Kranzniederlegung am 9. November 2020

Foto:J.Bonenberger

Seit 2009 legt Landrat Udo Recktenwald am einstigen Standort der St. Wendeler Synagoge in der Kelsweilerstraße einen Kranz nieder. Coronabedingt fand die diesjährige Kranzniederlegung ohne Gäste statt. „Die Kranzniederlegung ist ein wichtiger Mosaikstein der Erinnerungskultur in unserem Landkreis, die sich verantwortungsvoll mit der NS-Vergangenheit der Region auseinandersetzt und den Opfern würdig gedenkt“, sagte der Landrat. „Das schlimmste, was passieren kann, ist das Vergessen. Und wir dürfen die Ereignisse nicht vergessen. Und gerade in der heutigen Zeit, in der wir erleben, dass Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung um sich greifen, ist es umso wichtiger, deutlich zu machen, dass sich derartiges nie wiederholen darf, dass wir alles dafür tun müssen, die Demokratie zu stärken.“



Am 9. November 1938 wurden im gesamten Deutschen Reich Synagogen geschändet, geplündert und angezündet, Geschäfte geplündert, jüdische Mitbürger verhöhnt und inhaftiert. Die St. Wendeler Synagoge wurde am 10. November 1938 von Angehörigen der Hitlerjugend verwüstet, dann von SA-Leuten in Brand gesetzt. Seit 1981 erinnert eine Gedenktafel am einstigen Standort der St. Wendeler Synagoge an die Ereignisse, seit 2016 eine Gedenkstele.


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