#BreaktheBias #IWD22

Internationaler Weltfrauentag 2022 #BreaktheBias

drei frauen stehen mit dem rücken zur kamera und halten weiße blumen

Wie jedes Jahr wird am 8. März der Internationale Weltfrauentag gefeiert. Unter dem Motto #BreakTheBias soll in diesem Jahr auf Stereotypen, Vorurteile und Diskriminierungen aufmerksam gemacht werden, die Frauen täglich erfahren müssen.

Seinen Ursprung hat der Weltfrauentag in der Initiative sozialistischer Organisationen, die vor dem Ersten Weltkrieg für die Gleichberechtigung der Frauen und das Wahlrecht kämpften. Am 19. März 1911 wurde der Frauentag erstmals begangen. In Deutschland initiiert durch die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin, sollte, nach amerikanischen Vorbild, an diesem Tag für das freie, geheime und gleiche Frauenwahlrecht demonstriert werden. Der nationale Kampftag für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung der Frauen wurde in den darauffolgenden Jahren aufgegriffen und etablierte sich international. Auf den 8. März als einheitlichen Tag wurde sich 1921 auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau geeinigt. In Berlin steht der Weltfrauentag seit 2019 sogar als gesetzlicher Feiertag im Kalender.

In Deutschland konnten Frauen übrigens erstmals am 19. Januar 1919 bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Damit gehörten sie zu den ersten in Europa, die bei Wahlen ihre Stimme abgeben durften.

Am Internationalen Weltfrauentag sollen soziale, ökonomische, kulturelle und auch politische Erfolge und Errungenschaften von Frauen überall auf der Welt gefeiert und gewürdigt werden und gleichermaßen auf Ungleichheiten aufmerksam gemacht werden. In vielen Teilen der Welt müssen Mädchen und Frauen große Hürden überwinden, um ihr Potential entfalten zu können. Vor allem in afrikanischen und asiatischen Ländern bekommen eine Großzahl der Mädchen nicht die Chance, eine Schulbildung zu genießen geschweige denn, eine Universität zu besuchen.

Die Initiatoren und Initiatorinnen des Weltfrauentag wollen auf diese Ungerechtigkeiten hinweisen und mit ihrem diesjährigen Motto speziell Stereotypen und voreingenommenes Denken durchbrechen. Gemeinsam wollen sie eine Welt schaffen, die divers, inklusiv und gerecht ist und in der Verschiedenheit gefeiert wird, in der jede Frau Gleichberechtigung erfährt und jede Frau gleiche Rechte und Chancen erhält.

Die Gleichberechtigung der Frau – auch in der Bezahlung

Heutzutage genießen deutsche Frauen neben dem Wahlrecht zwar auch mehr Gleichberechtigung als noch vor 100 Jahren, der „Feiertag“ behält aber dennoch auch in Deutschland seine Berechtigung.  Neben Stereotypen hier und unangebrachten Sprüchen da, mit denen Frauen täglich konfrontiert werden, haben sie auch bei der Bezahlung oftmals das Nachsehen. Das zeigte eine Studie des Statistischen Bundesamts, die anlässlich des sogenannten Equal Pay Day am 7. März veröffentlicht wurde.

Sie zeigt: Gender Pay Gap ist durchaus ein Thema. Durchschnittlich werden Frauen mit einem 18% niedrigerem Stundenlohn entlohnt als ihrer männlichen Kollegen. Hier handelt es sich jedoch um den unbereinigten Gender Pay Gap, bei dem alle Berufstätige berücksichtigt werden. Frauen arbeiten häufiger in Berufen und Branchen, die schlechter entlohnt werden oder übernehmen keine Führungspositionen. Schaut man sich aber die Gender Pay Gap an, die vergleichbare Tätigkeiten und Qualifikationen berücksichtigt, die sogenannte bereinigte Gender Pay Gap, erkennt man: Frauen bekommen durchschnittlich 6% weniger Gehalt. Mehr dazu hier.

Frauen und ihre Fähigkeiten und Besonderheiten zu feiern und im gleichen Zuge für mehr Gerechtigkeit weltweit zu kämpfen, werden an einem Tag vereint. Der Internationale Weltfrauentag wirft ein Licht auf das, was Frauen täglich leisten müssen, können, wollen und sollen, in einer – noch – männerdominierten Welt. Dieser Tag sollte mindestens so lange gefeiert werden, bis jedes Mädchen und jede Frau auf dieser Erde dieselben Chancen und Rechte genießt, wie ihre männlichen Mitstreiter.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Blätterbarer Katalog-2023 mit 24 Seiten: