Die Seniorensicherheitsberater informieren

Keine Weihnachtsgeschenke für Taschendiebe!

Symbolbild

Die Zeit der Weihnachtsmärkte ist angebrochen. Viele Menschen im Saarland freuen sich schon darauf, mit Glühwein und gebrannten Mandeln von Stand zu Stand zu schlendern. Doch dabei ist vor allem Vorsicht geboten: Auch Taschendiebe gehen gern auf Weihnachtsmärkte.

Die ersten Weihnachtsmärkte im Saarland haben schon geöffnet und damit die von vielen ersehnte Vorweihnachtszeit eingeläutet. Nach den Pandemie-Jahren rechnen die Polizei und die Veranstalter mit einem erneut starken Besucherandrang. Und das dürfte vor allem Taschendiebe freuen. Denn für die bietet der besinnliche Trubel die ideale Voraussetzung, unbemerkt Portemonnaies aus einer Hosen- oder Handtasche zu fischen.

2022 kam es laut polizeilicher Kriminalstatistik über das Jahr zu 1280 Taschendiebstählen (zu 2021 = 21,9% Anstieg) im Saarland. Weil es dabei in der Regel keine Täterhinweise gab, konnten nur 2,3% der Taschendiebstähle aufgeklärt und somit die Täter ermittelt werden. Die Polizei befürchtet, dass die Weihnachtszeit diese noch einmal nach oben treiben könnte.

Gern ins Visier genommene Opfer sind bei den Taschendieben beispielsweise Menschen, deren Hand- oder Umhängetaschen/Rucksäcke geöffnet sind oder deren Geldbörse aus der Hosentasche oder Jacke sichtbar ist. Ebenso auch Personen, die an Glühweinständen in Gesprächen vertieft sind und ihre Wertsachen auf dem Tisch abgelegt haben. Es sind gerade diese Momente der Unachtsamkeit, auf die Taschendiebe nur warten. Darüber hinaus arbeiten die Täter – meist in Gruppen unterwegs – mit verschiedenen Tricks, die alle dasselbe Ziel haben: die potenziellen Opfer abzulenken, um sie unbemerkt zu bestehlen.

Es gibt etwa den „Rempel- und Beschmutzertrick“ (z. B. mit Glühwein). Dabei rempelt ein Täter das Opfer an und beschmutzt scheinbar unbeabsichtigt seine Kleidung. Während er den Fleck zu entfernen versucht, kommt einer seiner Komplizen hinzu und entwendet die Wertsachen des Opfers. Die gibt er wiederum an einen dritten Mittäter weiter, der sich damit aus dem Staub macht.

Auch beliebt sind Fragen nach dem Weg. Die Täter geben sich als ortsunkundig aus und bitten Sie, Ihnen auf dem Smartphone oder einem Stadtplan den Weg zu beschreiben. Doch auch das ist nur ein Vorwand. Deshalb gilt immer: „Skeptisch sein, wenn man von einem Unbekannten angesprochen wird.“

Wie kann man sich schützen?

  • Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie man braucht.
  • Bargeld und Kreditkarten, Papiere und andere Wertsachen immer in verschlossenen Innentaschen und möglichst eng am Körper tragen.
  • Zu empfehlen ist ein Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  • Wertsachen sollten nie unbeaufsichtigt abgestellt werden.
  • Nicht nur im Menschengedränge gilt: Die Tasche oder Ihren Rucksack vorne am Körper festhalten oder sich unter den Arm klemmen.

Sollte man doch bestohlen worden sein, raten die Seniorensicherheitsberater dazu, sofort beim Sperr-Notruf unter der Telefonnummer 116 116 anzurufen und seine EC- und/oder Kreditkarte sperren zu lassen. Dann sollte eine Anzeigenerstattung bei der Polizei erfolgen.

Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel unter der Telefonnummer 06851/801-5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de erhältlich. Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden. Spezielle Informationen zu Taschendiebstählen findet man auch im Internet unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/

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