Langsam fahren in Eitzweiler

Mit der Verkehrsbelästigung in der Hauptstraße in Eitzweiler, der Kuseler Straße, beschäftigt sich der Eitzweiler Ortsrat schon viele Jahre. Die Belastung der Anwohner an der Eichenlaubstraße durch den Autoverkehr, insbesondere den Lkw-Verkehr, ist immens hoch und in den letzten Jahren massiv gestiegen. Beschwerden von Eltern und Anwohnern häufen sich in letzter Zeit wieder. Die Landstraße 315, die Kuseler Straße in Eitzweiler, ist 1973 ausgebaut worden und dient seither als Zubringer zur Autobahn 62 für den Verkehr der Kreisstadt St. Wendel und die dortige Umgebung.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen in Form von Überquerungshilfen an den beiden Ortseingängen und im Bushaltestellenbereich in der Ortsmitte stehen auf der Wunschliste des Ortsrates. Sie sind Bestandteil im Dorferneuerungsplan des Freisener Ortsteiles. Daneben sollte eine Geschwindigkeitsbeschränkung entlang der Kuseler Straße auf 30 km/h, nach dem Lärmaktionsplan der Gemeinde Freisen aus 2018 mindestens für den Lkw-Verkehr, eingerichtet werden. Das forderte der Ortsrat im Herbst des letzten Jahres im Zuge der Beratungen zum Gemeindehaushalt. Die Seitenstraßen sind bereits 30er Zonen mit Rechts vor Links. Ein Geschwindigkeitsmessgerät hängt mittlerweile in der Kuseler Straße 29.

Da es sich um eine Landstraße handelt, die auch als Autobahnzubringer dient, gestalte es sich schwierig, wirksame Maßnahmen einzurichten, so Ortsvorsteher Gerald Linn. Der Ortsvorsteher plädiert an die Fahrzeugführer, den Fuß vom Gas zu nehmen und das Tempo in der Ortslage zu drosseln. Mit einem vom Gemeindebauhof am Brunnenplatz gut sichtbar angebrachten, gelben Hinweisschild „Langsam Fahren“ will der Ortsrat die Kraftfahrer für eine angepasste Geschwindigkeit in der Ortslage sensibilisieren.

Die Ortspolizeibehörde Freisen und der Landesbetrieb für Straßenbau haben der Maßnahme mit der Auflage zugestimmt, dass das Schild innerhalb der Ortsdurchfahrt steht und ausreichend Abstand zum Fahrbahnrand hat. Dies sei am Brunnenplatz gewährleistet, so der Ortsvorsteher. Daneben werde es bei der Einfahrt ins Dorf von Freisen kommend gut gesehen. Die Gestaltung und Ausführung hat die Firma Heiko Bettinger aus Freisen  – Schilder – Beschriftung – Druck übernommen, die Umsetzung erfolgte nun zu Beginn der Schule nach den Osterferien.

Daneben sollen nach den Vorstellungen des Ortsvorstehers zwei grüne Warnfiguren in der Ortsmitte im Bereich der Bushaltestellen die Autofahrer zusätzlich zum umsichtigen, langsamen Fahren animieren. Dort steigen morgens und nachmittags auch viele Schul- und Kindergartenkinder ein und aus. Wir wollen eine deutliche Temporeduzierung und mehr Beachtung für spielende Kinder erreichen, so Gerald Linn. Mehr als 70 Prozent halten sich nicht an Tempo 50 und fahren mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Kuseler Straße. Sogar mit 110 km/h wird durchs Dorf gerast. Das muss ein Ende haben.

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