Inklusionsschaukel am Bostalsee

Landrat Udo Recktenwald mit Mitgliedern des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland sowie des Vereins Pro Inklusionsschaukel sowie weiteren Teilnehmern bei der Einweihung der Schaukel am Bostalsee. Foto: Lukas Kowol

Die Festwiese am Bostalsee ist um ein besonderes Spiel- und Fitnessgerät reicher: Am Spielplatz steht jetzt eine Inklusionsschaukel. „Als der Verein Pro Inklusionsschaukel mit der Idee auf uns zukam, waren wir sofort überzeugt“, sagt Landrat Udo Recktenwald. Die Inklusionsschaukel ermöglicht es Menschen mit körperlichen Einschränkungen, das Gerät selbstständig zu bedienen. Das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie bezuschusst die Schaukel mit 5000 Euro, der Landkreis Sankt Wendel übernimmt den Restbetrag, Aufbau und Wartung. Recktenwald: „Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch ist wertvoll, einmalig, gleichberechtigt. Ob mit oder ohne körperliche Einschränkung. Und Inklusion bedeutet eben, es jedem Menschen zu ermöglichen, möglichst ohne Hürden zu leben. Somit ist die Inklusionsschaukel auch dafür ein Symbol.“

Ein besonderes Symbol, denn die Schaukel wurde nach Martin Gürth benannt. 1964 geboren, verlor er bei einem Unfall 1986 beide Beine. Seinen Lebensmut und Tatendrang verlor der gebürtige Schwabe nicht, war sportlich aktiv, engagierte sich im Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland (BSK). Gürth starb im August 2019. Uwe Wagner (BSK): „Martin Gürth war ein liebenswerter, hilfsbereiter Mensch, der gerne lebte, gerne in Gesellschaft war und jemand, auf den man sich bedingungslos verlassen konnte. Mit ihm verlor der BSK Saarland nicht nur ein Mitglied und einen Kontaktstellenleiter, nein, der BSK Saarland verlor mit Martin Gürth einen wunderbaren Menschen! Daher ist die Inklusionsschaukel nach ihm benannt.“

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