirken stattfinden, wie zum Beispiel im Werksgelände der Firma Diehl Defence in Mariahütte. Die beiden Jugendfeuerwehrgruppen aus Braunshausen und Kastel üben seit einiger Zeit erfolgreich zusammen. Im Oktober 2021 wurde die erste Vorbereitungsgruppe innerhalb der Gemeinde gegründet, die von Saskia Maring aus Braunshausen und Marc Finkler aus Kastel geleitet wird.

Atemschutzgerätewart Sebastian Gehrmann, der auch auf Gemeindeebene den Besuch der Atemschutzstrecke in Ottweiler betreut, berichtete, dass es dort aufgrund der Covid-19-Pandemie gleichfalls erhebliche Einschränkungen gab. Drei Aktive arbeiten in der Atemschutzwerkstatt in Nonnweiler mit. Die Zusammenarbeit hier sei sehr gut, so Gehrmann. Das gesamte Equipment befindet sich in gutem Zustand, so Gerätewart David Sersch. Nach den Tätigkeits- und Kassenberichten wurde Bernadette Sersch für weitere drei Jahre in ihrer Funktion als Kassenführerin bestätigt. Der bisherige Schriftführer Martin Kirsch stellte sich nicht zur Wiederwahl. Seine Nachfolgerin ist Lisa Groß.
Niklas Werner folgt auf Bernadette Sersch Beigeordneter Günther Barth übernahm den Vorsitz der Versammlung; denn die Neuwahl des Löschbezirksführers und seines Stellvertreters stand auf der Tagesordnung. Einziger Bewerber für die Funktion des Löschbezirksführers: der bisherige Amtsinhaber
Oberbrandmeister Uwe Haubert. Er wurde mit 19 von 20 abgegebenen Stimmen für sechs Jahre wiedergewählt. Er erklärte, seine Wiederwahl anzunehmen. Seine bisherige Stellvertreterin, Brandmeisterin Bernadette Sersch, hatte sich nach 14-jähriger Amtszeit entschlossen, nicht mehr zu kandidieren. Einziger Bewerber für ihre Nachfolge: Oberfeuerwehrmann Niklas Werner. Er wurde mit 17 Stimmen in das Amt des stellvertretenden Löschbezirksführers gewählt und erklärte gleichfalls, die Wahl anzunehmen.

Beigeordneter Barth dankte dem bisherigen Führungsduo für die geleistete Arbeit und wünschte dem wiedergewählten Löschbezirksführer und seinem neuen Stellvertreter eine glückliche Hand.
Ortsvorsteher Heinz-Peter Koop überreichte Bernadette Sersch einen Blumenstrauß. Sichtlich gerührt bedankte sie sich für die gute Zusammenarbeit. Bernadette, so Ortsvorsteher Koop, habe immer ihre Umsicht und Weitsicht unter Beweis gestellt, sei es bei der Brandschutzerziehung in der Kindertagesstätte oder bei der Organisation von Veranstaltungen. Auch an Einsätzen während der Flutkatastrophe im Ahrtal vor einem Jahr war sie maßgeblich beteiligt.

Für acht Feuerwehrangehörige hatte Beigeordneter Günther Barth Beförderungsurkunden mitgebracht. Gemeinsam mit Gemeindewehrführer Alexander Kuhn ernannte er Feuerwehrfrau Lisa Groß zur Oberfeuerwehrfrau, Feuerwehrmann Sascha Maring zum Oberfeuerwehrmann, Oberfeuerwehrfrau Saskia Maring zur Hauptfeuerwehrfrau, David Sersch und Alexander Stüber vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann, Löschmeisterin Maximiliane Gehrmann zur Oberlöschmeisterin, Oberlöschmeister Björn von der Thüsen zum Hauptlöschmeister und den stellvertretenden Gemeindewehrführer Thorsten Maring vom Oberlöschmeister zum Brandmeister.

Brandinspekteur Dirk Schäfer dankte gleichfalls Bernadette Sersch für ihre hervorragende Arbeit. Glücklicherweise gehe sie nur von der Brücke, nicht von Bord. Der gesamten Mannschaft sprach er seine Anerkennung aus, trotz der schwierigen Zeit die Stange gehalten zu haben. Obwohl sich landesweit ein stabiler Mitgliederstand abzeichne, dürfe nicht übersehen werden, dass dieser auf Kreisebene rückläufig sei. Insbesondere die Tagesverfügbarkeit sei vielerorts problematisch geworden. Schäfer betonte, dass es Sache der Kommunen als Träger der Feuerwehren sei, hier durch geeignete Mittel gegen zu steuern, und
nicht etwa Sache der Feuerwehr selbst. Namens und im Auftrag des Ministers für Inneres, Bauen und Sport verlieh Schäfer den beiden Hauptfeuerwehrmännern Thorsten Breit und Martin Kirsch für 25 Jahre Feuerwehrdienst das Bronzene Feuerwehr-Ehenrzeichen des Saarlandes am Bande.

Begleitet von stehenden Ovationen aller Anwesenden zeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Klaus-Peter Schorr den Löschmeister Erwin Piro für 70 Jahre Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes aus. Piro, so Löschbezirksführer Uwe Haubert, stehe der Mannschaft nach wie vor als verlässlicher Ansprechpartner mit guten Ratschlägen zur Verfügung.

Dem Löschbezirk Braunshausen gehören 24 Aktive an; sieben davon sind Frauen. Auch mit Blick auf das örtliche Gefahrenpotenzial, primär den Wirtschaftspark Saarland, sei der Löschbezirk gut aufgestellt und immer einsatzbereit, so Wehrführer Alexander Kuhn.

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