Kochen ohne Strom – alles was Du wissen musst

Kochen ohne Strom

Ein Blackout ist ein beängstigendes Szenario. Wenn über einen längeren Zeitraum der Strom ausfällt, musst Du Deinen gewohnten Komfort plötzlich einschränken. Kein Licht, kein Internet, kein warmes Wasser. So beunruhigend und unangenehm die Vorstellungen auch sind, eines muss nicht sein: eine kalte Küche! Durch eine gute Vorbereitung ist Kochen ohne Strom und damit die Versorgung mit ausgewogenen, warmen Mahlzeiten kein Problem. Hier erfährst Du, worauf es beim Kochen ohne Strom ankommt und wie Du Dich auf einen drohenden Stromausfall vorbereiten kannst. Und 15 köstliche Rezepte zum Kochen ohne Strom gibt es auch noch dazu!

Stromausfälle gar nicht so unwahrscheinlich

Der Strom fällt selbst in Deutschland immer wieder aus. Betroffen sind jedoch meist nur kleine Bereiche, oftmals dauert der Stromausfall nur einige Minuten. In der aktuellen Lage herrscht Energieknappheit, ein Blackout oder zumindest größere Stromausfälle sind gar nicht mehr so abwegig. Zwar ist bei beiden Szenarien der Strom weg, doch die Ursachen sind unterschiedlich.

Klassische Stromausfälle gibt es immer wieder. Sie entstehen beispielsweise durch Wartungsarbeiten oder Defekte in Umspannwerken und Stromleitungen. Die Unterbrechungen dauern meist nur wenige Minuten, höchstens ein paar Stunden. Betroffen sind nur Teilgebiete wie einzelne Straßenzüge oder Stadtteile.

Ein Blackout ist hier schon deutlich unangenehmer, denn er führt zu Ausfällen von mehreren Stunden bis Tagen. Hier sind nicht einzelne Teile des Stromnetzes das Problem, sondern das Netz im Gesamten. Wird dem Stromnetz mehr Energie entnommen als bereitgestellt werden kann, kommt es zu einer Überlastung. In dieser Folge kommt es zu einem Störfall und die Kraftwerke fahren herunter. Das Stromnetz muss daraufhin „neu hochgefahren“ werden – und das kann dauern.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Es ist immer sinnvoll, sich schon vor einem möglichen größeren Stromausfall über grundlegende Dinge zu informieren. Dazu gibt es sogar offizielle Empfehlungen von der Regierung, welche Vorräte pro Person für einen Katastrophenfall angelegt werden sollten. Was nützen Dir aber 200 Konservendosen, wenn Du nicht weißt, wie kochen ohne Strom in einer Mietwohnung möglich ist? Schließlich hat nicht jeder einen Balkon oder eine Terrasse und kann den Holzkohlegrill anwerfen! Und immer nur kaltes Dosenfutter… da gibt es sicherlich eine bessere Lösung. Hier sind einige hilfreiche Anschaffungen, die Dir beim Kochen ohne Strom ihren Dienst erweisen können.

Vorräte für Kochen ohne Strom

Es gibt Lebensmittel, die sich mehr oder weniger zum Kochen ohne Strom eignen. Sinnvoll ist, in haltbare Lebensmittel zu investieren, die ohne Kühl- und Gefrierschrank aufbewahrt werden können. Doch bevor Du jetzt wahllos alle möglichen Dosenravioli, Linsensuppe und Dosenpfirsiche hortest, solltest Du Dir ein paar Gedanken dazu machen.

Das Bundesamt für Katastrophenschutz hat hier zum Beispiel schon mehrmals die wichtigsten Notvorräte aufgelistet, die pro Person für einen gewissen Zeitraum angelegt werden sollten. Dabei handelt es sich allerdings nur um grundlegende Empfehlungen, von denen Du natürlich abweichen darfst. Lohnenswert ist es außerdem, besser etwas zu viel als zu wenig einzulagern.

Diese Notvorräte eignen sich zum Kochen ohne Strom:

– Konserven mit Gemüse wie Erbsen und Möhrchen, Mais, Bohnen, Pilze, Gurken, passierte Tomaten / gehackte Tomaten, Kohl…
– Konserven mit Obst, beispielsweise Pfirsiche, Kirschen, Apfelmus…
– Konserven mit Fleisch, Wurst, Fisch, Käse
– Lange haltbare Fertiggerichte in Dosen oder Tüten, zum Beispiel Nudeln mit Soße, Eintöpfe oder Reisgerichte
– Haltbare, frische Lebensmittel wie Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Nüsse
– Reis, Nudeln, Haferflocken / Müsli, Mehl
– Öl und Butter oder Margarine
– Dosenbrot
– Ungekühlt haltbarer Aufstrich
– H-Milch, H-Sahne (ungekühlt!) beziehungsweise pflanzliche Alternativen
– Salz, Zucker, Pfeffer, Brühe, weitere Gewürze nach Geschmack
– Getrocknete Kräuter oder frische Kräutertöpfe (umgetopft in größere Töpfe halten sich Kräuter deutlich länger!)
– Trockenhefe, Backpulver, Speisestärke
– Wasser und weitere Getränke wie Tee und Kaffee

Denke unbedingt auch daran, dass bei einem totalen Stromausfall möglicherweise die Wasserversorgung eingeschränkt ist. Du solltest also einen größeren Vorrat Wasser anlegen, wovon Du notfalls einen Teil zum Kochen verwenden kannst.

Hast Du vor, bei einem Blackout ohne Strom zu Kochen und Dein eigenes Brot zu backen, vergiss nicht Hefe oder Backpulver. Ebenfalls sinnvoll ist ein Vorrat an Eipulver als Bindemittel für Mehl sowie Milchpulver. Bei der Hefe solltest Du unbedingt zu Trockenhefe greifen, da Frischhefe nicht lange hält. Alternativ kannst Du Sauerteig selbst ansetzen oder Hefe selber machen.

Lebst Du vegetarisch oder vegan, musst Du besonders darauf achten, dass Du auch in der Notlage mit allen Nährstoffen gut versorgt bist. Fette holst Du Dir beispielsweise über Nüsse, Proteine über Hülsenfrüchte.

Mit welchen Mitteln kannst Du ohne Strom kochen

Am naheliegendsten ist ein Gaskocher beziehungsweise eine Camping-Kochplatte, die mit einer Gaskartusche betrieben wird. Selbstverständlich solltest Du Dir dazu einen ausreichend großen Vorrat an Gasflaschen zulegen sowie dafür geeignete Töpfe. Für zu Hause eignet sich die Kochplatte am besten. Darauf kannst Du recht komfortabel Mahlzeiten zubereiten. Die Platten dürfen zudem auch drinnen verwendet werden – allerdings musst Du beim Kochen stets gut durchlüften.

Ratsam ist es übrigens, die Gaskartuschen nicht alle an einem Ort aufzubewahren. Kommt es in der Wohnung zu einem Brand, können größere Vorräte an Gaskartuschen sehr gefährlich werden und explodieren.

Ebenfalls kannst Du mit Feuer ohne Strom kochen – allerdings nicht in der Wohnung. Generell kannst Du auf dem Lagerfeuer oder auf dem Holzkohlegrill sehr viel Kochen ohne Strom.

Kochen ohne Strom in der Wohnung

Besonders in Mietwohnungen ohne Balkon und Garten ist das Kochen ohne Strom eingeschränkter. Die sinnvollste Variante ist hier die Camping-Kochplatte mit Gaskartusche. Wichtig ist in jedem Fall: die eigene Sicherheit geht vor! Ohne genügend Frischluftzufuhr steigt die Kohlenmonoxid-Konzentration. Das kann schließlich zu Benommenheit und zum Tod durch Ersticken führen. Das perfide daran: Kohlenmonoxid ist geruchlos. Daher immer daran denken: Fenster offen halten oder im Abstand von wenigen Minuten durchlüften! Das gilt für alle hier vorgestellten Arten zum Kochen ohne Strom.

Dass eine Feuerschale beziehungsweise ein offenes Feuer innerhalb der Wohnung nichts verloren hat, sollte jedem klar sein. Ausgenommen sind natürlich Kamine.

Kochen ohne Strom und Gas

Kein Gas, kein Strom – was jetzt? Da bleiben Dir nicht mehr viele Optionen übrig, denn als einzige Möglichkeit zum Kochen ohne Strom und Gas kommt lediglich Feuer in Betracht. Dafür benötigst Du aber einen Platz außerhalb der Wohnung, schon alleine wegen der Brandgefahr.

Hast Du einen Garten, solltest Du dort unbedingt in einen Grillplatz investieren, der ohne Gas und Strom auskommt. Falls nicht, kannst Du Dir eine Feuerstelle selbst anlegen. Achte auf genügend Abstand zu Bäumen und Sträuchern und anderen entflammbaren Dingen.

Eine Feuerschale dient zwar eher für die Gemütlichkeit und zum Wärmen, kannst Du aber zum Kochen ohne Strom umfunktionieren. Feuerschalen mit Grillrost gibt es auch zu kaufen.

Was nützt Dir aber ein Grill oder eine Feuerstelle ohne das passende Material zum Entzünden? Lege daher einen Vorrat an Feuerholz an, auch Grillkohle, Briketts und Grillanzünder beziehungsweise Zunder sollten nicht fehlen. Das Wichtigste überhaupt ist aber, das Feuer erst einmal zu entzünden. Du benötigst also auch einen Vorrat an Feuerzeugen, Streichhölzer oder einen Feuerstahl, wie er beispielsweise beim Bushcraft und Survival eingesetzt wird.

Die 15 besten Rezepte für Kochen ohne Strom

Schnell ein Brot schmieren, das klappt sogar ohne Strom. Aber immer nur kalte Küche kann sehr zehrend sein. Hier findest Du 15 Ideen, wie Du Dir ohne viel Aufwand und ohne lange Kochzeiten köstliche Gerichte zubereiten kannst.

1. Stockbrot

450 Gramm Mehl
200 Milliliter Milch
1 Teelöffel Salz
2 Teelöffel Backpulver
Einen weichen, nicht mehr klebrigen Teig kneten. Diesen um Stöcke oder Kochlöffel aus Holz wickeln. Wenige Minuten über der Glut am Lagerfeuer backen.

2. Haferbrei

60 Gramm zarte Haferflocken
300 Milliliter Wasser
Prise Salz
Zucker und Zimt nach Geschmack
Alles zusammen in einem Topf aufkochen und unter ständigem Rühren einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

3. Grießbrei

500 Milliliter Milch
50 Gramm Weichweizengrieß
2 Esslöffel Zucker
1/2 Pck. Vanillezucker
Milch zum Kochen bringen, Zucker und Grieß einrühren. Nach einer Minute von der Herdplatte nehmen und etwa 10 Minuten durchziehen lassen.

4. Tomatensuppe aus Dosentomaten

1 Packung passierte Tomaten
1 mittelgroße Kartoffel
1 gehackte Zwiebel
50 Milliliter Sahne oder Milch
Salz, Pfeffer, Kräuter, Brühepulver
Croutons nach Geschmack
Zwiebeln glasig dünsten, dann zu den restlichen Zutaten in einen Topf geben. Aufkochen lassen und mit den Gewürzen abschmecken.

5. Gazpacho – Kalte Gemüsesuppe ohne Kochen

800 Gramm geschälte Dosentomaten
2 frische Paprika
1 Zwiebel
1 Salatgurke
3 Esslöffel Öl
Salz, Pfeffer, Kräuter, Brühepulver
Gemüse klein schneiden, die Zwiebeln sehr fein schneiden. Die geschälten Dosentomaten zerkleinern. Alles zusammen geben und abschmecken. Gazpacho wird nicht gekocht und kalt gegessen.

6. Marmelade / Kompott

500 Gramm Früchte (Erdbeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Äpfel…)
Waschen, in einen Topf geben und 1 bis 2 Esslöffel Wasser hinzu. Größere Früchte klein schneiden. Einkochen lassen und als Vorspeise, Dessert oder Brotaufstrich verzehren.

7. Pfannkuchen ohne Ei und ohne Milch

1 Esslöffel Eipulver
2 Esslöffel Milchpulver
4 Esslöffel Mehl
Öl zum Ausbacken
Eipulver, Milchpulver und Mehl mit so viel Wasser anrühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. Portionsweise in eine Pfanne mit heißem Öl geben und ausbacken.

8. Flammkuchen vom Grill

200 Gramm Mehl
60 Milliliter Wasser
Prise Salz
Für dieses Rezept benötigst Du einen Grill sowie ein feuerfestes Blech oder einen Pizzastein. Das Blech oder den Pizzastein lässt Du auf dem Grill aufheizen. Aus den Zutaten einen Teig kneten, diesen auf einem bemehlten Brett dünn ausrollen. Dann belegst Du den Flammkuchen nach Geschmack. Traditionell wird Crème fraîche oder saure Sahne aufgestrichen, darauf kommen gehackte Zwiebeln und Speckwürfel. Den belegten Teig schiebst Du auf das heiße Backblech und lässt alles 8 bis 10 Minuten grillen.

9. Calzone vom Grill

200 Gramm Mehl
60 Milliliter lauwarmes Wasser
1/2 Pck. Trockenhefe
Prise Salz
150 Milliliter Tomatensoße
Füllung nach Wahl
Zutaten verkneten und abgedeckt etwa 1 Stunde aufgehen lassen. Dann auf einem bemehlten Brett ausrollen oder in Form ziehen. Jetzt nach Belieben belegen, dabei mit Tomatensoße anfangen. Am Schluss den Teig zu einem Halbkreis einklappen, den Rand gut festdrücken. Jetzt auf den Grill, mehrmals wenden.

10. Haferflocken-Crispies

50 Gramm kernige Haferflocken
25 Gramm gemahlene Haselnüsse
25 Gramm Zucker
etwas Öl
Alles in eine Pfanne geben und unter Rühren karamellisieren lassen. Nach dem Abkühlen in Stücke brechen und als Snack genießen.

11. Folienkartoffeln vom Grill

Kleinere Kartoffeln, Menge nach Wahl
Alufolie
Butter
Kräutersalz
Kartoffeln waschen und kreuzförmig oder fächerartig auf einer Seite einschneiden. In die Schlitze etwas Butter und Kräutersalz geben. Dann mit Alufolie fest umwickeln und auf dem Grill etwa 30 bis 60 Minuten durchgaren. Je größer die Kartoffeln, umso länger die Garzeit.

12. Frische Nudeln

170 Gramm Mehl
100 Gramm Hartweizengrieß
1/2 Teelöffel Salz
100 Milliliter Wasser
3 Esslöffel Öl
Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Dann ausrollen und Nudeln schneiden oder eine Nudelpresse verwenden. In kochendes Wasser geben und nur solange kochen, bis sie oben schwimmen. Abschöpfen und mit Soße nach Wahl oder Pesto genießen.

13. „Döner“ vom Grill

200 Gramm Mehl
1 Teelöffel Trockenhefe
Prise Salz
50 bis 60 Milliliter Wasser
1 Teelöffel Öl
Zu einem geschmeidigen, nicht mehr klebenden Teig kneten, 30 Minuten gehen lassen. Nun zu einem dünnen Fladen ausrollen und auf dem Grillrost oder einem Blech beidseitig wenige Minuten grillen. Für die Füllung eignen sich eingelegte Krautsalate, Fleisch jeder Art, Käse und Soßen.

14. Bunter Salat

Hinein kommt, was verfügbar ist und schmeckt: geeignet sind alle frischen Salatsorten, eingelegter Krautsalat, Möhrensalat aus dem Glas, Erbsen, Mais, Bohnen sowie Fisch und Fleisch. Dazu ein Dressing aus Essig, Öl und frischen oder getrockneten Kräutern.

15. Würstchen im Schlafrock

Du benötigst den Stockbrot-Teig und Würstchen aus dem Glas. Diese wickelst Du im Teig ein. Das alles kommt nun für wenige Minuten auf den Grill – wenden nicht vergessen!

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Fühlst Du Dich gut vorbereitet zum Kochen ohne Strom? Dieses Buch gibt Dir hilfreiche und realistische Tipps und Tricks für ein Leben ohne Strom und macht Dich zu einem Experten für Kochen ohne Strom. Wenn Du Dich schon im Vorfeld gut informierst, wirst Du jeden Stromausfall gelassen überstehen! Worauf wartest Du? Bestelle Dir Deinen Notfall-Ratgeber noch heute und beginne mit Deiner Vorbereitung!

Kochen ohne Strom Kochbuch
Zusammenfassung

Leben und Kochen ohne Strom ist eine Herausforderung, aber durchaus schaffbar. Zwar musst Du auf Deinen gewohnten Komfort verzichten und umdenken, dafür ergeben sich jedoch neue Möglichkeiten. Vielleicht konnte Dir dieser Beitrag die Angst vor einem größeren Stromausfall etwas nehmen. Viele weitere Tipps und Tricks zum Kochen ohne Strom und für weitere Notsituationen findest Du in diesem umfassenden Ratgeber.

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