Karlsbergliga Saarland: Wechselbad der Emotionen beim VfL Primstal

Neunkirchen. Am vergangenen Samstag war der VfL Primstal beim Tabellenführer aus Neunkirchen zu Gast. Aufgrund der dürftigen Platzverhältnisse war es nicht leicht, ein flüssiges Spiel zustande zu bringen. Viele Bälle versprangen auf dem Grün und somit war es für beide Teams sehr schwer, in die Partie zu finden.

Der Borussia aus Neunkirchen gelang es dennoch, ein druckvolles Spiel an den Tag zu legen und war vor dem Strafraum der Primstaler sehr präsent. Nach einem Fehler der Gastgeber reagierte die Abwehr des VfL prompt und konnte einen starken Konter einleiten, der nach einem langen Ball von Jonas Caryot durch den aufmerksamen Pascal Limke in der 39. Minute zur 1:0-Führung verwertet wurde.

In der 77. Minute wurde der Neunkircher Jens Kirchen im Strafraum zum Fall gebracht. Den darauffolgenden Strafstoß verwandelte der Gefoulte souverän zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Die Partie hat mittlerweile ordentlich an Fahrt aufgenommen und ab sofort mussten die Gäste aus dem St. Wendeler Land das Spiel zu zehnt zu Ende bringen, da Karsten Rauber mittels einer Ampelkarte frühzeitig zum Duschen geschickt wurde.

 

Die Zuschauer bekamen im Neunkircher Ellenfeldstadion eine turbulente Schlussphase zu Gesicht. In der 93. Minute konnte die Caryot-Elf einen langen Ball in den eigenen Sechzehner nicht entschlossen genug verteidigen. Die Kugel sprang sogar einmal auf, jedoch wollte niemand so wirklich den Ball aus der Gefahrenzone bugsieren. Das Kommunikationsproblem in den eigenen Abwehrreihen wurde durch den eingewechselten Mouhamad Diallo prompt bestraft, was zum 2:1-Führungstreffer der Borussia führte.

Doch damit nicht genug. Der VfL Primstal gab sich mit der Niederlage alles andere als zufrieden. Die bereits erwähnten Platzverhältnisse zehrten sehr an den Kräften der Spieler, aber dennoch bündelte man noch einmal die letzten Reserven und Kapitän Marc Pesch peitschte seine Elf nach vorne, was zu einem finalen Eckball führte.

Die letzte Chance wussten die Gäste zu nutzen: Der Ball kam perfekt in den Strafraum und Pesch hatte genug Platz, um hochzusteigen und den 2:2-Endstand per Kopf klarzumachen.

„Dieses Spiel war ein Wechselbad der Emotionen. Wir haben es nicht geschafft, den Vorsprung nach Hause zu bringen, haben aber dann mit einem vorbildlichen Kampfgeist den Rückstand wieder ausgeglichen. Der Punkt ist auf jeden Fall ein Teilerfolg, der überwiegend positiv zu bewerten ist“, so Trainer Andreas Caryot nach dem Spiel.

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