Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald begrüßt den Vorstoß des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon, das Zeigen der Reichskriegsflagge zu verbieten. „Personen, die diese Flaggen präsentieren, lehnen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ab. Diese Flaggen sind seit langer Zeit in rechtsextremen Kreisen beliebt, bei Reichsbürgern, in jüngster Vergangenheit sind sie im Umfeld der so genannten ‚Anti-Corona-Demonstrationen‘ aufgetaucht – die verstörenden Bilder aus Berlin sind uns allen nach gegenwärtig. Hier müssen wir als Demokraten, hier muss der Staat, hier müssen unsere Verfassungsorgane klare Kante zeigen: Unsere Demokratie ist auch eine wehrhafte Demokratie! Verfassungsfeindliche Tendenzen dürfen nicht toleriert werden“, so Recktenwald.
„Anti-Corona-Demonstrationen“ fanden auch in der Kreisstadt St. Wendel statt. Hier kam es mutmaßlich zum Zeigen eines abgewandelten Davidsterns. Daher habe das Ordnungsamt des Landkreises St. Wendel die Auflagen – sofern weitere Demonstrationen angemeldet werden – erweitert und das Zeigen mit Bußgeldern belegt. Recktenwald: „Das Verwenden des Davidsterns im Corona-Kontext stellt eine Herabwürdigung der Holocaust-Opfer, eine Verhöhnung jüdischer Menschen dar, die wir nicht dulden dürfen.“




