Inklusives Schülerfest St. Wendel: Rücksicht üben

Nach vielen Jahren auf dem Gelände des Arnold-Janssen-Gymnasiums fand das „Inklusive Schülerfest“ der Lebenshilfe St. Wendel und ihrer Partner erstmals im Gymnasium Wendalinum statt und wurde auf Anhieb zu einem großen Erfolg. Teilnehmer waren die Fünftklässler des Wendalinum, Förderschüler aus Baltersweiler, Oberthal und St. Wendel sowie Bewohner der Tagesförderstätten der Lebenshilfe.

Gemäß dem Motto „Vergiss den Plan, denn anders ist normal“, kamen behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche an zehn Mitmach-Stationen miteinander in Kontakt, halfen sich gegenseitig. Da galt es zum Beispiel, mit dem Rollstuhl einen Hindernisparcours zu meistern, musste man Bastelstraße und Fühlstation durchlaufen, beim Kistenklettern Mut beweisen oder an der Torwand ins Runde treffen.

Betreut wurden die Stationen von Schülern der 10er Klassen und Mitarbeitern der Lebenshilfe. Die 16jährige Annika aus der Klasse 10d war etwas „traurig“ und meinte augenzwinkernd: „Eigentlich hätten wir heute eine Doppelstunde Mathe bei Frau Mailänder gehabt, da wollt´ ich soooo gerne hin …, jetzt basteln wir hier mit den Kindern.“ Celina (10d) hat das Fest gefallen: „Man muss halt schauen, wir man mit den gehandicapten Kindern kommuniziert, aber das geht schon. Alle sind ziemlich fröhlich, die freuen sich eigentlich über alles.“ Carina ergänzt lachend: „Vorhin hat sich einer an der Torwand versucht. Die Wand hat er nicht getroffen, aber den Ball. Da war er richtig happy.“

Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Schön war sehr zufrieden: „Inklusion ist ein steter Prozess des gegenseitigen voneinander Lernens. Was liegt näher, als dass junge Menschen, egal welche Schulform sie besuchen, voneinander lernen, wie der andere lebt, welche Probleme er hat und was ihn gerade umtreibt. Ein beeindruckendes Fest, bei dem Viele viel lernen können.“
Heribert Ohlmann, Direktor des gastgebenden Gymnasium Wendalinum, freute sich: „Hier wird unser Schulprofil im sozialen Bereich weiter geschärft. Unsere Kinder sollen auch den Umgang mit Behinderten lernen. Inklusion ist eine sehr schöne Sache, wir wollen das aus jeden Fall fortsetzen und möglichst noch erweitern, zum Beispiel indem wir die 6er Klassen mit dazu nehmen.“

Fotos: Georg Lauer

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