Katholische Kita´s in Zeiten von Corona

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Es ist immer wieder zu hören, die Kitas seien geschlossen, doch wie sieht es vor Ort aus? 

Seit dem Frühjahr (16.03.2020) fordert Corona alle immer wieder heraus. Alles was so selbstverständlich war, ist durch den Virus durcheinandergeraten und stellenweise komplett auf den Kopf gestellt. Dennoch haben die Kitas stets weitergearbeitet und waren und sind für die Familien, die sie brauchen da. 

Entgegen der so häufig in den Medien veröffentlichten Meldung ab Ende 2020: „Die Kitas sind geschlossen“ waren und sind die Kindertageseinrichtungen offen! 

Die Teams in den Kitas stellen sich tagtäglich den neuen Herausforderungen. Wöchentlich wurden neue Entscheidungen von der Politik getroffen, die wie alle anderen auch, ohne Erfahrung im Umgang mit einer Pandemie, sich mit dieser auseinandersetzen und Lösungen finden mussten. Diese Anweisungen mussten von den Einrichtungen vor Ort auf die jeweils vorhandene Situation kontinuierlich angepasst und umgesetzt werden, was dazu führte, dass oft sehr schnelles Handeln nötig war, auch über das Wochenende hinweg. Die individuelle Situation der Kinder musste stets berücksichtigt werden. Aber auch die pädagogischen Mitarbeiter/innen hatten und haben Ängste und Sorgen und eigene Familien. Dies lastet zusätzlich auf den Schultern der pädagogischen Mitarbeiter/innen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen und stets mit dem Risiko der Ansteckung konfrontiert zu sein. 



Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand mit Kindern im Kindergartenalltag sind nicht möglich und pädagogisch nicht vertretbar. Für die Standortleitungen war und ist es eine große Herausforderung, die Befindlichkeiten, Ängste und Sorgen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter/innen wahrzunehmen und darauf einzugehen. 

Hinzu kam und kommt der personelle Notstand. Unter all diesen Aspekten wird eine bestmögliche Betreuung gewährleistet. Eine sehr hohe Flexibilität aller Mitarbeiter/innen war und ist weiterhin erforderlich. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Kitas in der Gesamteinrichtung St. Wendel und auch übergreifend innerhalb der Katholischen Kita gGmbH Saarland, sowie zur Gesamtleitung und auf direkter Ebene mit der Geschäftsführung, fühlten die Mitarbeiter/innen sich während der ganzen Zeit gut informiert und vertreten.

Unter all diesen Aspekten haben die Einrichtungen stets den Blick für die Familien in den Vordergrund gestellt und durch unterschiedliche Methoden ist es gelungen, den Kontakt zu ihnen aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wurden für die Kinder in der Notbetreuung, später im eingeschränkten Regelbetrieb, stetig Strukturen und Inhalte für den pädagogischen Alltag erarbeitet und umgesetzt. Den Kindern ermöglichen die Teams so viel Betreuung, Erziehung und Bildung wie es unter den vorgegebenen Bedingungen /Anordnungen mit entsprechenden Hygienemaßnahmen möglich ist. 

Regelmäßig werden Briefe für Eltern und Kindern mit Anregungen für den Aufenthalt zu Hause, per Post oder per E-Mail versendet, Telefonangebote unterbreitet, notwendige Elterngespräche mit Maske und Abstand durchgeführt. Dort wo es möglich ist, werden neue Kinder aufgenommen und Eingewöhnungen durchgeführt, angehende Schulkinder werden in feierlichem Rahmen verabschiedet, religiöse Feste im Jahreskreis gefeiert und Geschenke überreicht. Der Kontakt mit den Elternvertreterinnen/Fördervereinen wird mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Medien (Videokonferenzen) zeitnahe und unproblematisch umgesetzt. 

Dies sind nur einige wenige Beispiele. 

In den Kindergärten ermöglicht man den Kindern täglich ein Stück „Unbeschwertheit“ und gestalten ihnen die Zeit so angenehm wie möglich. Denn ihnen wird in dieser langanhaltenden Pandemie sehr viel abverlangt. 

Deshalb war es den Teams der Kitas wichtig, dass die Familien erfahren und wissen: sie sind immer für sie da und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Auch gerade jetzt, im zweiten Lockdown, ist man für die Kinder vor Ort da: die Kitas waren zum Stichtag im Krippenbereich bis zu 63% und im Regelbereich bis zu 40% ausgelastet.

Deshalb können die Kindergartenteam nur weiterhin darauf vertrauen, dass die Eltern solange als möglich, dort wo es machbar ist, ihre Kinder zu Hause betreuen. 

Die Aussage: Die Kitas sind grundsätzlich geschlossen, trifft somit nicht zu.