Umweltcampus Birkenfeld

International Virtual Exchange: COVID-19: Ethical Dilemmas and Human Rights

„International Virtual Exchange: COVID-19: Ethical Dilemmas and Human Rights“

Während der Corona-Pandemie scheint vieles weltweit in den Hintergrund gerückt zu sein, so auch der Austausch zwischen Studierenden. War es doch zwischenzeitlich unmöglich, den Campus zu besuchen und internationale
Austauschbesuche kamen zeitweilen gänzlich zum Stillstand. Mit dieser Thematik und besonders den ethisch und menschenrechtlich fragwürdigen Aspekten der Corona-Maßnahmen befasste sich der virtuelle Austausch, der im Sommer 2021 am Umwelt-Campus Birkenfeld via Onlinekonferenzen stattgefunden hat. Eine Besonderheit war, dass dieses mehrwöchige Projekt mit dem Sonderpreis der Hochschule Trier für Internationale Lehre gewürdigt wurde, und somit die Bedeutsamkeit der Thematik hervorgehoben werden konnte. Das Ziel war: Den internationalen Austausch zwischen den teilnehmenden Studierenden über die aktuellen Corona-Bedingungen in den verschiedenen Ländern zu ermöglichen und anzutreiben.

Organisiert und durchgeführt wurde dieses Networking-Projekt von Prof. Dr. Kathrin Nitschmann (Professorin für Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht im Fachbereich Umweltwirtschaft/-recht des UCB) und Prof. Dr. Milena Valeva (Professorin für Nonprofit und Management und nachhaltige Regionalentwicklung im Fachbereich Umweltwirtschaft/-recht des UCB). Es kann schon jetzt als Highlight des internationalen Austauschs im virtuellen Sommersemester 2021 angesehen werden. Begonnen hat das Projekt mit einem Kennenlerntag für die teilnehmenden Studierenden aus Bulgarien, Deutschland, Israel und Peru, die für die darauffolgenden Projektwochen in Gruppen eingeteilt wurden, und unter der Moderation von Dr. Silvia De Magalhaes Carvalho (Lehrkraft für besondere
Aufgaben, Fachsprache Englisch des UCB) zum ersten Mal in Kontakt treten konnten. Auf die Frage wie die Studierenden aus der Krise hervorgehen und welche Rolle sie in Zeiten von Corona haben, zeigte Dr. Carvalho eine optimistische Einstellung: „Studenten sind unsere Zukunft. Sie werden eine zentrale Rolle spielen. Sie werden die Welt, in der sie arbeiten werden, grundlegend verändern. Ihr Optimismus und ihre Leistungsfähigkeit wird sie in die Lage versetzen immer wieder neue Lösungen zu Problemen zu finden.“.



Der für den Austausch erforderliche Input wurde von den teilnehmenden Fachkundigen im Rahmen einer zweitägigen Vortragsreihe bereitgestellt. Aus deutscher Sicht kamen hierfür Prof. Dr. Milena Valeva und Larissa Glidja, LL.M.
(Wissenschaftliche Mitarbeiterin, PUSH-GR Projekt) zu Wort. Zum internationalen Kontext referierten Prof. Dr. José Joaquín Fernández Alles (Universität Cadiz, Spanien), Prof. Dr. Antonio Muñoz Aunión (Universität Cadiz, Spanien), Prof.
Yotam Lurie (Ben-Gurion Universität Negev, Israel) Prof. Dr. Lethokwa Mpedi (Universität Johannesburg, Südafrika) und Prof. Dr. Diego Hernando Zegarra Valdivia (Päpstliche Katholische Universität von Peru).

Während einer mehrtätigen Workshop-Session wurden die fachlichen Grundlagen der Vortragsreihe von den Studierenden in international gemischten Gruppen genutzt, um die ethischen und rechtlichen Probleme in Bezug auf Covid-19 zu erkennen, zu verstehen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Hierzu verwendeten die Beteiligten neben den gängigen digitalen Werkzeugen eine Medienvielfalt, die ein rein digitales Projekt erst möglich machte.

Abschließend referierten alle Studierendengruppen erfolgreich über ihre erarbeiteten Lösungsvorschläge zu verschiedenen Themen des Events. Der wohl bedeutsamste Output stellte die Sensibilisierung der Studierenden in Bezug auf die Corona-Maßnahmen und auch auf zusätzlich strapazierende Zustände in anderen Ländern dar, wie es sie zur Zeit des Projekts in Israel gab. So äußerte sich Helene Theil (Studentin des UCB) hinsichtlich der Blickweise auf die verschiedenen beteiligten Kulturen folgendermaßen: „Ich habe definitiv einige neue Perspektiven und Einblicke in Themen gewonnen, denen ich vorher nicht so viel Beachtung schenkte.“

Der internationale Austausch wird mit einer Open Access Publikation abgerundet, die in den nächsten Monaten über das hochschuleigene Repositorium veröffentlicht werden soll und die Beiträge der Professor*innen und Studierenden zum Nachlesen beinhaltet.

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